Technik

Feuerwehr erhält neue Drehleiter

Die Drehleiter, hier bei einem Einsatz an der Peterstraße, muss durch ein neues Fahrzeug ersetzt werden.
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Die Drehleiter, hier bei einem Einsatz an der Peterstraße, muss durch ein neues Fahrzeug ersetzt werden.

Kosten für Neuanschaffung liegen bei knapp einer Million Euro.

Von Wolfgang Weitzdörfer

Eine Feuerwehr ist immer nur so gut, wie ihre Einsatzkräfte – und ihre -fahrzeuge. Für die Schloss-Stadt ist – so die Bestimmungen des aktuell gültigen Brandschutzbedarfsplanes – ein sogenanntes Hubrettungsfahrzeug nötig. Besser bekannt ist es als Drehleiter. „Auf das Fahrzeug kann nicht verzichtet werden“, sagte Ordnungsamtsleiter Andreas Schröder in dieser Woche im Rat. Deshalb, weil es im Stadtgebiet mehrere Hochhäuser gebe, die im Notfall nur mit dem Hubfahrzeug evakuiert werden könnten.

Die Mittel dafür sind im Haushaltsplan 2022/23 vorgesehen. Zwar sei die Haushaltslage bekannt schwierig, sagte Schröder, allerdings belaufe sich die Lieferzeit einer Drehleiter derzeit auf ein bis zwei Jahre. „Das alte Fahrzeug ist schon 25 Jahre alt, es wurde im Februar 1998 in Betrieb genommen und ist damit das älteste Fahrzeug unserer Feuerwehr“, sagte er. Der Aufwand für Reparaturen und Instandhaltung sei mittlerweile unverhältnismäßig hoch, der Gesamtzustand altersbedingt sehr schlecht.

Die Stadtverwaltung sei zudem im Gespräch mit der Umweltagentur, die prognostiziere, dass die Preise für derartige Fahrzeuge aktuell bereits „unter die Decke“ gingen. „Im Haushalt sind dafür 750 000 Euro vorgesehen. Aktuell geht man aber davon aus, dass insgesamt 950 000 Euro benötigt werden“, betonte der Ordnungsamtsleiter. „Wir wissen jetzt nicht, ob es dabei bleiben wird oder es noch teurer wird – oder vielleicht auch billiger.“ Daher müsse der Rat die Verwaltung vor der Ausschreibung dazu ermächtigen, die überplanmäßige Ausgabe vornehmen zu dürfen.

Altes Fahrzeug soll verkauft werden

Felix Wedekind (FaB) wollte wissen, ob man auf die Drehleiter verzichten könne, wenn ein zweiter Rettungsweg im Gebäude vorhanden sei. „Nein, die Gebäude hätten sonst nicht geplant und gebaut werden können“, stellte Schröder klar.

Die CDU hätte es sich laut Frank Moritz gewünscht, dass der Arbeitskreis Feuerwehr mit ins Boot geholt worden wäre, um die Details der neuen Drehleiter zu besprechen. Das betonte auch Jürgen Becker (SPD): „Gerade dann, wenn es um die Wartung geht, gibt es einige Details, die wichtig sind.“ Die Verwaltung versprach, dass der Arbeitskreis im Sommer dazugeholt werde.

Eine weitere Frage drehte sich dann darum, was mit dem alten Fahrzeug geschehen soll. „Tatsächlich gibt es einen Markt dafür“, versicherte Schröder. „Wir werden es bestimmt loswerden können, sei es für einen symbolischen Betrag oder aber auch für richtiges Geld.“ Bürgermeister Dietmar Persian ergänzte scherzhaft: „Wir verkaufen es aber nicht nach Wipperfürth.“

Der Rat billigte schließlich die beiden Punkte einstimmig – sowohl die Bereitstellung von zusätzlich 200 000 Euro als auch die EU-weite Ausschreibung für das neue Feuerwehrfahrzeug.

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