FDP-Bundesvorsitzender wirbt vorm Bürgerzentrum

FDP-Bundesvorsitzender Christian Lindner warb gestern am Bürgerzentrum um Stimmen. Foto: Markus Schumacher
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FDP-Bundesvorsitzender Christian Lindner warb gestern am Bürgerzentrum um Stimmen.

FDP-Chef Christian Lindner will nach dieser Wahl in die Regierung und außerdem das Direktmandat gewinnen

Von Marei Vittinghoff und Markus Schumacher

2017, anderthalb Wochen vor der Bundestagswahl, wurde das Gymnasium Wermelskirchen durch ein kurzes Video deutschlandweit bekannt. Ein damals 20 Jahre alter Film, ursprünglich produziert für ein Jugendmagazin und von „Stern TV“ wieder ausgegraben, hatte seinen Weg in die sozialen Medien gefunden. Darin zu sehen: Christian Lindner, als 18-Jähriger mit Anzug, Aktenkoffer und Kuhkrawatte, der am Steuer eines Benz über die mit einem Freund gegründete PR-Agentur philosophiert, etwas gelangweilt im Unterricht sitzt und Sätze sagt wie: „Probleme sind nur dornige Chancen.“

Die Redaktion habe die Geschichte über ihn als Selbstständigen damals „ein bisschen aufpeppen“ wollen, und als „junger und unerfahrener Mensch“ habe er mitgemacht. Es sei ihm „eine Lektion im Umgang mit den Medien gewesen“, sagt Lindner heute.

Passiert ist seitdem viel. Aus dem Abiturienten wurde mit 21 der bis dato jüngste Abgeordnete im NRW-Landtag, mit 30 der jüngste Generalsekretär der FDP und mit 34 der jüngste Vorsitzende. Jetzt, mit 42, hofft er als Bundesvorsitzender auf einen Posten als Finanzminister nach der Wahl, bei der er sich außerdem für das Direktmandat aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis bewirbt.

Am Bürgerzentrum warten mehr als 50 Zuhörer und zwei TV-Teams

Gestern war er dafür wieder mal in Wermelskirchen, sprach vor mehr als 50 Zuhörern und zwei Fernsehteams am Bürgerzentrum. FDP-Ortsvorsitzender Marco Frommenkord hieß ihn willkommen.

Unabhängigkeit, sagt Lindner, habe er sich auch nach der vergangenen Bundestagswahl bewahrt, als es um die Verhandlungen für eine mögliche Jamaika-Koalition ging, die FDP auf eine Regierungsbeteiligung verzichtete und er seinen berühmten Satz sagte: „Es ist besser, nicht zu reagieren, als falsch zu reagieren.“ Eine Koalition um jeden Preis werde es aber auch nach dieser Wahl nicht geben.

„Der Rheinisch-Bergische Kreis ist mein Wahlkreis“, sagt Lindner. Und erzählt von seiner Heimat, von der „Atmosphäre einer Stadt, in der man sich kennt“, und von Besuchen auf der Kirmes.

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