Frisör zieht um

Familie Tillmanns wagt den Neustart

Stefan und Dorothee Tillmanns präsentieren voller Vorfreude in ihrem neuen Salon: „Es kribbelt schon in den Fingern.“
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Stefan und Dorothee Tillmanns präsentieren voller Vorfreude in ihrem neuen Salon: „Es kribbelt schon in den Fingern.“

Traditionsunternehmen bezieht neuen Friseursalon an der Eich.

Von Theresa Demski

Wermelskirchen. Kaum hatten Dorothee und Ilenia Tillmanns damals das kleine bergische Haus an der Eich betreten, erkannten sie die Möglichkeiten. „Es war deutlich dunkler als heute“, sagt Dorothee Tillmanns, „die Fenster hatten Glasbausteine.“ Und trotzdem sahen sie und Schwiegertochter Ilenia, wie sie hier das nächste Kapitel der Traditionsgeschichte ihres Familienunternehmens aufschlagen würden.

Inzwischen haben sich die Räume an der Eich in einen Friseursalon verwandelt. „Es gibt noch ein bisschen zu tun“, sagt Michael Tillmanns, „aber wir sind auf der Zielgeraden.“ Am Freitag verlässt Familie Tillmanns dann offiziell ihren alten Standort an der Telegrafenstraße und wagt den Neustart.

Die Frage nach dem Warum beantwortet Dorothee Tillmanns mit Vorfreude im Blick: „Wir hatten die Möglichkeit, das hier zu kaufen – und wir wollen jetzt noch moderner und frischer weitermachen“, sagt sie. Es sei ihnen wichtig gewesen, im Zentrum zu bleiben und viel Raum für eigene Ideen zu haben.

Deswegen gehört zum neuen Kapitel auch ein neues Logo. Aus Tillmanns Hairstyling ist „Frisör Tillmanns“ geworden. „Dabei haben wir uns für das bergische Grün entschieden“, sagt Stefan Tillmanns. Dann zieht er mit Pinsel und Farbe zum großen Schaufenster an der Eich, um auch dort die neue Farbe unterzubringen. Ohnehin habe die Familie viel in Eigenregie gemacht.

Die neuen Räume sind inzwischen hell und lichtdurchflutet. „Wir haben hier genauso viel Platz wie am alten Standort“, sagt Dorothee Tillmanns, „und wir freuen uns auf den Neubeginn.“ Zwölf Sessel haben ihren Platz vor den Spiegeln gefunden. Künftig wird es einen zentralen Waschplatz geben, mit tiefen Sesseln und modernen Becken, an denen die Haare der Kunden gewaschen werden. Dafür hat Familie Tillmanns ein Podest gebaut, zu dem zwei breite, beleuchtete Stufen führen. Auch die Sanitäranlagen sind komplett saniert worden.

„Hier wird die Empfangstheke stehen“, sagt Michael Tillmanns und zeigt auf den Eingangsbereich im Salon, bevor er zum großzügigen Vorraum mit Schaufenster deutet. „Die Tür zur Straße wird immer aufstehen“, sagt er und öffnet die beiden Flügel weit. Schließlich ist der neue Salon durch eine weitere Glastür geschützt.

Dorothee, Stefan, Michael und Ilenia Tillmanns blicken sich zufrieden in dem Salon um, in dem am Montagmittag noch die Handwerker bei der Arbeit sind. In dieser Woche bleibt der Salon bis Donnerstag geschlossen.

Im Vorhinein habe das Team viel mit den Kunden gesprochen, sie auf den Umzug vorbereitet. „Viele waren erstmal überrascht“, räumt Dorothee Tillmanns ein. „Aber wir haben das Gefühl, dass sich viele jetzt auch mit uns freuen.“ Schließlich würden hauptsächlich Stammkunden den Salon besuchen. Und sie schlagen nun auch mit ihnen gemeinsam das nächste Kapitel der Firmengeschichte an der Eich auf.

Wir laden am Sonntag zu Kuchen, Kaffee und Kennenlernen ein.

Michael Tillmanns

Bis Ende der Woche soll der Umzug aller Möbel, Haarpflegeprodukte und des Handwerkszeugs der Friseurmeister über die Bühne gebracht werden – am Freitag will Familie Tillmanns eröffnen und Haare schneiden. „Wir laden dann für Sonntag zu Kuchen, Kaffee und dem Kennenlernen der neuen Räume ein“, erzählt Michael Tillmanns. „Dann wird aber nicht gearbeitet.“

Gemeinsam mit Ehefrau Ilenia hat er seine Ideen in den neuen Salon eingebracht. Man habe den „jungen Leuten“ viel Raum bei der Gestaltung gelassen, sagt auch Dorothee Tillmanns. Schließlich werden sie das Geschäft, das inzwischen seit 1906 in Wermelskirchen besteht, wohl eines Tages in die nächste Generation führen.

Hintergrund

Termin: Wer den neuen Salon von Familie Tillmanns kennenlernen möchte, ist zu Kaffee, Kuchen und einem Glas Sekt am Sonntag, 15. Mai, eingeladen: Von 14 bis 18 Uhr stellt die Familie die neuen Räume vor. An diesem Tag werden aber keine Haare geschnitten.

 Leerstand: Mit dem Friseursalon schließt sich eine Lücke an der Eich. An gleicher Adresse hatte lange das Geschäft „WigWam“ geöffnet. Während der Pandemie, im Juni 2021, schloss Ingrid Dahm den Laden dann. Seitdem verkauft die Inhaberin online.

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