Trickbetrüger

Falsche Europol-Mitarbeiter melden sich am Telefon

Häufig werden Seniorinnen und Senioren Opfer von Trickbetrügern am Telefon. In Bergisch Gladbach wurde allerdings eine 45-jährige Frau betrogen.
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Häufig werden Seniorinnen und Senioren Opfer von Trickbetrügern am Telefon. In Bergisch Gladbach wurde allerdings eine 45-jährige Frau betrogen.
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Nach einem Fall in Bergisch Gladbach warnt die Polizei vor einer Betrugsmasche.

Von Susanne Koch

Wermelskirchen. Dieses Mal ist es in Bergisch Gladbach passiert – es könnte aber jederzeit überall geschehen: Frauen und Männer, häufig Seniorinnen und Senioren werden Opfer von Trickbetrügern am Telefon.

Am Donnerstagabend erschien eine 45-jährige Bergisch Gladbacherin bei der Polizeiwache Bergisch Gladbach, um Anzeige wegen Betrugs durch falsche Europol-Mitarbeiter zu erstatten. Am Nachmittag hatte sie einen Anruf eines vermeintlichen Mitarbeiters der europäischen Polizeibehörde Europol erhalten. In dem rund zweistündigen Telefonat wurde sie laut Polizeibericht so massiv unter Druck gesetzt, dass sie schließlich eine Geldsumme von mehr als 6500 Euro auf ein angegebenes Konto überwies.

Als sie sich jedoch anschließend über diese Anrufe im Internet erkundigte, wurde ihr klar, dass sie Opfer von Betrügern geworden war. Daraufhin veranlasste die Geschädigte sofort die Rückbuchung ihres an den Betrüger überwiesenen Geldes.

Nach Polizeiangaben sind diese falschen Europol-Anrufe kein Einzelfall und eine bekannte Masche. Die Polizei Rhein-Berg weist noch einmal darauf hin, dass sowohl die Polizei als auch Europol oder Interpol niemals um eine Überweisung von Geldbeträgen bitten würden. Wer Opfer der Betrugsmasche wird, sollte sich an folgende Regeln halten:

1. Geben Sie am Telefon keine Details zu persönlichen oder finanziellen Verhältnissen preis.

2. Folgen Sie nicht den Aufforderungen der Anrufer, lassen Sie sich nicht in ein Gespräch verwickeln oder unter Druck setzen. Legen Sie einfach auf.

3. Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.

4. Sollten Sie einen solchen Anruf erhalten, erstatten Sie Strafanzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle. Recherchieren Sie eigenständig die Telefonnummer der Polizeidienststelle und wählen Sie die Nummer selbst. Benutzen Sie auf keinen Fall die Rückruftaste.

Bei Fragen zu dieser oder anderen Betrugsmaschen steht das Kommissariat Kriminalprävention und Opferschutz der Polizei Rhein-Berg unter den Rufnummern Tel. (0 22 02) 2 05-4 30 bis 4 34 zur Verfügung.

Legen Sie auf und wählen Sie selbstständig die Nummer

Die Verhaltensregeln gelten für alle Anrufe, die Sie nicht sofort als ein bekanntes Familienmitglied oder eine Freundin oder einen Freund identifizieren und die für Sie unangenehm sind, wo sie sich unter Druck gesetzt fühlen.

Gibt sich jemand als Enkel oder Enkelin, Sohn oder Tochter aus, legen Sie auf und wählen Sie selbstständig die Nummer. Dann gehen Sie auf Nummer sicher. Ihre Verwandten oder Freunde werden sicher Verständnis für Ihr vorsichtiges Vorhaben haben. Niemand möchte, dass jemand anderer einen Trickbetrug zum Opfer fällt.

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