Fairer Wermelskirchen-Kaffee ist ab Montag im Weltladen

Jutta Thomas, Ulla Buhlmann und Monique Schüpphaus (v.l.) freuen sich auf den Verkauf der fairen Stadt-Produkte. Foto: Anja Carolina Siebel
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Jutta Thomas, Ulla Buhlmann und Monique Schüpphaus (v.l.) freuen sich auf den Verkauf der fairen Stadt-Produkte. Foto: Anja Carolina Siebel

Mit Produkten aus Afrika und Südamerika will der Verein die Hersteller in den Ländern unterstützen

Von Anja Carolina Siebel

Eigentlich sollte es den Kaffee und die Schokolade im Wermelskirchen-Design erst 2021 geben. „Weil unser Verein dann 40 Jahre alt wird“, erzählt Monique Schüpphaus vom Team des Weltladens am Markt. Wegen der Corona-Pandemie hätten sich die Vereinsmitglieder aber entschieden, die Bestellung der beiden fairen Produkte vorzuziehen.

„Unsere Lieferanten durchleben in der Pandemie gerade harte Zeiten“, berichtet Ulla Buhlmann vom Team des Weltladens. Wegen der Lockdowns gehe es den Menschen in Nicaragua, Peru Indien oder Pakistan auch wirtschaftlich sehr schlecht. Ein Großteil sei derzeit arbeitslos und beziehe kaum Einkommen. Buhlmann: „Wir wollten mit dem Auftrag deshalb unsere Unterstützung zusichern.“

Den 100-prozentigen Arabico-Kaffee „Chavalo“ bezieht der Weltladen ohnehin regelmäßig aus Nicaragua. Eine Genossenschaft baut ihn dort zusammen mit anderen Produkten in einer Hanglage an. „Dass es sich um eine Genossenschaft handelt, hat viele Vorteile“, erklärt Ulla Buhlmann. Einer sei, dass gleich viele verschiedene Menschen dort über Anbauweise und Vertrieb entscheiden würden.

Das Besondere am ohnehin in Wermelskirchen beliebten Chavalo-Kaffee jetzt: Es gibt ihn ab dem A la carte-Sonntag, 25. Oktober, als Stadt-Kaffee im schicken, schwarz-orangefarbenen Wermelskirchen-Design.

Schokolade wird mit dem Schiff nach Europa transportiert

Und noch etwas hat der Weltladen pünktlich zur Vorweihnachtszeit im Sortiment: die faire Schokolade im Wermelskirchen-Outfit. Die Süßigkeit mit 80 Prozent Kakaoanteil wird in Ghana produziert und kommt mit dem Schiff nach Europa. „Wer denkt, Schokolade könnte nicht auch direkt in Afrika hergestellt werden, der irrt wohl“, sagt Monique Schüpphaus. „Mit guter Kühlung und Platz sparendem Transport ist das alles möglich.“

Die Ehrenamtlerinnen des Weltladens am Markt wünschen sich nicht nur, dass möglichst viele ihrer Stammkunden Wermelskirchen-Kaffee und die Wermelskirchen-Schokolade noch vor Weihnachten erstehen: „Wir würden uns auch freuen, wenn beispielsweise Wermelskirchener Unternehmen die Produkte als Weihnachtsgeschenke für ihre Kunden verwenden würden“, sagt Ulla Buhlmann.

Derzeit gehe es um die Existenz der zuliefernden Unternehmen. Das Geschäft im Weltladen am Markt läuft indes nach wie vor gut. „Viele junge Leute kaufen bei uns ein“, sagt Monique Schüpphaus. Und Ulla Buhlmann ergänzt: „Wir haben sogar das Gefühl, dass mit der Pandemie die Lebensweise in so mancher Familie noch einmal bewusster geworden ist, so dass viele jetzt noch eher bei uns einkaufen kommen als vorher.“

Mehr zum Weltladen und den fairen Produkten auch unter: weltladen-wermelskirchen.de

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