Internationaler Aktionstag

Fahne setzt sichtbares Zeichen gegen die Gewalt an Frauen 

Bürgermeisterin Marion Lück (l.), Anja Haussels (r.) und Christine Warning von Frauen-Zimmer hissten die Fahne.
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Bürgermeisterin Marion Lück (l.), Anja Haussels (r.) und Christine Warning von Frauen-Zimmer hissten die Fahne.

Wermelskirchen beteiligt sich an Internationalem Aktionstag.

Von Stephan Singer

Wermelskirchen. Jedes Jahr wird zum 25. November, dem internationalen Aktionstag „Nein zu Gewalt an Frauen!“, ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen gesetzt. In Wermelskirchen hat Bürgermeisterin Marion Lück zusammen mit Christine Warning und Anja Haussels von der Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt für den Rheinisch-Bergischen Kreis, Frauen-Zimmer aus Burscheid, gestern die Fahne von „Terre des Femmes“ hissen lassen, um zu demonstrieren, dass Wermelskirchen eine Stadt ist, in der das Motto der Organisation gelebt wird: „Wir setzen uns ein für eine gerechte Welt, in der Mädchen und Frauen das Recht haben, selbstbestimmt, gewaltfrei und in Würde zu leben.“

Das Schwerpunktthema der „Terre des Femmes“-Fahnenaktion ist in diesem Jahr: „#TrautesHeimLeidAllein – gemeinsam gegen häusliche Gewalt“. Der Hashtag soll deutlich machen, dass Gewalt direkt in der Nachbarschaft, dem Bekanntenkreis oder auch am Arbeitsplatz geschieht und hinter einer Fassade des „trauten Heims“ versteckt wird.

Häusliche Gewalt ist die häufigste Ursache von Verletzungen bei Frauen, heißt es von „Terre des Femmes“. Demnach ist für Frauen das Risiko, durch einen Beziehungspartner Gewalt zu erfahren, weitaus höher als von einem Fremden angegriffen zu werden. Das Bundeskriminalamt (BKA) verweist auf eine hohe Dunkelziffer.

Die Beraterinnen von Frauen-Zimmer wissen jedoch: Jede Stunde werden in Deutschland durchschnittlich 13 Frauen Opfer von Beziehungsgewalt. „Die Grenzen zwischen häuslicher- und sexualisierter Gewalt sind oft gar nicht erkennbar. Bei Beziehungsgewalt finden sich sehr häufig alle Formen von Gewalt und sind daher schwer voneinander abzugrenzen“, erklären die Frauen-Zimmer-Beraterinnen.

„Es ist unfassbar, dass viele Frauen immer noch Angst in ihrem eigenen Zuhause haben müssen.  Das muss sich ändern. Deshalb setzen wir mit der Fahne ein Zeichen, dass wir in Wermelskirchen Gewalt gegen Mädchen und Frauen nicht dulden“, sagt Bürgermeisterin Marion Lück: „Wir möchten betroffenen Frauen Mut machen, sich Hilfe zu suchen und signalisieren, dass wir helfen werden.“

Am 17. Dezember 1999 verabschiedete die UN-Generalversammlung ohne Abstimmung eine Resolution, nach der der 25. November zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, auch „Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen“, bestimmt wurde.

Betroffene Frauen und Mädchen ab 14 Jahren können sich an Frauen-Zimmer wenden. Auf Wunsch bietet die Beratungsstelle auch Termine in Wermelskirchen an. Telefonisch ist Frauen-Zimmer unter Tel. (0 21 74) 10 47 erreichbar. Neben der regionalen Beratungsstelle können sich Frauen auch an die bundesweite Beratungshotline unter Tel. (0 80 00) 11 60 16 wenden. Weitere Infos gibt es online unter: www.frauenberatung-burscheid.de

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