Eschbachstraße wird einspurig geöffnet

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Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen dürfen teilweise zerstörte Straße wieder nutzen

Von Philipp Müller

Mit voller Wucht und teilweise das ganze Tal als Flussbett brauchend war der Eschbach in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli von Wermelskirchen kommend nach Unterburg gerauscht. Die Eschbachstraße ist seitdem zwischen Alter Schlossfabrik und dem Abzweig Kellerstraße voll gesperrt. Das soll nach Angaben von Straßen NRW auch noch so bis voraussichtlich Ende der Woche bleiben.

Aber an Normalzustand ist damit nicht zu denken. Eine Baustellenampel werde aufgestellt, hatte ein Sprecher des Landesbetriebs erklärt. Dadurch könne die Straße wieder einseitig befahren werden. Jedoch nur für Fahrzeuge, die leichter als 3,5 Tonnen sind.

Noch völlig unklar sei der Umfang der notwendigen Sanierungsarbeiten an der Straße. Denn es müsse noch genau geprüft werden, an welchen Stellen auch der Unterbau der Straße komplett neu aufgebaut werden müsse. Der Eschbach hatte an beiden Rändern der Straße Gräben bis unter den Asphalt freingeschwemmt.

Statt der Busse auf der Linie 653 sollen Taxis eingesetzt werden

Das traf auch Gasleitungen, die unter der Straße verlegt wurden. Die Stadtwerke Solingen als Versorger müssten diese jetzt teilweise neu isolieren und weiterhin überprüfen, ob eventuell auch Rohre ausgetauscht werden müssen. Das erkläre die lange Vollsperrung, bat der Sprecher des Landesbetriebs um Geduld.

Das hat auch Auswirkungen auf den Busbetrieb. Über die Eschbachstraße verläuft die Linie 653, die von den Stadtwerken Remscheid betreiben werden. Diese erklären: „Aufgrund von Hochwasserschäden kann die Linie 653 wegen der Straßensperrung auf unbestimmte Zeit zwischen Ehringhausen und Solingen Burg Aue nicht verkehren.“

Ein Sprecher der Remscheider Stadtwerke erklärte zudem, dass mit der Freigabe einer Spur ein Taxi-Bringdienst installiert werden solle. Dazu laufe gerade die Abstimmung mit den Solinger Verkehrsbetrieben, und die Ausschreibung des Taxis-Dienstes zwischen den Haltestellen Burger Bahnhof und Ehringhausen habe begonnen.

Das Problem trifft übrigens auch die Verbindung der Linie 658, die ab dem Müngstener Brückenpark durchs Morsbachtal fährt, auch dort zwingen Straßenschäden zur Einstellung des Busverkehrs.

Die Infrastruktur an Eschbach und Wupper war an vielen Stellen betroffen. In Unterburg hielt zwar der neue Hochwasserschutz, aber die neue Fischtreppe und eine Böschung am Mühlendamm hielten den Fluten nicht stand. Am Wasserwerk Glüder war ein Damm gebrochen. Entlang der Wupper gab es viele weitere Schäden: So wurde eine Fußgängerbrücke in Rüden von der Wupper mitgerissen. Die Wupperbrücke in Wupperhof war einige Zeit gesperrt, da fraglich war, ob die Statik in Mitleidenschaft geraten war. An Eschbach und Wupper waren zudem teilweise mehrere Tage Strom und Wasser abgestellt worden.

Fehlende Brücke

Im Bereich der Haltestelle Burger Bahnhof fehlt nach dem Jahrtausend-Hochwasser eine Fußgängerbrücke über den Eschbach. Ob und wann diese ersetzt wird, ist noch nicht bekannt. Wanderer können jetzt über Unterburg die Wege Richtung Oberburg erreichen. Waldwege können allerdings weiterhin gesperrt sein. Vorsicht: Durch den Starkregen können viele Bäume ihre Stadtfestigkeit verloren haben.

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