Eschbachstraße wird ab November saniert

Auf diesem Teilstück der Eschbachstraße haben die Netze Solingen Versorgungs- und Stromleitungen neu verlegt und angeschlossen.
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Auf diesem Teilstück der Eschbachstraße haben die Netze Solingen Versorgungs- und Stromleitungen neu verlegt und angeschlossen.

Netze Solingen haben die Versorgungsleitungen instand gesetzt – L 407 wird vorübergehend zur Einbahnstraße

Von Guido Radtke

Wie lange die Absperrschranke auf Höhe der Parkplatz-Zufahrt zur Alten Schlossfabrik schon steht, ist an der großen Menge an Laub abzulesen, die sich dort auf dem Boden angesammelt hat. Seit rund drei Monaten hat kein Fahrzeug mehr diese Stelle an der Eschbachstraße passiert – abgesehen von ganz wenigen Ausnahmen, zu denen die Dienstautos des Landesbetriebs Straßen NRW oder der Netze Solingen gehören.

Bei dem verheerenden Hochwasser Mitte Juli waren große Teile der L 407 zwischen dem Burger Bahnhof in Unterburg und dem Kreuzungsbereich Kellerstraße / Ehringhausen komplett weggespült oder unterspült worden. Zugleich sind Versorgungs- und Stromleitung zerstört oder stark beschädigt worden. Seitdem ist die Eschbachstraße auf diesem Abschnitt für den Gesamtverkehr gesperrt.

Freigabe gilt nicht für Lastwagen

Nun allerdings deutet sich an, dass die Landesstraße in Kürze wieder freigegeben wird – zumindest aus Remscheid und Wermelskirchen kommend in Richtung Unterburg. „In den vergangenen Wochen waren Mitarbeiter der Netze Solingen damit beschäftigt, die zerstörten Versorgungsleitungen instand zu setzen“, erklärt eine Sprecherin der Stadt Solingen.

Am Dienstag erfolgte die Abnahme, so dass die Technischen Betriebe (TBS) die Verantwortung nun der zuständigen Regionalniederlassung Rhein-Berg von Straßen NRW übertragen haben: „Jetzt ist es die Baustelle des Landesbetriebs“, heißt es aus dem Rathaus der Klingenstadt.

Mit der Reparatur des mehr als einen halben Kilometer langen Abschnitts der Eschbachstraße wird im Laufe des Novembers – spätestens Mitte November – begonnen. „Der Auftrag an die Baufirma ist erteilt“, sagt der zuständige Projektleiter von Straßen NRW. Allerdings sei noch kein konkreter Termin klar. „Aufgrund der großen Zahl an Straßenschäden nach dem Hochwasser haben die Baufirmen nur geringe Kapazitäten.“ Bis es so weit ist, soll der Verkehr vorübergehend wieder mit einer Einbahnstraßen-Regelung halbseitig über die Eschbachstraße rollen können. „Für eine Regelung mit einer Baustellen-Ampel ist der zerstörte Abschnitt zu groß, weil die Warte- und Standzeiten zu lang geraten würden“, heißt es vonseiten des Landesbetriebs.

Zudem gilt die Freigabe nicht für Lastwagen. Die Zufahrt zum Parkplatz der Alten Schlossfabrik bleibt möglich.

Die L 407 wird in dem Bereich komplett neu aufgebaut – inklusive Trag-, Frostschutz- und Asphaltschicht. Im Rahmen dieser Arbeiten muss die Eschbachstraße abermals voll gesperrt werden. Kalkuliert wird mit einer Bauzeit von drei bis vier Monaten bis Frühjahr 2022. Mit dem Abschluss der Straßenbauarbeiten auf der Eschbachstraße eng verknüpft ist der mögliche Beginn der Sanierung der Autobahnbrücke Hünger. Die L 407/L 408 ist als Ausweichstrecke vorgesehen, wenn die Durchfahrt von Solingen über Oberburg und Hünger sowie von der A1-Ausfahrt (Fahrtrichtung Köln) nach Wermelskirchen nicht mehr möglich ist. Der Individualverkehr könnte alternativ durch Pohlhausen umgeleitet werden – nicht aber lange Lastwagen, weil sie sich in der Haarnadelkurve kurz vor dem Eschbachtal festfahren würden. Die Lkw müssten über Oberburg, Eschbachstraße und Preyersmühle nach Wermelskirchen geleitet werden.

Brücke Hünger

Seit Jahren ist die Sanierung der Brücke über die Autobahn 1 in Hünger geplant. Unter anderem werden der Oberbau und die Oberflächen-Entwässerung erneuert. Während der noch nicht datierten Bauarbeiten soll auf der L 157 eine Einbahnstraßen-Regelung aus Wermelskirchen nach Pohlhausen, Hünger und Burg gelten. Aus Solingen kommend soll der Verkehr nach Wermelskirchen über die L 407 (Eschbachstraße) und L 408 (Kellershammer/Preyersmühle) umgeleitet werden.

Große Teile der Landesstraße und der Randstreifen waren bei dem Hochwasser Mitte Juli vom Hochwasser weggespült worden.

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