Es gibt keinen Runden Tisch zum Jugendfreizeitpark

Marion Lück übte sich zur Eröffnung des Parks Anfang September im Basketball. Archivfoto: Markus Schumacher
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Marion Lück übte sich zur Eröffnung des Parks Anfang September im Basketball. Archivfoto: Markus Schumacher

Ausschussmitglieder sehen keinen Sinn im Antrag von Zukunft Wermelskirchen

Von Stephan Singer

Keine Chance räumte die jüngste Sitzung des Jugendhilfeausschusses einem Antrag der Stadtratsfraktion von Zukunft Wermelskirchen ein. Einstimmig votierte der Ausschuss gegen das von Andreas Müßener unterzeichnete Papier, worin Zukunft einen „Runden Tisch“ zum Jugendfreizeitpark fordert. Dieser sei demnach notwendig, damit die Stadtverwaltung ein Nutzungskonzept erstellt, „welches die Bedürfnisse aller Interessengruppen abbildet“, heißt es in dem Antrag.

In der Antragsbegründung hob Zukunft darauf ab, dass durch ein Konzept „auch die Interessen der Nachbarschaft in der unmittelbaren Umgebung bedient“ werden müssten.

Dem hielt Andreas Willinghöfer (Bündnis 90/Die Grünen) entgegen: „Die Sinnhaftigkeit dieses Antrags entzieht sich mir. Ein Sicherheitsdienst wird von der Stadtverwaltung eingesetzt und darüber hinaus ist das ein laufender Prozess.“ Dem pflichtete Therese Rehn (CDU) bei: „Wir sehen keinen Bedarf für diesen Antrag, das erübrigt sich.“

Zuvor hatte Bürgermeisterin Marion Lück dargelegt, dass es zwar Beschwerden von Anwohnern aus dem weiteren Bereich im Umfeld des Jugendfreizeitparks gegeben habe, die vermeintlich mit dem Park in Verbindung stünden, aber: „Aus der Verwaltung habe wir den Kontakt zu den Menschen gesucht – ich habe persönlich mit den Beschwerdeführern gesprochen. Die meisten der Beschwerden hatten nichts mit dem Jugendfreizeitpark zu tun.“

Von Zukunft Wermelskirchen war im Ausschuss niemand anwesend

Wie die Bürgermeisterin einschätzte, sei das im Grunde auch wenig verwunderlich, denn: „Die Unterschriftenliste, auf die Zukunft Wermelskirchen in dem Antrag verweist, ist fragwürdig.“ Aus ihr gehe überhaupt nicht klar hervor, wofür oder wogegen eine Unterschrift abgegeben wurde. Obwohl die Stadtratsfraktion von Zukunft keinen Sitz im Jugendhilfeausschuss hat, wäre ihr dennoch Rederecht zur Erläuterung und Erklärung ihres Antrags auf der Sitzung eingeräumt, wie es Gepflogenheit ist.

Von der Fraktion war dann im Ausschuss jedoch niemand anwesend. Dazu äußert sich der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, Frank Kaluscha: „Das war so verabredet. Aber da es wohl zeitliche Probleme gibt, ist zu diesem Tagesordnungspunkt von Zukunft niemand hier, um den Antrag vorzustellen und zu erläutern.“

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