Aktionswoche

Es geht um nachhaltige Mobilität

Der Busbahnhof in Wermelskirchen soll zu einer Mobilstation ausgebaut werden. Archivfoto: Karsten Mittelstädt
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Der Busbahnhof in Wermelskirchen soll zu einer Mobilstation ausgebaut werden. Archivfoto: Karsten Mittelstädt
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Wermelskirchen nimmt an europaweiter Aktionswoche vom 16. bis 22. September teil

Von Markus Schumacher

Wermelskirchen. Zum ersten Mal nimmt der Rheinisch-Bergische Kreis in diesem Jahr gemeinsam mit allen acht kreisangehörigen Kommunen an der Europäischen Mobilitätswoche teil. Vom 16. bis 22. September gibt es dazu auch in Wermelskirchen viele Aktionen und Angebote.

Los geht es gleich am Donnerstag, 16. September, von 15 bis 17 Uhr mit „Kinder in Bewegung“ an der Kattwinkelschen Fabrik. Offiziell eröffnet wird die Mobilitätswoche dann ab 17 Uhr vor dem Rathaus durch Bürgermeisterin Marion Lück. An der Telefgrafenstraße gibt es dann eine Fahrradausstellung mit Lastenrädern, E-Bikes, und weiteren Informationsständen. Hierfür kooperieren der Kreis, die Rheinisch-Bergische Wirtschaftsförderung, Zweiradcenter Lambeck und Krämerladen.

In Burscheid heißt es am 16. September „Mobilstation zum Anfassen“. Auf dem Raiffeisenplatz in Hilgen können dann die Angebote der Mobilstationen ausprobiert werden. Der Rheinisch-Bergische Kreis wird die neuen Bausteine Fahrradboxen und Informationsstelen mit den Verkehrsunternehmen Wupsi und RVK vorstellen und es den Bürgern ermöglichen, die neuen Mobilitätsangebote sowie das Pedelec-Verleihsystem (Bergisches E-Bike) gleich kostenlos zu testen. Ziel ist es, der Bevölkerung die Mobilstationen näherzubringen und Hemmnisse und Ängste bei der Nutzung abzubauen.

Ein Alterssimulationsanzug kann ausprobiert werden

Das Gleiche gilt dann am Freitag, 17. September, 9 bis 12 Uhr in Wermelskirchen auf dem Busbahnhof. Von 15 bis 17 Uhr wird ein Sensibilisierungsparcours am Bürgerzentrum aufgebaut. Auf einem Rollstuhl und mit einem Alterssimulationsanzug kann man dabei Handicaps hautnah erleben und verstehen.

Ein Pedelec-Training und eine Autoshow zur E-Mobilität werden am Samstag, 18. September, 10 bis 13 Uhr im Autohaus Hildebrandt, Berliner Straße 95a, angeboten. Anmeldung hierfür per Mail an: c.beyer@wermelskirchen.de.

Probefahrten mit dem Lastenrad können am Samstag, 18. September, von 11 bis 16 Uhr auf der Balkantrasse Am Wasserturm/Zenshäuschen gemacht werden. Der ADFC informiert zudem über Fahrradcodierung.

Für Jung und Alt bietet der Sonntag, 19. September, etwas. Von 13 bis 17 Uhr geht es dann am Bürgerzentrum um Mobilität im Alter. Dort gibt es dann ein Verkehrssicherheitstraining, einen Rollator-Parcours, den Bürgerbus mit Übungseinheiten zum Ein- und Aussteigen oder auch das Kennenlernen des „toten Winkels“. Kinder sollen von 15 bis 17 Uhr an der Kattwinkelschen Fabrik in Bewegung gebracht werden bei einer Straßenmalaktion.

Einen Tag später gibt es an der Katt noch eine Mal- und Fotoaktion für Kinder. Ihr eigenes Fahrzeug aus Kartons bauen Kinder am Dienstag, 21. September, 15 bis 17 Uhr, an der Katt. Die besten Konstruktionen und die Fotos und Bilder der Vortage werden prämiiert. Eine Anmeldung ist jeweils nicht erforderlich.

Begleitend zu diesen Aktionen hat der Rheinisch-Bergische Kreis einige laufende Maßnahmen organisiert, die während der Mobilitätswoche angeboten werden. Hierzu zählt der Einsatz des Bergischen Fahrrad-Busses und des Bergischen Wanderbusses, die während der Mobilitätswoche auch an den Werktagen verkehren. Zudem findet auch zeitgleich noch die Bergische Wanderwoche mit rund 100 geführten Wanderungen statt (von Samstag, 11., bis Sonntag, 26. September).

Ausführliche Informationen zu der Europäischen Mobilitätswoche und den hier geplanten Aktionen sind auf der Internetseite des Rheinisch-Bergischen Kreises zu finden.

www.rbk-direkt.de/europaeischemobilitaetswoche. aspx

Hintergrund

Die Europäische Mobilitätswoche (EMW) ist eine Kampagne der Europäischen Kommission, die jährlich vom 16. bis 22. September stattfindet. Kommunen und Städte haben mit dieser Kampagne die Möglichkeit, ihren Bürgerinnen und Bürgern die komplette Bandbreite nachhaltiger Mobilität vor Ort näherzubringen. Es können innovative Verkehrslösungen ausprobiert oder mit kreativen Ideen für eine nachhaltige Mobilität in den Kommunen geworben werden. Dabei soll gezeigt werden, dass nachhaltige Mobilität Spaß macht und praktisch gelebt werden kann.

Standpunkt

anja.siebel@rga.de

Kommentar von Anja Carolina Siebel

Lastenräder, E-Bikes, Öffentlicher Nahverkehr und vieles mehr: Das Thema nachhaltige Mobilität gewinnt immer mehr an Bedeutung. Auch im Rheinisch-Bergischen Kreis. Dass die Bürger die Konzepte dankend annehmen, wenn sie nur Spaß daran gewinnen, zeigt das Beispiel der Balkantrasse. Seit die Verbindung, vor allem für Radfahrer, zwischen Remscheid-Lennep und Leverkusen-Opladen im Jahr 2012 eröffnet wurde, nutzen sie immer mehr Menschen. Zunächst zur Freizeitgestaltung, inzwischen werden es mehr, die über die Trasse beispielsweise zu Stationen des Öffentlichen Nahverkehrs, um zum Arbeitsplatz zu gelangen. Fest steht: Es muss aus vielen unterschiedlichen Gründen etwas geschehen, um die überfüllten Straßen zu entlasten. Bisher fehlte dafür allerdings oftmals die Infrastruktur. Das soll sich jetzt verbessern. Und das ist gut so. Denn erst, wenn die Netze des Öffentlichen Nahverkehrs optimiert und auch die Bedingungen für Radfahrer verbessert sein werden, werden sich Menschen darauf einlassen, vom Auto auf andere Verkehrsmittel umzusteigen. Das kann auch erst dann Spaß machen.

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