Hochzeit

Erstes Paar traut sich bei Kerzenschein

Tanja und Dennis Bischoff freuten sich über die romantische Stimmung – wie die Standesbeamtinnen Silke Engelbracht (l.) und Katharina Witt.
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Tanja und Dennis Bischoff freuten sich über die romantische Stimmung – wie die Standesbeamtinnen Silke Engelbracht (l.) und Katharina Witt.

Das Standesamt in Wermelskirchen hat eine neue Idee umgesetzt.

Von Theresa Demski

Wermelskirchen. Tanja Bischoff strahlt. Gerade hat sie ihrem Ehemann Dennis das Ja-Wort gegeben. Und beide haben Tochter Luna fest gedrückt. „Das war viel romantischer, als ich mir jemals eine standesamtliche Trauung vorgestellt habe“, sagt die Braut und blickt sich in dem alten, kleinen Trauraum im Bürgerhaus um. In den Fenstern stehen elektronische Kerzen, die ein natürliches Kerzenflackern durch den Raum schicken. Auf dem schweren Tisch, hinter dem gerade Standesbeamtin Silke Engelbracht gesessen hat, stehen echte Kerzen. Und im ganzen Raum sind Laternen und Gläser mit Stumpenkerzen verteilt.

Zum ersten Mal hat das Standesamt am Freitag Trauungen bei Kerzenlicht ausgerichtet – vier Paare gaben sich in den Bürgerhäusern zwischen den flackernden Lichtern in den frühen Abendstunden das Ja-Wort. „Wir haben mit diesem Gedanken schon vor der Pandemie gespielt“, erzählt Standesbeamtin Katharina Witt. In Remscheid würden Candlelight-Trauungen bereits zelebriert. Die dunkle Jahreszeit mache es möglich, die besondere Atmosphäre bei Kerzenlicht zwischen 16 und 18 Uhr auch in das Standesamt zu holen, waren sich die Beamtinnen sicher – und scheuten auch nicht den Mehraufwand.

Standesbeamtinnen sind zu zweit im Einsatz

„Wir müssen bei den Trauungen bei Kerzenlicht immer zu zweit im Einsatz sein“, erzählt Katharina Witt. Während eine Standesbeamtin die Trauung vollzieht, hat die andere alle Kerzen und Lichter im Blick. Ohnehin spielte der Sicherheitsaspekt eine wesentliche Rolle bei den Vorbereitungen. „Schließlich befinden wir uns in einem alten Gebäude“, erklärt Katharina Witt. An einigen Stellen sind also ausschließlich LED-Lichter möglich. „Und die echten Kerzen stehen immer in Glasgefäßen oder Laternen“, betont die Standesbeamtin. Bei der Premiere hatten Silke Engelbracht und Katharina Witt vorsichtshalber noch zwei Notlampen im Gepäck. „Weil wir uns nicht sicher waren, ob die Kerzen auch für genug Licht sorgen“, erzählt Katharina Witt. Die Sorgen waren unbegründet. Die Kerzen sorgten für eine gemütliche Stimmung und auch für genügend Licht. Weil die Vorbereitungen mehr Zeit in Anspruch nehmen, werde künftig womöglich eine kleine Extra-Gebühr fällig. Zum Auftakt bezahlten die Paare lediglich den Wochenend-Zuschlag.

Am 14. Februar – pünktlich zum Valentinstag – wollen die Standesbeamtinnen in Wermelskirchen die nächsten Trauungen bei Kerzenschein anbieten. Anmeldungen sind noch möglich.

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