Mein Blick auf die Woche

Erster Schritt: Miteinander reden

Anja Siebel
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anja.siebel@rga.de

Große Wellen schlägt derzeit die für den 4. Juli geplante Sperrung der L 101 in Dabringhausen.

Das ist verständlich, ist doch die betreffende Landstraße für die Dabringhauser die direkte Verbindung nach Wermelskirchen, Dhünn, Dreibäumen und Hückeswagen. Und wenn sie diese Gebiete nun erreichen wollen, dass müssen sie für mindestens zehn Wochen Umwege von rund zehn Kilometern einkalkulieren. Und: Anwohner sollen zwar stets mit dem Pkw zu ihren Häusern gelangen, aber von welcher Richtung aus, das wissen sie laut der Projektleiter des Landesbetriebs wohl immer erst am selben Tag genau.

lles zusammengefasst kann das zu ganz schön viel Frust führen, wie sich auch bei der Anwohnerfragestunde diese Woche im Rathaus deutlich zeigte. Laut der Verantwortlichen ist die Baumaßnahme ohne eine Vollsperrung nicht durchführbar. Allem voran deshalb, weil die Arbeitssicherheit gewährleistet werden müsse. Das heißt zum Beispiel, dass während der Bauarbeiten an den Fahrbahnrändern ein gewisser Abstand zu den Baufahrzeugen eingehalten werden muss. Beide Seiten bringen aus ihrer Sicht also nachvollziehbare Argumente vor. Und doch kochen die Gemüter derzeit recht hoch. Ein erster Schritt war das Angebot von Straßen NRW beim Treffen im Rathaus, dass die Anwohner direkten Kontakt mit den Projektleitern aufnehmen können. Das könnte wieder ein gewisses Vertrauen schaffen. Vor allem bei jenen, die bis jetzt nicht wissen, wie sie die schwierige Zeit ab dem 4. Juli überbrücken sollen.

Torsten Mühlinghaus beispielsweise brachte sehr nachvollziehbare Argumente vor, warum er ziemlich aufgebracht der kommenden Zeit entgegensieht. Der Ortsbauer muss, um zu seinen Ländereien zu gelangen, die betreffende Strecke mehrfach in der Woche fahren. Und hat errechnet, dass er insgesamt 120 zusätzliche Arbeitsstunden benötigt, wenn er die entsprechenden Umwege fahren muss. In einem Dilemma ist auch Petra Volmer, die einen Pflegedienst in Dabringhausen betreibt und ihren Mitarbeitern normalerweise genaue Tourenpläne schreibt. Das wird aber in der nächsten Zeit so nicht möglich sein. In diesen und anderen Fällen hilft es sicher, wenn es für die Betroffenen die direkte Möglichkeit gibt, sich an die Bau-Verantwortlichen zu wenden. Es bleibt abzuwarten, ob das in der Praxis auch tatsächlich funktioniert. Denn so notwendig die Straßenbaumaßnahme zu sein scheint, so wichtig ist es auch, die Anwohner und Anlieger ins Boot zu holen. Und dazu reicht nicht ein einzelner Termin im Rathaus.

TOP Wermelskirchener siegt bei Stadtradel-Aktion.

FLOP Viele Unfälle binnen einer Woche.

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