Meilenstein für die Feuerwehr

Erster Schritt für Gerätehaus ist gemacht

Thomas Marner, Projektleiter Dino Künzer, Bauleiter Jochen Hegendorf, Marion Lück, Stefan Görnert, Architekt Thomas Rosiny, Sebastian Engelke, Hartwig Schüngel und Holger Stubenrauch schwangen schon mal die Schaufel. Fotos: Anja Carolina Siebel
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Thomas Marner, Projektleiter Dino Künzer, Bauleiter Jochen Hegendorf, Marion Lück, Stefan Görnert, Architekt Thomas Rosiny, Sebastian Engelke, Hartwig Schüngel und Holger Stubenrauch schwangen schon mal die Schaufel.

Am Donnerstag war der Spatenstich für die Feuerwehr in Dabringhausen.

Von Anja Carolina Siebel

Bürgermeisterin Marion Lück und Hartwig Schüngel (Gebäudemanagement) zeigen den Gebäudeplan für das neue Gerätehaus in Dabringhausen.

Bei leichtem Nieselregen in der Matsche stehend, leuchteten am Donnerstagvormittag dennoch einige Augen. Vor allem die von Feuerwehrchef Holger Stubenrauch und Sebastian Engelke, Zugführer beim Löschzug Dabringhausen. Zu Recht, denn lange hatten die Feuerwehrleute auf diesen Augenblick gewartet: den ersten Spatenstich für das neue Gerätehaus Auf der Hufuhr in Dabringhausen.

Wie berichtet, hatte die Stadtverwaltung das Wiesengelände von der Firma Provita abgekauft. Derzeit fahren Bagger bereits die Muttererde ab, die zu einem Gartenbauunternehmen nach Wuppertal gefahren wird.

„Wir sind mit dem Bau exakt im Zeitplan“, freute sich der Technische Beigeordnete Thomas Marner, der wie Bürgermeisterin Marion Lück mit Baustellenjacke, leuchtend gelben Gummistiefeln und Bauhelm bestens ausgerüstet war für den ersten Spatenstich.

Im August 2022 soll das Gebäude nutzbar sein

Im August 2022 soll das Gebäude Auf der Hufuhr (direkt neben der Firma Provita) fertig sein. 3600 Quadratmeter groß ist das Grundstück, der Innenraum mit Sanitärräumen, Seminarräumen, Fahrzeughallen und speziellen Räumen zum Wechseln kontaminierter Kleidung wird rund 1300 Quadratmeter umfassen. Zur Umgehungsstraße hin wird es eine Blaulichtausfahrt geben. Die Wehrleute befahren das Gelände ansonsten von der Straße Auf der Hufuhr und finden auf der Rückseite dann ausreichend Parkmöglichkeiten.

„Wir freuen uns über mehr Platz, mehr Möglichkeiten zum Treffen und für Lehrgänge, aber natürlich auch über mehr Sicherheit.

Wie berichtet, war das alte Gerätehaus an der Altenberger Straße marode und in die Jahre gekommen. Anfang 2018 hatte die Verwaltung deshalb einen Container angemietet, um den Feuerwehrleuten in Dabringhausen mehr Platz zu bieten. Den brauchten sie auch dringend, denn vorher mussten sie sich vor einem Einsatz dicht neben schon laufenden Fahrzeugen in der engen Wagenhalle ankleiden. Teilweise bestand dabei offenbar Lebensgefahr.

Beigeordneter Stefan Görnert erinnerte noch einmal daran, wie viele Versäumnisse die Wermelskirchener Feuerwehr bezüglich der Gerätehäuser schon hatte wegstecken müssen. „Seit mehreren Jahrzehnten warten die Wehrleute, dass die Gerätehäuser erneuert werden. Das hier ist ein erster Schritt in die richtige Richtung.“ Gebäudeamtsleiter Hartwig Schüngel bestätigte, dass alle Gerätehäuser im Stadtgebiet in die Jahre gekommen sind. „Der Neubau in Dabringhausen soll für uns also auch eine Art Blaupause sein für den Bau weiterer Häuser.“ Das sei vor allem deshalb sinnvoll, weil bei gleicher Bauweise das Inventar wie Rolltore oder Fenster von denselben Firmen gewartet werden kann.

Rund fünf Millionen Euro soll der Bau kosten. „Wir peilen allerdings immer an, es günstiger werden zu lassen“, unterstrich Projektleiter Thomas Künzer.

Was nach Fertigstellung des Neubaus mit dem alten Gerätehaus an der Altenberger Straße passieren soll, stehe noch nicht fest, berichtete Thomas Marner. Es sei aber im Besitz der Stadt. Das ebenfalls betagte Gerätehaus in Dabringhausen-Kreckersweg, das nur noch zum Unterstellen von Fahrzeugen dient, werde aber weiter in Nutzung bleiben, sagte Holger Stubenrauch auf Nachfrage. Die Löschzüge Kreckersweg und Dabringhausen waren vor einiger Zeit zusammengelegt worden.

Wann es mit dem Bau oder der Sanierung der übrigen Gerätehäuser losginge, stehe noch nicht fest. „Wir hoffen erstmal, dass wir im August 2022 die Eröffnung in Dabringhausen feiern können“, sagte Thomas Marner. Dann, so hoffen auch Sebastian Engelke, Holger Stubenrauch und die Feuerwehr-Kameraden aus Dabringhausen, mit einer größeren gemeinsamen Feier. „Wir freuen uns aber auch auf Seminare und Lehrgänge im Haus und auf dem Gelände“, betonte Holger Stubenrauch. | Standpunkt

Standpunkt: Das war überfällig

Von Anja Carolina Siebel

anja.siebel@rga-online.de

Das war schon lange überfällig. Viele Jahre bevor die jetzige Stadtspitze und auch die davor im Amt waren, standen die Belange der Feuerwehr quasi hinten an. Es wurde zwar großmundig versprochen, gehandelt wurde aber trotz bestehenden Brandschutzbedarfsplans schlicht nicht. Was fatale Folgen hatte. Anschauen kann man sich diese Folgen bei einem Besuch der Feuerwehrgerätehäuser, beispielsweise in Tente oder Eipringhausen. Sie sind nicht nur in die Jahre gekommen, sondern marode. In Dabringhausen, am Gerätehaus Altenberger Straße, wurde vor drei Jahren ein erster Schritt gemacht.

Die Stadt mietete für die freiwilligen Feuerwehrleute Container an, um mehr Platz zu schaffen. Der war auch dringend nötig, denn in der engen Wagenhalle waren die Wehrleute bei Einsätzen in Lebensgefahr. Unfassbar, dass in Wermelskirchen jahrelang dort geschlampt wurde, wo Menschen arbeiten, die zur Rettung von Menschenleben im Einsatz sind. Positiv aber, dass inzwischen, und auch schon während der Amtszeit von Rainer Bleek, Verwaltungsmitarbeiter am Werk waren und sind, die den Ernst der Lage begriffen haben.

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