Erst einmal genießen, was gerade geht

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Von Anja Carolina Siebel

Die Freundin, die ähnlich unter der tristen Zeit des Lockdowns gelitten hat wie die Verfasserin, flippte dieser Tage beinahe am Telefon aus. „Fitnessstudio, Freizeitpark, Essengehen, Schwimmen – ich hab wirklich alles mitgenommen diese Woche, was mir möglich war. Das war vielleicht klasse.“ Und demnächst, ist ja logisch, ziehen wir auch wieder zusammen los. Es ist schon befreiend und schön zu sehen, wie das Leben wieder erwacht, wie die Musik in den Biergärten anklingt, die Menschen sich wieder treffen, gemeinsam etwas feiern und fröhlich sind. Und doch ist da immer noch ein bisschen Vorsicht in den Gesprächen – und in den Gesichtern. Da ruft die Frau am Büchertisch, die einen versehentlich am Arm berührt hat: „Ich bin aber geimpft“. Und der alte Schulfreund, den man in der Stadt trifft, ist sich noch nicht wirklich sicher, ob er sich auf den Sommerurlaub im August mit seiner ganzen Familie freuen soll – oder besser nicht: „Man weiß ja nicht, ob nicht doch noch mal alles dichtmacht.“ Aber ein bisschen freuen, das ist ja nicht verkehrt. Und spendet auch Kraft. Und sollte dann „doch wieder alles dichtmachen“, dann haben wir doch wenigstens unseren Sommer so richtig genossen. Ist doch auch schon mal was.

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