„Schloss Haniel“

Eröffnung des Gesundheitscamps verzögert sich

Wer im Gesundheitscamp im ehemaligen „Schloss Haniel“ behandelt werden soll, ist unklar.
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Wer im Gesundheitscamp im ehemaligen „Schloss Haniel“ behandelt werden soll, ist unklar.

Arbeiten haben sich verzögert – Neuer Termin ist der 1. April 2023

Von Theresa Demski

Wermelskirchen. Die Eröffnung des Gesundheitscamps „Schloss Haniel“ verzögert sich. „Der Mietvertrag mit dem Betreiber sieht eine Eröffnung am 1. April 2023 vor“, heißt es in einem Schreiber der Kanzlei, die für die neue Eigentümerin „Stranger + Friends“ aus Köln Presseanfragen beantwortet. Ursprünglich war wie berichtet von einer Eröffnung im Frühjahr 2022 die Rede gewesen, der Startschuss war dann auf Herbst 2022 verlegt worden. „Es müssen eine neue Brandmeldeanlage und eine neue Sicherheitsbeleuchtungsanlage errichtet werden“, erklärt die Kanzlei auf Nachfrage, „die – bedingt durch die weltpolitische Lage – jeweils erhebliche Lieferzeiten haben.“

Darüber hinaus werde ein neues Glasfaserkabel von der Hauptstraße eingebracht, was eine vorherige Genehmigung der Bundesnetzagentur vorausgesetzt habe. Die bestehende Infrastruktur habe zum Betrieb der geplanten Einrichtung bisher nicht ausgereicht. Diese Genehmigung liege nun vor.

Auch die Zielgruppe des neuen Gesundheitscamps hat sich in den vergangenen neun Monaten verändert: Nachdem das Erzbistum Köln im April 2021 die Schließung des Tagungshotels angekündigt hatte, war „Stranger + Friends“ im Frühling 2022 als neue Eigentümerin vorgestellt worden – mit dem Konzept eines „Gesundheitscamps“ im Gepäck: Wie schon in Kirchhundem sollte in Maria in der Aue ein Camp für übergewichtige Kinder entstehen. Im Juni gab die neue Eigentümerin auf Nachfrage dann bekannt, dass sich dieses Konzept als „nicht sinnvoll“ erwiesen habe und künftig traumatisierte Soldaten in Schloss Haniel behandelt werden sollten. Inzwischen heißt es auf die Frage nach der Zielgruppe: „Behandlungsschwerpunkte sind alle psychosomatischen Behandlungsformen.“

Wärmehaus soll Energie liefern

Dafür laufen weiter die Vorbereitungen: Am ehemaligen Tagungshotel Maria in der Aue entsteht ein neues Wärmehaus. Das sei erforderlich, weil bisher nur eine alte Ölheizung vorhanden sei und kein Gasnetz bestehe. Weil ein Objekt dieser Größe aber mehr als 100 000 Liter Heizöl im Jahr verbrauche, habe die neue Eigentümerin das alte Modell für wirtschaftlich nicht vertretbar gehalten, informiert die Kanzlei.

Wie hoch die Investitionssumme am Schloss nun insgesamt sei? „Angaben zum konkreten Investment macht unsere Mandantin nicht“, heißt es dazu von der Kanzlei. Es handle sich um ein Gebäude aus dem Jahr 1920. Dieses habe daher einen entsprechend hohen Renovierungsbedarf – vor allem hinsichtlich der Energetik und Inneneinrichtung.

Der Anbau ist unterdessen fertig renoviert. „40 Zimmer gehen vorübergehend in die Vermietung“, informiert der Anwalt. Und ein Blick in die üblichen Reiservergleichsportale im Internet zeigt: In Schloss Haniel hat ein „Pop-Up-Hotel“ eröffnet. Wer in die Definition des Begriffs blickt, erfährt: „Ein Pop-up-Hotel ist ein temporäres Hotel, das sich vor dem Umzug nur für kurze Zeit an einem Ort befindet“.Schließlich sollen im April bereits die Patienten in das Gesundheitscamp einziehen. Die Schlüsselpositionen für das Personal im Camp seien übrigens besetzt, informiert die Kanzlei. Die darüber hinausgehende Personalsuche obliege dem Betreiber des künftigen Camps. Andere Fragen hingegen scheinen weiterhin offen zu sein: Kreis und Stadt hatten im Sommer bestätigt, dass der Holzzaun am Schloss ohne Baugenehmigung errichtet worden war. Ob sich diese Situation geklärt habe? Die Stadt will dazu keine Angaben machen. Die Kanzlei erklärt: „Der Architekt unserer Mandantin befindet sich in der Klärung der Angelegenheit.“ Inzwischen seien hinter dem Zaun neue Tiere eingezogen. Auch auf die Nachfrage bei der Stadt, ob mit der neuen Eigentümerin eine Einigung über mögliche Parkplätze für Wanderer getroffen worden sei, gibt es keine Antwort.

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