Polizei und Staatsanwaltschaft

Drei Schwerverletzte nach versuchtem Mord in Wermelskirchen

Die Polizei und die Staatsanwaltschaft ermitteln gegen einen 28-Jährigen.
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Die Polizei und die Staatsanwaltschaft ermitteln gegen einen 28-Jährigen.

Ein 28-jähriger Wermelskirchener steht in Verdacht seine Eltern mir einer Axt schwer verletzt zu haben.

+++ Update, 16.35 Uhr+++

Von Anja Carolina Siebel

Zunächst lautete die Meldung der Polizei, am Freitagmorgen sei ein Mann von der Autobahnbrücke kurz vor der Anschlussstelle Wermelskirchen auf die A 1 gesprungen. Mehrere Autos hatten versucht, auszuweichen, und waren dabei zum Teil zusammengestoßen. Zum Glück hatte es unter ihnen keine Verletzten, sondern nur Blechschäden gegeben.

Später lieferten Kölner Polizei und Staatsanwaltschaft mehr erschütternde Details zu diesem Vorfall. Ersten Ermittlungen zufolge soll ein 28-jähriger Wermelskirchener am frühen Freitagmorgen gegen 4.40 Uhr versucht haben, seine Eltern im gemeinsam bewohnten Haus mit einer Axt zu töten. Wie der ermittelnde Staatsanwalt Ulrich Bremer auf Nachfrage mitteilt, soll der Vater des Mannes dabei lebensgefährlich, die Mutter schwer verletzt worden sein. Beide liegen in einem Krankenhaus, der Vater schwebt in Lebensgefahr. Der 28-jährige Sohn soll laut Polizeibericht zunächst vom Tatort geflüchtet sein. Nach aktuellem Ermittlungsstand sprang er gegen 7.30 Uhr, mutmaßlich in suizidaler Absicht, von der Brücke in Höhe der Anschlussstelle Wermelskirchen auf die Bundesautobahn 1.

Eine Kölner Mordkommission hat am Freitagmorgen die Ermittlungen wegen versuchter Tötung aufgenommen. „Die Festnahme des Mannes wurde ausgesprochen, wir gehen davon aus, dass am Samstag ein Haftbefehl gegen ihn erlassen wird“, sagt Staatsanwalt Bremer.

28-Jähriger liegt schwer verletzt im Krankenhaus

Allerdings liege auch der 28-Jährige derzeit im Krankenhaus, sei infolge seines Sprunges lebensgefährlich verletzt und derzeit nicht vernehmungsfähig. Warum der Mann seine Eltern töten wollte, ist derzeit unklar und Gegenstand der Ermittlungen. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass mit näheren Erkenntnissen zu den Hintergründen der grausamen Tat erst Anfang der kommenden Woche zu rechnen sei.

Wegen des Polizei- und Rettungseinsatzes auf dem Autobahnabschnitt zwischen Remscheid und Wermelskirchen war die A 1 am Freitagmorgen für kurze Zeit voll gesperrt. Das teilte die Polizei auf Nachfrage mit. Unter anderem waren laut Mitteilung in Höhe Wermelskirchen mehrere Autos bei einem Ausweichmanöver beschädigt worden. Hinter der Einsatzstelle des Rettungsdienstes bildete sich ein langer Stau.

Die Polizei leitete den Verkehr ab der Anschlussstelle Remscheid ab. Wie die zuständige Autobahnpolizei Köln auf Nachfrage mitteilt, war die Fahrbahn ab 9.20 Uhr bereits wieder freigegeben. Auf der A 1 hatten sich während der Unfallaufnahme und Bergung allerdings mehrere Kilometer Stau gebildet. Auch die Ausweichstrecken in Remscheid rund um Trecknase und auf der B 51 waren stark überlastet. Die Strecke von Remscheid-Lennep nach Wermelskirchen war noch einige Stunden nach dem Unfall dicht.

+++Update, 1. Oktober, 15.10 Uhr+++

Wermelskirchen. Die Kölner Mordkommission hat am Freitag, 1. Oktober, einen 28-Jährigen aus Wermelskirchen festgenommen. Der Mann steht in Verdacht seine Eltern gegen 4.40 Uhr mit einer Axt schwer verletzt zu haben.

Anschließend soll er vom Tatort geflüchtete sein und gegen 7.30 Uhr von einer Autobahnbrücke in Höhe der Anschlussstelle Wermelskirchen auf die A1 gesprungen sein, heißt es in einem Bericht der Polizei. Er zog sich dabei lebensgefährliche Verletzungen zu.

Zum Gesundheitszustand der Eltern machte die Polizei bisher noch keine Angaben. Die Hintergründe der Tat seien derzeit unklar, die Ermittlungen laufen, heißt es von der Polizei.

Weitere Informationen folgen.

Telefonseelsorge

Generell berichten wir nicht über Selbsttötungen oder Selbsttötungsversuche, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existenziellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge: Tel. (08 00) 1 11 01 11

Unsere Meldung vom 1. Oktober, 9.34 Uhr: A1 zwischen Remscheid und Wermelskirchen wieder freigegeben

Die A1 zwischen Remscheid und Wermelskirchen ist wieder freigegeben. Es wird allerdings noch etwas dauern, bis sich der Stau aufgelöst hat.

Die A1 ist aktuell gesperrt (Symbolfoto).

Wegen eines Polizei- und Rettungseinsatzes zwischen Remscheid und Wermelskirchen war die A1 am Morgen voll gesperrt. Unter anderem waren in Höhe Wermelskirchen mehrere Autos bei einem Ausweichmanöver beschädigt worden. Hinter der Einsatzstelle des Rettungsdienstes bildete sich ein langer Stau. Die Polizei leitete den Verkehr ab der Anschlussstelle Remscheid ab. Auf der A1 bildeten sich mehrere Kilometer Stau. Auch die Ausweichstrecken in Remscheid rund um Trecknase und B51 waren stark überlastet.

„Die Fahrbahn ist inzwischen wieder freigegeben. Allerdings haben wir noch einige Liegenbleiber, die innerhalb der Vollsperrung standen“, heißt es von der Kölner Autobahnpolizei.

Umleitung ab der Preyersmühle: Bliedinghauser Straße wird zur Einbahnstraße

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