Sport

Erinnerungen verbinden  jüngere und ältere Handballer

Die Handballer der WTV-Geschichte trafen sich in der Centrale – wie etwa Bernd Schröder, Günther vom Hoff und Thomas Weinberger (vorne, v. l.).
+
Die Handballer der WTV-Geschichte trafen sich in der Centrale – wie etwa Bernd Schröder, Günther vom Hoff und Thomas Weinberger (vorne, v. l.).

Wiedersehen der WTV-Sportler.

Von Theresa Demski

Wermelskirchen. Bernd Schröder krempelt sein Hosenbein hoch. „Schwarze Flecken“, sagt er trocken, „der Handball hat Spuren hinterlassen.“ Und dann erzählt er von damals, als die WTV-Handballer noch auf Asche spielten. Feldhandball. Da kamen am Sonntagmorgen 800, auch mal 1000 Fans auf den Platz.

Ob der Feldhandball nicht sehr schmerzhaft gewesen sei? Die Asche hinterließ die schwarzen Spuren, wenn Wunden heilten. „Schmerzen hatte ich vor allem, als ich mir die Nase gebrochen habe“, sagt Bernd Schröder, „aber das war später in der Halle.“ Und da begegnete er dann auch Thomas Weinberger. „Ich hatte schon mit seinem Vater auf dem Platz gestanden“, erzählt Schröder. Und Weinberger lacht. Irgendwie sei der WTV-Handball eben wie eine große Familie.

Und deswegen sei es auch höchste Zeit gewesen, mal ein Treffen auf die Beine zu stellen, bei dem die älteren und noch etwas jüngeren Handballer der WTV-Geschichte an einem Tisch zusammenkommen. „Die Jüngeren treffen sich regelmäßig, die Älteren auch“, sagt Weinberger in der Centrale, „jetzt haben wir es mal geschafft, alle zusammen zu holen.“

30 Männer sind gekommen und es braucht kaum eine Minute, um warm zu werden. Erinnerungen verbinden eben. Gerade kommt Dirk Hulverscheidt in die Kneipe. Er sei etwas spät, entschuldigt er sich. „Ich war noch beim Spiel“, sagt er dann und deutet auf die Eintrittskarte. Heute spielt sein Sohn für den WTV. „Landesliga“, sagt Bernd Schröder lächelnd, „wir haben wieder eine Mannschaft. Und es macht wirklich Spaß, den Jungs zuzugucken.“ Dann werden die Spieler der WTV-Geschichte gelegentlich auch an ihre eigene aktive Zeit erinnert: Schröder spielte seit 1962 in der Seniorenmannschaft, der jüngere Weinberger seit 1979. „Wir kannten uns damals alle“, sagt Thomas Weinberger. Sogar über die Grenzen des eigenen Sports hinaus.

Handballer und Fußballer hatten ein gutes Verhältnis

Gelegentlich, wenn dem SV 09 die Fußballer fehlten, sprang Bernd Schröder nach dem Handballspiel am Morgen dann nachmittags bei den Fußballern ein. „Wir hatten immer ein gutes Verhältnis“, erzählt er. Handballer und Fußballer hätten sich gelegentlich zum gemeinsamen Fußballspielen getroffen. „Handball haben wir nur einmal ausprobiert, aber das hatte keinen Zweck mit den Fußballern“, sagt Schröder schmunzelnd. Und dann beginnen die Männer von erfolgreichen Zeiten zu erzählen – von Aufstiegen und jenen Zeiten, als sie in die Halle nach Remscheid ausweichen mussten, weil die eigene Halle den Fan-Kapazitäten nicht mehr gewachsen war.

An die Aufstiege erinnern sich die WTV-Handballer, als sei es gestern gewesen: „Wir haben gefeiert“, sagt Weinberger und dann erzählen die beiden Männer von den Vereinslokalen. Erst hätten sie sich bei Alfred Lob am Schwanen getroffen, später im Keil. „Ach“, sagen sie unisono, „es hat sich viel verändert.“

Die Handballer wurden weniger, die Mannschaften schrumpften und bildeten Spielgemeinschaften. „Aber wir haben das Gefühl, das Interesse am Handball wächst wieder“, sagt Weinberger. Die Spieler des TuS spielen mit den Bergischen Panthern in der Dritten Liga und der WTV-Handball ist vor rund zwei Jahren zurückgekehrt.

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Schon kleine Veränderungen werden ertastet
Schon kleine Veränderungen werden ertastet
Schon kleine Veränderungen werden ertastet
Spatzenhof: Regionale Küche im ungewöhnlichen Gewand
Spatzenhof: Regionale Küche im ungewöhnlichen Gewand
Spatzenhof: Regionale Küche im ungewöhnlichen Gewand
IHK sieht eine „herausfordernde“ Lage
IHK sieht eine „herausfordernde“ Lage
IHK sieht eine „herausfordernde“ Lage
Betrüger schocken Opfer am Telefon
Betrüger schocken Opfer am Telefon
Betrüger schocken Opfer am Telefon

Kommentare