Zum Erhalt der Kultur müssen alle mitziehen

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Die Woche

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Von Anja Carolina Siebel

Dass die Kulturschaffenden ihre Kräfte bündeln müssen, dazu rief in dieser Woche Michael Dierks, Hausherr im Haus Eifgen und Vorsitzender der Kulturinitiative, auf. Und damit hat er etwas Entscheidendes gesagt. Denn im November werden die Einnahmen in allen Kulturstätten gleich null sein. Keine Theateraufführungen, keine Konzerte, keine Comedy in der Kattwinkelschen Fabrik. Die Vorhänge sind geschlossen, die Bühnen bleiben leer. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie beuteln vor allem jene, die direkt oder indirekt mit der Freizeitgestaltung von Menschen zu tun haben. Denn dieser Bereich liegt wegen der starken Beschränkungen, die der Bund erst einmal für den November ausgesetzt hat, völlig brach. Wenn es aber auch nach der Corona-Pandemie noch Kunst und Kultur in der Region geben soll, ist es wohl dringend notwendig, zusammenzuhalten und – wie Michael Dierks sagt – eben die Kräfte zu bündeln. Aber es ist auch wichtig, dass die Bevölkerung mitzieht. Theater-Abos können beispielsweise aufrechterhalten und bereits erworbene Karten gezahlt werden. „Ohne Kunst und Kultur wird’s still“ lautet ein Slogan, der zurzeit im Internet viral geht. Und das ist eben auch so.

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Leidtragende unter der Corona-Pandemie sind ebenfalls die Bedürftigen, die derzeit von der Tafel nicht versorgt werden. Die Gründe dafür sind nachvollziehbar. Zu hoch sei das Infektionsrisiko beim Zusammentreffen an der Lebensmittelausgabe – sowohl für die Kunden der Tafel als aber auch für die ehrenamtlichen Helfer, die oftmals höheren Alters sind. Also hat das Team um Tafel-Vorsitzende Brigitte Krips entschieden, den Betrieb erst einmal auszusetzen. Die Bedürftigen sind somit auf sich allein gestellt – oder können allenfalls das Angebot des Offenen Mittagstischs an der Thomas-Mann-Straße nutzen. Auch dort gibt es indes kein gemeinsames Mittagessen mehr, sondern nur die Vergabe haltbarer Lebensmittel. Aber immerhin. Klar ist, dass sich die Ehrenamtler der Tafel eine Alternative überlegen müssen für die Zeit nach November. Denn bis heute steht nicht fest, ob die Situation sich dann verbessert hat, die Infektionszahlen wieder auf einen moderaten Bereich gesunken sein werden. Der Bedarf an günstigen Lebensmitteln ist aber nach wie vor vorhanden, auch im vergleichsweise kleinen Wermelskirchen. Das bestätigen die Helfer der Tafel und des Mittagstischs. Also ist es wichtig, das Angebot weiterzuführen – ganz gleich, wie es in der Corona-Pandemie weitergeht. Denn Armut fragt nicht nach Infektionszahlen.

In der neuen Arbeitsgemeinschaft 60plus wollen Senioren für ihre Ziele einstehen.

Betrüger geben sich als Mitarbeiter des Gesund- heitsamtes aus.

anja.siebel @rga-online.de

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