Entscheidung gegen Karnevalsfeiern ist vernünftig

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Die Woche

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Von Anja Carolina Siebel

Was für ein aufregender Start in die neue Woche. Wermelskirchen hat eine neue Bürgermeisterin. Das kam für die meisten überraschend. Das Gros der Ortspolitiker und auch die beteiligten Bürgermeisterkandidaten hatten eher mit einer Stichwahl gerechnet als damit, dass Marion Lück am Sonntagabend gleich durchmarschieren würde. Da hat so manch einer seinen Hut gelupft. Noch bis Ende Oktober sind der amtierende Bürgermeister Rainer Bleek und der aktuelle Rat im Amt, dann konstituiert sich in Wermelskirchen alles neu. Ämter werden neu besetzt, die Ausschüsse werden anders aufgestellt. Und wenn auch die Niederlage für den einen oder anderen „ganz schön heavy“ war: Dann gilt es, neue Akzente zu setzen.

Es gibt viele Aufgaben in der Stadt, die bleiben. Das neue Hallenbad will gebaut werden, die Fördermittel für das Integrierte Entwicklungs- und Handlungskonzept (IKEHK) müssen intelligent verteilt und der Brandschutzbedarfsplan umgesetzt werden. Für die neue Bürgermeisterin und ihr Team sicher eine Herausforderung. Aber Marion Lück ist ins Rennen gegangen mit der Maßgabe, auf Gemeinschaft zu setzen. Und bei wichtigen Entscheidungen auch die Bürger ins Boot zu holen. Die Wermelskirchener dürfen also auf die Entwicklung gespannt sein. Spannend wird es aber auch innerhalb des Stadtrats. Wer wird mit wem kooperieren, wie werden die Ausschüsse besetzt und geleitet, und wie gestalten sich die Aufsichtsräte von Krankenhaus und BEW? All das wird sich im November herausstellen und Politik und Verwaltung ganz schön beschäftigen. Kurzum: Es herrscht Aufbruchsstimmung in Wermelskirchen. Und das kann ja eigentlich nie verkehrt sein.

Jecken auf dem Karnevalswagen, bunte Sitzungen in der Mehrzweckhalle, Schunkeln und feiern im Februar. Auf all das müssen die Dabringhauser diese Session verzichten. Der Dabringhauser Festausschuss hat entschieden, die offiziellen Karnevalsveranstaltungen wegen der Corona-Pandemie diesmal ausfallen zu lassen.

Gerade für die passionierten Karnevalisten ist das bitter, aber trotzdem nachvollziehbar und vernünftig. Denn die Gefahr von Infektionen ist, das hat man bereits vergangenes Jahr im Karneval gesehen, viel zu hoch. Zu vorgerückter Stunde und mit steigender Promillezahl fallen dann eben doch oft die Hemmschwellen, und die guten Vorsätze sind dahin. Für die Veranstalter und dann letztlich auch für die Teilnehmenden ein unabschätzbares Risiko. Und mal ehrlich: Karneval ohne sich in den Armen zu liegen ist doch wie Sekt ohne Kohlensäure.

Leih-E-Bikes am Bahnhof werden gut an- genommen.

Die Corona- Zahlen steigen.

anja.siebel @rga-online.de

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