Der Bedarf an Kaminholz in Wermelskirchen steigt

Energiepreise: Viele Fragen sind offen

Trotz kälterer Temperaturen lohnt es im kommenden Herbst, die Temperatur etwas runterzudrehen.
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Trotz kälterer Temperaturen lohnt es im kommenden Herbst, die Temperatur etwas runterzudrehen.

Experten geben Tipps zum Ressourcensparen.

Von Lara Steffens

Wermelskirchen. Die Gaspipeline Nordstream 1 ist bereits seit ein paar Tagen abgeschaltet. Ob sie nach den Wartungsarbeiten wieder ans Netz geht, ist ungewiss. Mit steigenden Energiekosten ist zu rechnen.

Revierförster Stefan Springer, dessen Revier Solingen und Wermelskirchen umfasst, berichtet von seinem Verkauf von Kaminholz. „Die Nachfrage hat extrem zugenommen. Ich kriege seit Wochen täglich einen Anruf oder eine E-Mail von Neukunden“, sagt er. Am beliebtesten sei das Laubholz, also Buche oder Eiche, inzwischen seien die Leute aber auch deutlich empfänglicher für alle anderen Holzarten, zum Beispiel für Fichtenholz.

Kaminholz von Herbst 2021 schon verkauft

Das Holz wird immer im Herbst eingeschlagen und muss dann ein halbes bis ein Jahr lang eingelagert werden, „bis es dann ordentlich verfeuert werden kann“, erklärt Springer. Daher sei das gesamte Kaminholz von Herbst 2021 bereits verkauft worden. Zur Menge an Holz, die der Revierförster verkauft, sagt er: „Ich habe in einem normalen Jahr etwa 300 Festbrennhölzer verkauft, wenn ich alle Anfragen bedienen könnte, würde ich wahrscheinlich beim Doppelten bis Dreifachen liegen.“ Springer berichtet, er müsse inzwischen eigentlich jede Anfrage ablehnen.

Norman Beuth, Unternehmer für Heizung, Sanitär und Lüftung aus Wermelskirchen, gibt den Bürgern ein paar Tipps an die Hand, damit sie im Winter Kosten beim Heizen einsparen können: „Was man sich immer fragen sollte, ist, muss man jeden Tag eine halbe Stunde lang duschen? Und muss man wirklich in der ganzen Wohnung die Heizungen auf 23 Grad einstellen?“ Daneben sei es wichtig, im Keller zu überprüfen, „ob die Rohre gescheit isoliert sind“ und ob in den Heizungen eine Nachtabsenkung programmiert ist, die mithilfe einer Zeitschaltuhr geregelt wird.

Auf Anfrage erklärt Thomas Erbslöher von der BEW, dass den etwa 4000 Kunden mit Altverträgen in Wermelskirchen ab dem 1. August eine Preiserhöhung droht. Der Heizgaskunde muss dann 15,50 Cent für eine Kilowattstunde bezahlen, der Grundpreis für ein Jahr beträgt 240 Euro. Trotz der Preiserhöhungen blieben die meisten Kunden in ihren Altverträgen, einige sind jedoch zu einem alternativen Treueprogramm gewechselt.

Die nächste Erhöhung soll dann zum 1. Januar 2023 kommen, aber nur dort, wo eine Preisanpassung möglich ist. Kunden, die sich frühzeitig für einen Vertrag mit einer Laufzeit bis Ende 2023 oder länger entschieden haben, sind auf der sicheren Seite. Erbslöher rechnet dann mit einer Erhöhung um mindestens das Doppelte im Vergleich zum alten Preis. Genau lasse sich der Preis aber noch nicht bestimmen, „weil sich die Beschaffungssituation aufgrund der aktuellen Kriegssituation und den sich daraus ergebenen Turbulenzen ständig ändert“, sagt er.

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