MGV Dhünn

Endlich wieder Weihnachtssingen

Sie laden zum Weihnachtssingen des MGV Dhünn in der Kirche ein: Achim Burghoff, Christian Plank und Vorsitzender Wolfgang Weber.
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Sie laden zum Weihnachtssingen des MGV Dhünn in der Kirche ein: Achim Burghoff, Christian Plank und Vorsitzender Wolfgang Weber.

Nach langer Pause lädt der Männergesangverein am vierten Advent in die kleine Dhünnsche Kirche ein.

Von Theresa Demski

Wermelskirchen. Sie werden Weihnachtsmelodien durch die kleine Dhünnsche Kirche schicken. Die Orgel wird zum Mitsingen einladen. Und die Vorfreude auf das Fest wird in der Luft liegen. Der Männergesangverein (MGV) aus Dhünn lädt zum Weihnachtssingen ein: Das hat Tradition und doch wird nach den drei Jahren Pause auch eine leise Wehmut in der Luft liegen. „Wir haben lange überlegt, ob wir das Konzert auf die Beine stellen“, sagt MGV-Vorsitzender Wolfgang Weber. Der Chor sei während der Pandemie geschrumpft, Proben hätten lange nur unregelmäßig stattfinden können und ihren großen Dirigentenwechsel mussten die Männer auch verschieben. „Aber am Ende haben wir uns für das Weihnachtssingen entschieden“, sagt Weber, „aus Verbundenheit mit dem Dorf.“

Und auch ihren neuen Dirigenten Oliver Firl konnten sie schließlich für ihren Plan begeistern. Schon vor der Pandemie hatte Jürgen Kohlgrüber seinen Rücktritt aus Altersgründen angekündigt, der Vereinsvorstand hatte Oliver Firl als Nachfolger gewinnen können. Dann kam dem Chor aber die Pandemie dazwischen.

Seit über einem Jahr proben die Sänger nun wieder gemeinsam. Sie haben schon bei befreundeten Chören auf der Bühne gestanden und die Weihnachtslieder liegen ihnen ohnehin im Blut. „Außerdem hat unser Chorleiter angekündigt, beim Konzert Orgel zu spielen und auch zwei Stücke selbst zu singen“, kündigt Weber an. Auch das Publikum wird gefragt sein.

Die Tradition soll nach denschwierigen Jahren weiterleben

Die große musikalische Jubiläumsfeier, die der MGV vor zwei Jahren eigentlich zu seinem 175. Geburtstag hatte feiern wollen, wird das Weihnachtssingen allerdings nicht ersetzen können. „Wir hatten große Pläne“, erinnert Weber an das geplante Konzert mit den Mainzer Hofsängern. Der Termin fiel dem Lockdown zum Opfer. Als der Männergesangverein das Konzert im vergangenen Jahr nachholen wollte, war der Kartenverkauf noch so zögerlich, dass der Termin schließlich abgesagt wurde. Auch der geplante Kommers zum Jubiläum wurde gestrichen. Mittlerweile lohne es sich nicht mehr zu feiern, sagt Weber, Aber die liebgewonnene Weihnachtstradition soll wiederbelebt werden.

Wenn die Männer am vierten Advent in der Dhünner Kirche Aufstellung beziehen, dann feiern sie auch ein bisschen, dass es sie noch gibt: Schließlich hat in den vergangenen Jahren ein Chor nach dem anderen die Segel gestrichen. „Und Corona hat das Chorsterben noch verstärkt“, sagt Weber. Die Liedertafel, der Sängerbund, die Chöre der Gemeinden und des CVJM: Eine bunte Chorlandschaft prägte das Dorf. Das gehöre zur Geschichte Dhünns, sagen die Männer. „Wenn wir alle zusammen gesungen haben, waren wir weit über 100 Sänger“, erzählt Weber und erzählt von Weinfesten und Maifeiern und Gesangseinlagen auf der Kirmes.

„Wir halten die Tradition noch am Leben“, sagt Weber, „und wir hoffen, uns gelingt das auch noch eine Weile.“ Vor allem der Gemeinschaft zu Liebe. Schon sein Vater sei zum Männerchor gegangen, jede Woche. Seine Mutter habe immer gesagt: Das Haus könnte abbrennen, du gehst zur Probe. Und auch Christian Plank, einer der jüngeren Sänger, pflegt ein Familienerbe. „Mein Vater, mein Großvater und jetzt ich“, sagt er, „es ist die Gemeinschaft, die den Chor so wertvoll macht.“ Auch wenn der Chor etwas kleiner geworden ist, heute noch 22 Sänger zusammenkommen, trägt das Gemeinschaftsgefühl weiterhin. Und diese Verbundenheit wird mitklingen, wenn die Männer am vierten Advent zum Weihnachtssingen anstimmen.

Jubiläum

Termin: Das Weihnachtssingen beginnt am Sonntag, 18. Dezember,  um 18 Uhr in der Dhünner Kirche. Einlass ist um 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Jubilare:Herbert Heidemeyer sang 75 Jahre im MGV Dhünn und hatte dafür im Jubiläumsjahr ausgezeichnet werden sollen. Er starb am 17. Mai 2020. Weitere Ehrungen für 2020 wurden folgende Mitglieder geehrt: Jürgen Kohlgrüber, Udo Wick (je 60 Jahre), Harald Gay (50), Frank Jagenburg (40) und Christian Plan (25). Werner Ide feierte 2021 sein Zehnjähriges, Wolfgang Höttermann dieses Jahr zehn Jahre im Verein.

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