Bildung

Eltern sehen sich die neue Schule an

Jede Klasse hatte ein eigenes Angebot: Hier werden Holz-Teelichter gebaut.
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Jede Klasse hatte ein eigenes Angebot: Hier werden Holz-Teelichter gebaut.

Parallel zur Einweihungsfeier der Löwen-Grundschule gab es ein großes Sommerfest.

Von Heike Karsten

Hückeswagen. Emilia und Emily standen vor dem Eingang der neuen Löwen-Grundschule und warteten auf „Kundschaft“: Die beiden Neunjährigen waren am Samstag im neuen Schulgebäude als „Reiseführerinnen“ im Einsatz und zeigten den Erwachsenen ihre neue Schule.

Fast parallel zur offiziellen Einweihungsfeier am Samstagmittag hatte die Schule ein großes Sommerfest auf die Beine gestellt, das gut besucht war. Die Familie vom Stein nutzte die Gelegenheit, sich die Räume anzusehen. „Beim Elternabend habe ich nur das Klassenzimmer sehen können“, sagte Mutter Gundi vom Stein. Ihre siebenjährige Tochter Marlene besucht die zweite Klasse und geht gerne zur Schule, auch wenn der Schulweg mit knapp zwei Kilometern nun länger geworden ist. „Ich bin kein Fan davon, die Kinder mit dem Auto zu bringen. Aber die neu eingerichtete Hol- und Bringzone klappt super“, berichtete sie.

Lehrer sind nach anstrengenden Wochen an ihrer Grenze

Zu entdecken gab es beim Schulfest eine ganze Menge. Jede Klasse hatte ein anderes Angebot, wie Trommeln, Armbänder und Holz-Teelichter gestalten, Papierflieger falten, Brücken bauen, Löwenköpfe kleben oder Roboter programmieren. Auf dem Schulhof gab es währenddessen Würstchen, Zuckerwatte, Eis und eine aufblasbare Bungee-Run-Anlage. Dass das Lehrerkollegium mit Unterstützung der Eltern nach den anstrengenden Wochen des Umzugs noch so ein großes Fest auf die Beine gestellt hatte, wussten die Besucher zu schätzen. „Mit Frauenpower geht das, aber wir sind schon an unserer Grenze“, gab Lehrerin Angela Gertig zu. Simone Stoy, Leiterin der Offenen Ganztagsschule (OGS), ist ebenfalls froh, wenn wieder mehr Ruhe einkehrt. „Veränderungen bringen immer etwas Unruhe und Angst mit sich“, sagte sie. Familie Schäfer hatte mit Sohn Leon ihren eigenen „Reisebegleiter“ dabei. Stolz führte der Neunjährige seine Eltern durch das Gebäude. Die neuen Schulhöfe findet er besonders gelungen. „Es ist wirklich schön geworden und so sauber“, staunte Mutter Tatjana Schäfer. Kein Vergleich zu der in die Jahre gekommenen alten Schule an der Kölner Straße, wo besonders die Sanitäranlagen oft bemängelt wurden.

An dem Schulfest beteiligten sich auch DLRG, THW und Feuerwehr. Die Jugendfeuerwehr und der Löschzug Herweg hatten eine Kübelspritze dabei, an der sich die jungen Festbesucher ausprobieren konnten. Die Musikschule war ebenso vertreten. Aber nicht nur aktuelle Schüler waren mit ihren Eltern und Großeltern zum Schulfest gekommen. Paul, der im Sommer auf eine weiterführende Schule gewechselt ist, brachte seiner ehemaligen Lehrerin Blumen vorbei. Er machte keinen Hehl daraus, dass er gerne noch an dieser Schule geblieben wäre.

Hintergrund


Fläche: Die Grundschule hat eine Fläche von 4700 Quadratmetern.

Kosten: Der Neubau der Schule hat samt Planungskosten, Grundstück sowie Bau und Ausstattung rund 20 Millionen Euro gekostet.

Tafeln: Alle Klassenräume sind mit interaktiven Tafeln ausgestattet.

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