Mein Blick auf die Woche

Einkaufsbändchen: Bitte nochmal ins Gespräch kommen

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anja.siebel@rga.de

Mein Blick auf die Woche

Von Anja Carolina Siebel

Auch diese Woche ist es wieder die Corona-Pandemie, die die Menschen allerorten in Atem hält. Auch in Wermelskirchen sind die steigenden Infektionszahlen und die Konsequenzen daraus ständig Thema. Jüngst machte ein Modell von sich reden, dass der Hildener Einzelhandelsverband derzeit fährt: Kunden bekommen dort nach einmaligem Vorzeigen ihres Impf- oder Genesenen-Nachweises ein buntes Bändchen an die Hand, das ihnen an diesem tag das Einkaufen in allen Geschäften ermöglicht. In Wermelskirchen spalten sich darüber die Meinungen. Während die Händler begeistert sind von diesem Modell und – vor allem wegen des ansonsten hohen Aufwands der Einlasskontrollen durch 2G – am liebsten gleich damit beginnen würden, sind der Stadtmarketingverein WiW und die Verwaltung eher dagegen. Den hohen Aufwand würde der Nutzen nicht aufwiegen, heißt es aus dem Rathaus. Denn: Die Wermelskirchener würden eher Zieleinkäufe tätigen und weniger ungezielt in der Innenstadt shoppen. Das mag auf den ersten Blick richtig sein. Und zu bedenken ist in der Tat der hohe Aufwand: Denn es müssten sich Mitarbeiter finden, die die Impfausweise an einer bestimmten Stelle kontrollieren und dann die Bändchen verteilen. Dennoch würde sich sicher ein Gespräch mit den Händlern lohnen. Viele haben nämlich beobachtet, dass die Wermelskirchener nicht bloß gezielt shoppen, sondern gern auch mal einen Bummel durch die Innenstadt machen in der Vorweihnachtszeit. Zu bedenken ist auch, dass eine höhere Kaufkraft, möglicherweise erwirkt durch die Bändchen, den lokalen Geschäften zugute kommen könnte. Gerade im Weihnachtsgeschäft, das viele der ansässigen Händler schon jetzt als „eher mau“ bewerten.

Nun hat auch das Drive-In-Testzentrum im Industriegebiet wieder eröffnet. Nachdem sich die Lebenshilfe mit ihrem Testzentrum im Rathaus zurückgemeldet hatte, zogen Jeanne Altfeld und ihr Team nach. Sie sind ab sofort an der Altenhöhe zu finden. Das ist insgesamt positiv, denn der Bedarf ist in jedem Fall da. Müssen sich doch nicht nur Ungeimpfte jetzt regelmäßig abstreichen lassen. Auch für Geimpfte ist es in Zeiten hoher Corona-Infektionszahlen sinnvoll, sich beispielsweise vor Verwandtenbesuchen zu Weihnachten testen zu lassen. Allerdings bleibt die Frage, warum die nach wie vor wichtigen Zentren erst einmal schließen mussten. Bund und Länder hatten die Tests seinerzeit kostenpflichtig werden lassen. Ein unnötiger Schritt, wie man jetzt bemerkt. Ähnlich wie die Schließung der Impfzentren.

Top: Gleisdreieck und Artenschutz lassen sich vereinbaren.

Flop: Viele schöne adventliche Veranstaltungen müssen wieder ausfallen.

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