Mein Blick auf die Woche

Eine Welle der Hilfsbereitschaft für die Ukrainer

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anja.siebel@rga.de

Mein Blick auf die Woche

Von Anja Carolina Siebel

Es geht sicher allen so: Der grausame Angriff auf die Ukraine hat die gesamte Woche überschattet. Die Gedanken kreisen um das grausame Kriegsgeschehen, vor allem aber um die Schicksale der Menschen, die immer sichtbarer und greifbarer werden. Und all das wird uns alle leider sicher auch noch eine ganze Weile begleiten. Das einzig Positive daran, sollte man es überhaupt so bezeichnen dürfen, ist der unglaubliche Zusammenhalt, die Hilfsbereitschaft und das Mitgefühl, die sich in den vergangenen Tagen gezeigt haben. Eine Flut von Hilfsangeboten gibt es inzwischen auch in Wermelskirchen. Zahlreiche Bürger wollen nicht nur mit Kleidung, Mobiliar und Utensilien für den Alltag die geflüchteten Menschen aus dem Kriegsgebiet unterstützen, sondern auch mit Wohnraum. Bei Tanja Dehnen vom Sozialamt liefen die Drähte bereits heiß.

Die Initiative „Willkommen in Wermelskirchen“ hat auch bereits ihre Unterstützung zugesagt. Noch ist nicht klar, wann die ersten Menschen Wermelskirchen erreichen werden, aber die Stadt ist vorbereitet. Und: Es gibt künftig regelmäßig Friedensgebete vor dem Rathaus - immer sonntags um 18 Uhr. Bei der ersten Kundgebung am vorigen Sonntag waren es schon rund 140 Menschen, die sich an der Telegrafenstraße versammelt hatten. Und: Für den morgigen Sonntag (17 Uhr) laden die Kirchenvertreter zu einem Familiengottesdienst in die Evangelische Kirche Tente ein. Das Ziel: Familien mit Kindern einen Zufluchtsort, ein wenig Sicherheit und seelische Unterstützung zu geben. Denn, das betonte Pfarrer Martin Jetter in dieser Woche, besonders für Kinder und Jugendliche sei es schwer, die Grausamkeit des derzeit in Europa herrschenden Krieges zu greifen und mit daraus entstehender Angst und Unsicherheit umzugehen. Umso wichtiger sei es, gerade ihnen ein wenig Orientierung zu geben.

Häufig werden gerade diesbezüglich kritische Stimmen laut. Was es denn bringen solle, heißt es da, für den Frieden zu beten oder dafür auf die Straße zu gehen. Jenen sei gesagt: Eine ganze Menge kann es bringen. Und sei es nur das Gefühl von Zusammenhalt, von Gemeinsamkeit, von Füreinander da sein, das viele gerade in der augenblicklichen Situation brauchen. Jeder macht eben das, was er kann. Die einen singen, die anderen beten, wieder andere sammeln Kleider und Alltagsgegenstände und fahren sie an die Grenze, um den dort gestrandeten Menschen eine erste Unterstützung nach ihrer belastenden Flucht zu geben. Jeder macht das, was er kann. Die Hauptsache ist, man macht etwas, um der Hilflosigkeit zu entgehen, die derzeit wohl viele empfinden.

Top: Kreis meldet weniger Corona-Fälle.

Flop: Geflügelpest in Wermelskirchen nachgewiesen.

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