Eine sehr schwierige Entscheidung steht an

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Die Woche

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Von Anja Carolina Siebel

Ein zweites Mal wird es nicht geben. Zumindest nicht für Rainer Kohl, den Investor der Firma LO-projects, dessen Konzept für die Erschließung des Eifgens der Verwaltung am besten gefallen hatte. Bürogebäude wollte er dort, am Fuße des Eifgenbachtals, errichten lassen, dazu ein kleines Café, immer unter Berücksichtigung von Flora, Fauna und Habitat.

Nachdem die Pläne der Verwaltung mit besagtem Investor bekanntgeworden waren, hatte sich indes Widerstand in der Bevölkerung geregt. Plötzlich hatten viele Bürger ganz andere Ideen dazu, was mit dem Eifgen passieren soll. Allem voran ein Verein junger Menschen mit dem Namen Bowl Church. Sie wollen einen sogenannten „Creative Space“ im Eifgen einrichten, Workshops anbieten, Gemeinschaft pflegen. Nun sind die Gemüter in Wermelskirchen völlig uneins darüber, was sie denn nun wollen. Die meisten möchten, dass das Verfahren noch einmal neu aufgerollt wird. Da wird aber nun Investor Rainer Kohl nicht mitmachen. Er hat inzwischen schriftlich angekündigt, sich nicht noch einmal für das Verfahren bewerben zu wollen.

Am Montag in der Ratssitzung soll die folgenschwere Entscheidung nun fallen. Folgenschwer vor allem deshalb, weil wohl kaum ein anderes Projekt in der jüngeren Vergangenheit die Gemüter derart erhitzt hat wie dieses. Die Menschen aus Wermelskirchen identifizieren sich offenbar mit dem Eifgen. An der Entscheidung am Montag wird die Mehrheit der Bürger wenig drehen können, aber die Ortspolitiker müssen sich jetzt natürlich gut überlegen, dass sie zum Wohle eben jener Bürger entscheiden müssen. Denn das sind letztlich ihre Wähler. Und diese Entscheidung mag man ihnen als Unbeteiligte nicht abnehmen wollen. Zu verstrickt sind inzwischen die Meinungen, zu hitzig die Diskussionen geworden, als dass man sich diese Entscheidung leicht machen könnte. Und letztlich wird danach immer noch nicht klar sein, ob sie die richtige war. Denn wie der Technische Beigeordnete Thomas Marner diese Woche anmerkte, kann es immer noch Unwägbarkeiten geben, die die ursprüngliche Planung hinfällig werden lassen. Diese Unwägbarkeiten betreffen vor allem die besonders schützenswerte Flora und Fauna in diesem Gebiet. Wie auch immer: Möge die für alle beste Entscheidung am Montag fallen.

Kreis liefert Vorschläge für Radweg von Dabringhausen zur Balkantrasse.

Wermels- kirchen ist Schlusslicht beim Thema Hausärzte.

anja.siebel @rga.de

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