Eine alte Tradition lebt wieder auf

Ein Blick in den damaligen Hochzeitswald. 36 unterschiedliche Baumarten hatte der damalige Stadtförster Klaus-Dieter Wegner gepflanzt. Archivfoto: Jürgen Moll
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Ein Blick in den damaligen Hochzeitswald. 36 unterschiedliche Baumarten hatte der damalige Stadtförster Klaus-Dieter Wegner gepflanzt. Archivfoto: Jürgen Moll

Neuer Hochzeitswald für Wermelskirchen

Von Susanne Koch

Wie soll der neue Wald, der in Pohlhausen angelegt werden soll, am Ende heißen? Glückswald, Jubelwald, Lebenswald oder Wald der Feste? Vielleicht bekommt aber auch der Name „Hochzeitswald“ großen Zuspruch. Oder das Waldstück, in dem Bäume für besondere Anlässe gepflanzt werden, bekommt einen ganz anderen Namen.

Sicherlich erinnert sich noch manches Brautpaar daran, dass es mal einen „Hochzeitswald“ in Wermelskirchen gegeben hat. Diese Tradition wird jetzt im Rahmen der Aufforstung des Waldes wieder eingeführt. Allerdings soll es künftig nicht nur Hochzeitspaaren überlassen sein, einen Baum zu einem besonderen Anlass zu pflanzen. Es gibt schließlich mit runden Geburtstagen, Geburten oder andere Jubiläen immer einen Grund zur Freude. Und mit einem gepflanzten Baum entsteht ein bleibendes, persönliches Andenken an einen besonderen Tag, das Jahr zu Jahr größer wird.

Der neue Wald wird auf ebenen Grund angelegt

Ein Areal für das Waldstück, das mit Bäumen der Wermelskirchener Bürgerinnen und Bürger zu einem beeindruckenden Stück Natur voller wunderbarer Erinnerungen aufgeforstet wird, ist übrigens im Bereich Pohlhausen bereits gefunden. Der neue Wald wird auf ebenen Grund angelegt, damit auch Paare, die beispielsweise zu ihrer Goldenen Hochzeit einen Baum pflanzen wollen, bequem und sicher zu der Stelle kommen, an der sie ihr Bäumchen pflanzen. „Noch eine tolle Nachricht“, sagt Kathrin Kellermann, die Pressesprecherin der Stadt Wermelskirchen. „Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) hat bereits Unterstützung für diese Idee bekundet.“

Zum Hintergrund: Zwischen 1995 und 2005 wurden für den liebenswürdigen Brauch „Hochzeitswald“ etwa 100 Großbäume gepflanzt. Angeregt hatte die Aktion damals der inzwischen verstorbene ehemalige Bürgermeister Heinrich Niehaves. Die meisten Bäume wurden durch Geldspenden der Brautleute oder deren Freunden bezahlt, um den Frischvermählten eine bleibende Erinnerung zu schenken.

36 unterschiedliche Baumarten wurden damals gepflanzt

Andere Städte nutzen kleine Hinweisschilder, die nicht nur auf ihre Hochzeitswälder aufmerksam machen, sondern auch auf die Brautpaare als Spender hinweisen. Die Ehepaare finden dann auch Jahre später „ihren“ Baum im Wald – und können ihn den Kindern zeigen. 36 unterschiedliche Arten hatte der damalige Stadtförster Klaus-Dieter Wegner gepflanzt. Dazu gehörten Arten wie Wildbirne, Speierling, Flatterulme, Traubeneiche, aber auch Sträucher wie Schlehen oder Weißdorn. „Ich finde das eine schöne Idee“, sagt Kathrin Kellermann, „dass diese Tradition nun wieder auflebt und sich für alle Anlässe anbietet, an die man sich lange und immer wieder gerne erinnert.“

Die Stadtverwaltung freut sich auf jeden Fall ab sofort über zahlreiche Vorschläge, wie der Wald künftig heißen woll. Diese  können bis  zum 4. März per Mail an k.kellermann@wermelskirchen.de geschickt oder per Telefon unter Tel. (0 21 96) / 7 10-1 01 genannt werden.

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