Ein Stück Afrika rund ums Haus Eifgen

Tanz- und Trommelperformance mit Bamba Gueye und Ndiaga „Naxo“ Diop. Sie kommen aus dem Senegal und boten sogar Trommelworkshops an.
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Tanz- und Trommelperformance mit Bamba Gueye und Ndiaga „Naxo“ Diop. Sie kommen aus dem Senegal und boten sogar Trommelworkshops an. Foto: Doro Siewert
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Rhythmen, Kleidung und Informationen begeistern 600 Besucher.

Von Susanne Koch

Wermelskirchen. Ein rundum gelungener Tag im und rund ums Haus Eifgen. Er endete mit einem Konzert der Gruppe Thabilé. Die südafrikanische Sängerin (34) berührte das Publikum mit der einnehmenden Dringlichkeit ihrer warmen Stimme. Auch auf der Bühne zeigte sie stets klare Kante gegen Rassismus, Armut und Missbrauch. „Alle Kunst muss ein Ziel haben“, sagt sie, „darf nicht einfach nur Trallala sein.“

Bereits morgens um 7 Uhr hatten sich die geflüchteten Frauen unter anderem aus Syrien, Marokko und dem Iran des Stammtisches „Willkommen in Wermelskirchen“ getroffen. Ab 7.30 Uhr standen sie in der Küche von Haus Eifgen und schnibbelten wie die Weltmeister. „Die Atmosphäre war einfach schön“, sagt Koordinator Thomas Wintgen. Bereits um 11 Uhr wurden die Speisen – Bulgur, Sambusa, Reis mit Hähnchen, Rote-Linsen-Eintopf, Nudeln mit Hähnchen, Champignons und Käse, Maniok-Klöße, Köfte, Käsetaschen und Butter-Vanille-Kuchen – aufs Buffet platziert, die Warmhalteplatten angezündet. Aber auch für Curry-Wurst und Pommes war gesorgt.

Bürgermeisterin Marion Lück eröffnete den Tag. Dabei saßen viele Besucher schon auf schattigen Plätzen, vor ihnen ein Getränk auf dem Tisch. Ulla Buhlmann, Vorsitzende des Weltladens, aß dabei schon Köfte. Die Bürgermeisterin Marion Lück sagte, sie habe Michael Dierks von der Kulturinitiative schon versprochen zu kommen, „da wusste ich noch gar nicht, dass ich das Festival auch eröffnen soll. Ich freue mich, die bunte Vielfalt von Afrika hier in Wermelskirchen zu erleben“, sagt sie. „Ich war noch nie in Afrika. Nun bekomme ich einen Teil hier vermittelt.“

Während Bamba Gueye und Ndiaga „Naxo“ Diop aus dem Senegal auf der Bühne zu trommeln beginnen, sind die Stände bereits aufgebaut. „Wir haben heute überwiegend Ware aus den drei afrikanischen Ländern hier, deren Musik hier gespielt wird“, sagt Monique Schippenhaus vom Weltladen. „Aus Ghana, Senegal und Südafrika sowie zusätzlich noch aus Burkina Faso.“ Skulpturen gibt es zu bewundern, Kleidung, Bastkörbe und Schmuck. Auch südafrikanische Schuhe werden an einem anderen Stand gezeigt. Inzwischen werden die Schuhe von über 170 Menschen gefertigt und in 32 Ländern der Welt verkauft.

Der Wuppertaler Verein „Our children and our future“ verkauft Skulpturen, beispielsweise kleine Giraffen aus Bast. Projektleiter Franz Lebfromm informiert alle über die Arbeit des Vereins, der im Südwesten des Landes Uganda, unweit des Viktoria-Sees, Menschen zur Selbsthilfe anregt. Das Waisenhaus für Aids-Waisen wurde genauso erweitert, wie Schulen, Bildungseinrichtungen und Arbeitsmöglichkeiten.

Michael Dierks, Vorsitzender der Kulturinitiative, ist froh, das Festival ins Leben gerufen zu haben. „Es bot sich einfach an.“ Einige Gäste nahmen gerne an den Trommelworkshops teil, die Bamba Gueye und Bégué Bayfall ausrichteten. Auf der Bühne war neben den Vortragsrednerinnen und -rednern auch noch eine Gesprächsrunde zu hören. Und als dritte Gruppe kam noch Adjiri Odametey aus Ghana auf die Bühne im Konzertgarten des Hauses Eifgen.

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