Verdienstmedaille

Werner Allendorf erhält Verdienstorden

Landrat Stephan Santelmann, Werner Allendorf, Bürgermeisterin Marion Lück sowie Helga Allendorf vor dem Rathaus. Foto: Doro Siewert
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Landrat Stephan Santelmann, Werner Allendorf, Bürgermeisterin Marion Lück sowie Helga Allendorf vor dem Rathaus.
  • Susanne Koch
    VonSusanne Koch
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Werner Allendorf erhielt von Landrat Stephan Santelmann den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland.

Wermelskirchen. „Ehrungen, das ist, wenn die Gerechtigkeit ihren liebenswürdigen Tag hat.“ Und solch ein Tag war am Freitag. Landrat Stephan Santelmann nutzte das Zitat von Konrad Adenauer, um Werner Allendorf zu ehren und zu würdigen. Allendorf, seit mehr als 47 Jahren CDU-Mitglied, bekam Freitagmittag die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland von ihm überreicht. Wegen der Corona-Pandemie mit nur wenigen ausgesuchten Gästen aus der Familie, aus Pilger- und Wanderfreunden sowie politischen Weggefährten.

Landrat Stephan Santelmann betonte, dass das große ehrenamtliche Engagement Verlässlichkeit und Uneigennützigkeit voraussetze, dass dazu Gemeinsinn, Solidarität und Hilfsbereitschaft gehörten. Und Verpflichtung zur Arbeit. „Ehrenamtliches Engagement in Vereinen, Initiativen und politischen Gremien ist unbezahlbar“, betonte Landrat Stephan Santelmann.

Er ist aber nicht nur politisch ehrenamtlich aktiv.

Stephan Santelmann, Landrat

Werner Allendorf ist seit 1975 CDU-Mitglied, bereits 1979 wurde er in den Stadtrat gewählt und engagierte sich dort in diversen Ausschüssen bis 2020. Als Kreistagsmitglied ist er seit 2009 bis heute aktiv und in verschiedenen Ausschüssen tätig. Außerdem hat der 73-Jährige mehr als 40 Jahre lang die Geschicke der CDA geführt, seit 2013 ist er dort Ehrenvorsitzender. Und als Vorsitzender des Seniorenbeirats ist er bis heute Ansprechpartner für die Belange der Seniorinnen und Senioren von Wermelskirchen.

„Er ist aber nicht nur politisch ehrenamtlich aktiv“, sagte Stephan Santelmann. So ist er Gründungsmitglied des Fördervereins der Feuerwehr Wermelskirchen, Gründungsmitglied des Bürgerbusvereins, Mitglied der Lebenshilfe, Gründungsmitglied des Hospizvereins, und er hat im Kuratorium von Haus Vogelsang gesessen. Hinzu kommen noch Singen, Wandern und Pilgern. „Eine Woche habe ich es beispielsweise sehr genossen, mit meinem 14-jährigen Enkel 112 Kilometer von Sarria bis Santiago di Compostela zu wandern“, erzählt Werner Allendorf dem Wermelskirchener General-Anzeiger.

Auch Bürgermeisterin Marion Lück (parteilos) ließ es sich nicht nehmen, eine Rede auf den Gewürdigten zu halten. „Ich bin glücklich, dass es solche Menschen gibt, die für die Stadt einstehen“, sagte sie, „die so unbequem sind, um Dinge durchzusetzen. Ich habe viel von Dir gelernt, etwa wie wichtig es ist, dem anderen zuzuhören, wie wichtig es ist, hartnäckig zu sein, dranzubleiben, wenn man Ziele verfolgt, um den Bürgerinnen und Bürgern das Leben besser und freudvoller zu machen.“

Er behebe Missstände, wenn er sie entdecke. „So fährt er auch schon einmal ältere Menschen bis nach Remscheid, weil in Wermelskirchen die Krankenkasse zugemacht hat.“

Werner Allendorf kann als Politiker äußerst hartnäckig sein

Bürgermeisterin Marion Lück bedankte sich bei Werner Allendorf und seiner Frau Helga, die bereits 54 Jahre verheiratet sind, für die tatkräftige und liebevolle Unterstützung nach dem Tod ihrer Mutter. Sowohl Landrat Stephan Santelmann wie auch Marion Lück betonten, dass sein Engagement immer von seiner Frau getragen wurde.

Werner Allendorf bedankte sich am Ende nur ganz kurz bei seiner Familie, den Freunden und politischen Akteuren, dass sie diese Stunde mit ihm verbracht hatten. An Landrat Stephan Santelmann bewies Werner Allendorf zum Schluss wieder einmal seine Hartnäckigkeit. „Mit dem Seniorenbeirat sind wir mit dem Bus, begleitet von Landrat Santelmann, von Wermelskirchen nach Bergisch Gladbach gefahren“, sagte er. „Wir mussten bis Leverkusen fahren, dort umsteigen, dann bis zum Bahnhof Bergisch Gladbach fahren und noch einmal umsteigen, bis wir am Landratsamt angekommen waren.“ Der Zustand habe sich bis heute nicht geändert, sagte Werner Allendorf. Und lud seine Gäste zu Sekt oder Orangensaft und zu kleinen Schnittchen mit Lachs, Käse und Roastbeef ein.

Standpunkt: Unbezahlbares Engagement

Kommentar von Susanne Koch

susanne.koch @rga.de

Landrat Stephan Santelmann hat Recht, wenn er betont, dass man ehrenamtliches Engagement nicht bezahlen kann. Ohne ehrenamtliches Engagement würden in unserer Gesellschaft sofort alle Lichter ausgehen, die warmen Gefühle verschwinden, es würde keinen Sport, keinen Gesang, keine Kindergruppen, kein politisches Engagement mehr geben. Das wäre furchtbar. Und würde in der jetzt so angespannten Situation durch die Corona-Pandemie und nun auch noch durch den so schrecklichen Krieg in der Ukraine wahrscheinlich allen den allerletzten Nerv rauben. Denn: Ehrenamtliches Engagement schafft auch den Zusammenhalt, den wir brauchen, das Kümmern und Einsetzen für die anderen. Der 73-jährige Werner Allendorf hat die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland verdient. Er ist seit 47 Jahren CDU-Mitglied, hat es aber nicht mit der Rolle als Politfunktionär gelassen, sondern sich darüber hinaus in vielen anderen Vereinen eingesetzt oder sie sinnvollerweise auch mitgegründet, wie zum Beispiel den Bürgerbusverein oder den Hospizverein. Werner Allendorf wurde dabei immer von seiner Frau Helga unterstützt.

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