Touristische Infrastruktur

Ein Geburtstag für das Wanderland

Der Eifgenbachwanderweg wurde heute vor zehn Jahren im Bergischen Wanderland, das dieses Jahr auch zehn Jahre alt wird, eröffnet.
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Der Eifgenbachwanderweg wurde am 2. Juni vor zehn Jahren im Bergischen Wanderland, das dieses Jahr auch zehn Jahre alt wird, eröffnet.
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Am 2. Juni wird der Eifgenbachweg zehn Jahre alt.

Von Susanne Koch

Wermelskirchen. Der Eifgenbach - munter plätschert das Wasser dahin, mäandert an weiten, voller blühender Pflanzen bestückten Wiesenflächen vorbei. Von alten Mühlen, einer ehemaligen Kuranlage im Dornröschenschlaf bis hin zu einer frühzeitlichen Burganlage reichen die Sehenswürdigkeiten am Rande des Weges, der durch eine weithin urwüchsige Natur führt.

Der Wanderweg wurde im Rahmen der Regionale 2010 entwickelt.

Tobias Kelter, Geschäftsführer der Naturarena Bergisches Land

Am 2. Juni vor zehn Jahren wurde der Eifgenbach-Wanderweg eröffnet. Im Rahmen des Bergischen Wanderlandes, das dieses Jahr auch das Zehnjährige feiert. „Wir freuen uns sehr, dass es so gut angenommen wird“, sagt Tobias Kelter, der seit 2017 die Geschäftsführung der Naturarena Bergisches Land inne hat. „Seit zehn Jahren sind wir in der Bundesliga, wenn nicht sogar Champions League der touristischen Infrastruktur für Wanderer angekommen.“ Gerade der Eifgenbach mit seinen Mühlen erfreue sich großer Beliebtheit. „Die Corona-Pandemie hat dem ganzen noch einen weiteren Schub versetzt“, sagt Tobias Kelter. „Wir haben hier großes Potenzial, denn innerhalb einer Autostunde erreichen uns 14 Millionen Menschen aus Köln, Düsseldorf, dem Bergischen Städtedreieck und und und.“

Einen Einstiegsort in den Eifgenbachweg bietet die Eifgenanlage in Wermelskirchen. Die Park- und Freizeitanlage war Ende des 19. Jahrhunderts der ganze Stolz der aufstrebenden Stadt. Die Berger Mühle gut 1,5 Kilometer bachabwärts gilt als eines der ältesten Fachwerkhäuser des Bergischen Landes. Von der „Neuemühle“ aus begleiten Sagen, Märchen und die Erinnerung an eine verheerende Brandkatastrophe den Wanderer auf dem Weg zu Raus- und Markusmühle. in eindrucksvolles Zeugnis der frühen Nutzung des Eifgenbachs bieten die Rest des Frohntaler Hammers, dessen Wasserrad ursprünglich eine Wollspinnerei mit Tuchfabrik antrieb. Der Wanderer erfährt auch etwas von den Erfolgen des Natuschutzes beim Rückbau der früheren Burscheider Trinkwassertalsperre. Und die Reste der Eifgenburg bieten die Gelegenheit zu einer Zeitreise ins Frühmittelalter.

Auf jeden Fall hat die Nachfrage zugenommen.

Gabi van Wahden, Buchhändlerin

„Der Wanderweg wurde im Rahmen der Regionale 2010 entwickelt“, sagt Tobias Kelter. „Und er wurde von den Städten Burscheid und Wermelskirchen gemeinsam erarbeitet.“ In den Buchhandlungen können Einheimische, aber auch Touristen entsprechende Karten, aber auch Wanderführer kaufen. „Wir führen natürlich Wanderkarten und auch Wanderführer fürs Bergische Land“, sagt Gabi van Wahden, Inhaberin der Buchhandlung van Wahden am Markt. „Auf jeden Fall hat die Nachfrage zugenommen“, sagt sie, „auch noch einmal Corona bedingt, aber das Freizeitverhalten der Menschen hat sich auch geändert. Und derzeit sind wieder viele Jacobs-Pilger unterwegs und lassen sich hier in der Kirche ihren Stempel geben.“ Daniela Wurth von der Buchhandlung Marabu bestätigt diesen Trend. „Es gibt viele Wanderbücher, die gerne genommen werden und die uns natürlich durchs gesamte Bergische Land führen. Auch Wanderkarten werden immer wieder gesucht.“

„Was wir jetzt noch weiter ausbauen, sind die Radwege“, sagt Tobias Kelter, „wir haben noch eine Menge zu tun. Und wir feiern erst einmal das Zehnjährige.“

Hintergrund

Bergisches Wanderland: Auf der Internetseite finden Sie lesenswertes zu den einzelnen Wanderrouten, Sie können Karten herunterladen. Dort finden Sie aber auch alle Aktivitäten die die Naturarena Bergisches Land zum zehnjährigen des Bergischen Wanderlandes veranstalten will. Dort finden Wanderer und Radler auch Souvenirs, Bücher und Karten zum Bestellen.
www.bergisches-wanderland.de

Standpunkt von Susanne Koch: Das Wandern ist...

susanne.koch@rga.de

Das Wandern ist des Müllers Lust, das Wandern ist. . . zum Glück nicht nur des Müllers Lust. Schon vor der Corona-Pandemie haben immer mehr Menschen das Wandern für sich entdeckt. Da kamen die Aktivitäten der Naturarena Bergisches Land gerade recht. Und jetzt seit der Corona-Pandemie boomt es geradezu.

Gut, dass es diese GmbH gibt, die gemeinsam mit den Städten für die notwendige Infrastruktur sorgt, beziehungsweise das Bergische Wanderland gut vermarktet. Jetzt zum Zehnjährigen wollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf Stadtfeste in der Region gehen, um für das Wandern und Fahrradfahren noch weiter zu werben und auf die Naturarena Bergisches Land aufmerksam machen. Wer bereits das Eifgenbachtal durchwandert hat, der weiß, welche kostbaren Naturschätze das Gebiet beheimatet. Und die gilt es, allen weiter schmackhaft zu machen.

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