Naturdenkmal

Großer Ast rutscht aus Weihnachtsbaum

Ein Ast rutschte langsam aus dem Weihnachtsbaum.
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Ein Ast rutschte langsam aus dem Weihnachtsbaum.
  • Susanne Koch
    VonSusanne Koch
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Der Weihnachtsbaum ist ein Naturdenkmal, deswegen ist der Kreis zuständig.

Wermelskirchen. Anna Franelli, Inhaberin von ToscAnna, stand Freitag vor der Tür ihres Restaurants, als ein dicker, schwerer Ast des Weihnachtsbaumes langsam herunterrutschte. „Da die Weihnachtsbaumbeleuchtung an war, stoben die Funken“, sagt sie. „Ich rief die Feuerwehr an, die auch in kürzester Zeit da war, denn die Wehrleute mussten ja die Stelle sichern und gucken, ob Menschen weitere Gefahren drohen.“

Doch die Feuerwehr stellte fest, dass der Baum weder ausgetrocknet war, noch weitere Äste drohten, zu Fall zu kommen. „Samstag kamen Mitarbeiter der Stadt, um die Lage zu begutachten und die haben einen Unternehmer beauftragt, den Ast klein zu sägen“, sagt Anna Franelli. „Und morgen wird sich der Landkreis darum kümmern“, sagt sie am Sonntag.

„Der Baum ist ein Naturdenkmal und deswegen ist zunächst der Kreis zuständig“, sagt auch Bürgermeisterin Marion Lück. „Ich habe mit dem Landrat schon telefoniert, der schickt Montagmorgen die kreiseigenen Baumprüfer raus.“

Der Ast sei Samstag von einem beauftragten Unternehmer zersägt und zur Seite geräumt worden. „Momentan kursieren viele Spekulationen über die Ursache, unter anderem, dass der Ast wegen der vielen Zapfen zu schwer gewesen ist“, sagt Bürgermeisterin Marion Lück. „Wir schließen uns den Spekulationen aber nicht an, sondern warten ab, was der Kreis zur Ursache sagt und welche Maßnahmen er dann veranlasst.“

Restaurantbesitzerin ärgert sich über Spekulationen im Internet

Auch Anna Franelli will sich nicht an den Spekulationen beteiligen. „Es war Mittwoch sehr windig“, sagt sie. „Wer in den Wald geht, sieht das immer mal wieder Äste auf den Boden herunterfallen. Das ist die Natur.“ Sie ärgere sich über die wilden Spekulationen, die jetzt wieder im Internet ausgebreitet werden. „Da schreibt jemand, es sei jetzt zu gefährlich auf meiner Terrasse zu sitzen, denn es könnten weitere Äste herunterkrachen.“ Sie sehe nicht, dass von dem großen Naturdenkmal wirklich Gefahren für den Menschen ausgingen. „Die zuständigen Mitarbeiter des Kreises sowie weitere Behörden werden die Situation genau prüfen“, sagt Anna Franelli sicher. „Und sie werden sicherlich das Richtige veranlassen.“ Der Baum an der Carl-Leverkus-Straße ist der größte in Deutschland.

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