Wünsche für das neue Jahr

Das wünschen sich bekannte Wermelskirchener für 2022

Birgit Bär, Brigitte Hallenberg, Tobias Hopff (o. v. l.), Günter Leuerer, Peter Eickhoff und Gabi van Wahden (u. v. l.) haben unterschiedliche Wünsche für das Jahr 2022. Aber eins eint sie alle: der Wunsch nach dem Ende der Pandemie. Fotos: RBK, Theresa Demski, Jürgen Moll, Heike Magnit, Michael Sieber
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Birgit Bär, Brigitte Hallenberg, Tobias Hopff, Günter Leuerer, Peter Eickhoff und Gabi van Wahden haben unterschiedliche Wünsche für das Jahr 2022. Aber eins eint sie alle: der Wunsch nach dem Ende der Pandemie.
  • Anja Carolina Siebel
    VonAnja Carolina Siebel
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Prominente Wermelskirchener äußern für den WGA ihre Neujahrswünsche.

Wermelskirchen. Das Jahr 2021 ist zu Ende. Der Wermelskirchener General-Anzeiger hat aus diesem Anlass sechs bekannte Persönlichkeiten aus Stadt und Kreis nach ihren Wünschen für das morgen startende Jahr befragt.

Birgit Bär, Krisenstabs-Sprecherin des Rheinisch-Bergischen Kreises, möchte wie so viele Menschen „einfach ein bisschen Normalität zurück. Mir geht es da vielleicht so wie vielen anderen Menschen auch, deren Berufsalltag seit Beginn der Corona-Pandemie sehr stark davon geprägt ist. Ich freue mich auf die Zeit, wenn Corona mal nicht mehr das beherrschende Thema ist, freue mich darauf, mit meinen Mitarbeitern mal wieder Dienstbesprechungen in Anwesenheit durchzuführen anstatt digital, darauf mal wieder Handy und Ohrstöpsel beiseitezulegen, darauf aus dem Krisenmodus wieder in Normalmodus umzuswitchen, darauf die Kollegen mal wieder persönlich zu treffen. Damit das so kommt, brauchen wir aber alle noch etwas Geduld.

Bei Brigitte Hallenberg, der Vorsitzenden der Schlaganfallhilfe Bergisches Land, dreht sich wohl in den ersten Monaten des neuen Jahres alles um den Umzug des Schlaganfallbüros: „Ich wünsche mir, dass wir das neue Büro an der Eich schnell fertig eingerichtet bekommen, dass es wie das alte Ruhe ausstrahlt und man sich darin wohlfühlt, und alle uns gern besuchen kommen. Zudem hätte ich gern einen zweiten Fahrer für unsere Transporter. Wir haben ja doch einige Fahrten zu erledigen mit dem behindertengerechten Fahrzeug. Zum Beispiel, um die Mitglieder der Selbsthilfegruppen zu den Treffen zu bringen. Vor allem möchte ich zum Ende des Jahres aber meinem Team danken für die tolle geleistete Arbeit. Ich wünsche mir, dass es im neuen Jahr genauso engagiert weitergeht.“

Mehr Zeit für seine Patienten hätte Tobias Hopff (Sprecher der Wermelskirchener Ärzte) gerne mal wieder. „Ich würde mir auch für meine Kolleginnen und Kollegen wieder mehr Ruhe im Praxisalltag wünschen. Zurzeit dreht sich ja wieder alles ums Impfen und Testen. Allgemein wünsche ich mir natürlich wieder mehr Freiheit, mal wieder ins Ausland fahren und richtig Urlaub machen zu können. Schottland wäre mein derzeit bevorzugtes Reiseziel. Um das zu erreichen, müssten sich aber vor allem noch mehr Menschen impfen lassen. Auch das würde ich mir wünschen. Letztlich aber: dass wir gemeinsam die Pandemie besiegen.“

Er umgibt sich zwar häufig mit Tieren, menschlicher Umgang ist Tierheimleiter Günter Leuerer aber dennoch sehr wichtig. „Entsprechend wünsche ich mir für das nächste Jahr wieder mehr Miteinander in der Gesellschaft. Das hat in der letzten Zeit aus meiner Sicht sehr gelitten. Der Ton ist insgesamt deutlich rauer geworden. Für die Arbeit im Tierheim wünsche ich mir eigentlich, dass es so engagiert weitergeht wie bisher. Denn die Zusammenarbeit klappt wirklich sehr gut.“

Kurz und knackig formuliert Peter Eickhoff (Dabringhauser Festausschuss) seinen Neujahrswunsch gegenüber dem WGA: „Dass der Karneval nächstes Jahr wieder in der Form stattfinden kann, wie wir ihn kennen.“ Losgehen würde es dann mit der Prinzenproklamation im November. Ob das aktuelle Dreigestirn dann wieder antreten würde, stehe bislang noch nicht ganz fest, sagt der Chef des Dabringhauser Karnevals.

Gabi van Wahden (Buchhandlung van Wahden) vermisst seit vielen Monaten vor allem die Präsenzveranstaltungen. „Wir würden so gern wieder in die Schulen und Kitas, um Leseförderung zu betreiben. Und auch die Lesungen fehlen schmerzlich. Dass all das wieder stattfinden kann, das wünsche ich mir. Und dass insgesamt wieder ein ruhigerer Seegang herrscht, man mehr Planungssicherheit hat. Auch für den Laden.“

Silvester 2021

Größere Partys sind auch dieses Jahr zu Silvester verboten, so sieht es die Corona-Schutzverordnung des Landes vor, die zunächst bis zum 12. Januar gilt. Demnach sind private Treffen – egal ob draußen oder in den eigenen vier Wänden – auf maximal zehn Personen beschränkt. Für Ungeimpfte gelten noch strengere Vorgaben: Sie dürfen nur zwei Personen eines weiteren Hausstands treffen.

Standpunkt

anja.siebel@rga.de

Kommentar von Anja Carolina Siebel

Die Neujahrswünsche, die der WGA dieses Jahr die bekannten Persönlichkeiten aus Wermelskirchen und Umgebung hat formulieren lassen, sind so unterschiedlich, wie die Menschen selbst. Das ist logisch, denn sie stammen ja alle aus unterschiedlichen Bereichen des alltäglichen Lebens. Und doch eint sie das Große, Ganze: der Wunsch nämlich nach ein bisschen mehr Normalität, mehr Nähe, mehr Miteinander, mehr Zeit für das Wesentliche – von Medizinerseite. Und: mehr Menschlichkeit. Im Grunde eine schöne Zusammenfassung dessen, was sich wohl die meisten Menschen dieser Tage wünschen.

Nach zwei Jahren Pandemie sind wir müde geworden, aber auch ungeduldig, teils unzufrieden oder unbeherrscht. Jeder oder jede eben, wie er oder sie gestrickt ist. Lassen Sie uns gemeinsam nach vorn blicken: In ein besseres, ein friedlicheres und vielleicht sogar ein wieder etwas befreiteres Jahr 2022. Höhen und Tiefen wird es immer geben, aber – wie hat es Gabi van Wahden in ihrem Wunsch so schön formuliert: Es könnte ja ein etwas ruhigerer Seegang sein. Alles Gute. Bis nächstes Jahr.

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