Eisenbahnfreunde

Ein bisschen heile Welt im Gepäck

Faziniert: Corinna Ommer, Matthias Ommer und Ralf Kellner verfolgen „Die kleine Dicke“
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Faziniert: Corinna Ommer, Matthias Ommer und Ralf Kellner verfolgen „Die kleine Dicke“

Fast 200 Meter Schienen brachten die Eisenbahnfreunde aus Wipperfürth ins Bürgerzentrum.

Von Theresa Demski

Wermelskirchen. Als Frank Berster am Samstagvormittag mit einem Klick auf die Computermaus der ersten Lok das Startzeichen gibt, da liegen bereits anstrengende Stunden hinter ihm und seinen Kollegen von den Bergischen Eisenbahnfreunden Wipperfürth. Fast zwei Tage lang haben sie geschuftet, um das Bürgerzentrum in eine Eisenbahnlandschaft zu verwandeln. Mit allem Drum und Dran. Rund 200 Meter Schienen haben sie gelegt und haben unzählige Häuschen und Bäumchen, Brücken und Bahnhöfe, kleine Figuren und vor allem Modelleisenbahnen mitgebracht.

„Schon zum Verladen auf den Lastwagen haben wir dreieinhalb Stunden gebraucht“, erzählt Berster. Die riesigen Eisenbahnlandschaften seien in Modulen gelagert. „Es wurde Zeit, dass wir sie mal wieder ausstellen können“, sagt der Vorsitzende der Eisenbahnfreunde. Was für ihn die Faszination dieses Hobbys ausmache? „Man baut sich seine eigene kleine heile Welt“, sagt Berster. Dafür trage jeder im Verein das bei, was er besonders gerne mache oder was ihm liege: „Der eine hat ein Händchen für die Technik, der andere für die Landschaft.“

Das Ergebnis nehmen am Wochenende hunderte Besucher unter die Lupe – und staunen nicht schlecht. Ein Mädchen steht mit großen Augen vor der Spur-N-Anlage. „Die kleine Lok gefällt mir“, sagt sie und dann nimmt sie mit ihrem Papa die Verfolgung auf. Die beiden begleiten die Lok auf ihrer Fahrt durch den originalgetreuen Wipperfürther Bahnhof, vorbei an Schrebergärten, über eine Brücke und dann mitten durch die Felder – im Maßstab 1:160.

Die Anlage ist original aus den 50ern, digitale gibt es aber auch

Die Anlage läuft noch komplett analog, das gleiche gilt für die historische Anlage, die die Eisenbahnfreunde nebenan aufgebaut haben. „Material aus den 1950er-Jahren“, erklärt Berster. Die Landschaft ist auf drei mal zwei Meter etwas übersichtlicher. Wer sich den Details widmet, der taucht ein in die Geschichte. „Aber wir haben natürlich auch eine digitale H0-Anlage“, sagt Berster und deutet auf die drei Bildschirme gleich neben dem Bahndepot. Von hier aus wird das Leben auf den rund 40 Meter Schienen der Anlage überwacht.

Viele Familien sind unterwegs, um die Landschaften gemeinsam zu erkunden. Großväter, die seit Jahrzehnten Eisenbahnlandschaften im Keller pflegen, schauen sich auf der Ausstellung um. Väter, Söhne und Töchter blicken minutenlang versonnen auf Modelleisenbahnen, die sich mit einem leisen Summen auf den Weg machen. Auch die Eisenbahner der Wuppertaler Stadtwerke sind zu Gast und haben ihre großen Modelle mitgebracht. Und damit vor allem die jüngsten Gäste auch mal selber zu Lokführern werden können, gibt es eine robuste Anlage, bei der die Besucher am Fahrregler Platz nehmen dürfen.

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