Ab 24. Juni geöffnet

Ehrenamtliche bereiten das Freibad mit Hochdruck vor

Große und kleine Helfer rackern derzeit jede Woche, damit das Freibad zur Saisoneröffnung in bestem Licht erstrahlt.
+
Große und kleine Helfer rackern derzeit jede Woche, damit das Freibad zur Saisoneröffnung in bestem Licht erstrahlt.

In Dabringhausen wird am 24. Juni Saisoneröffnung gefeiert.

Von Theresa Demski

Wermelskirchen. Das Brausen des Hochdruckreinigers legt sich über die Idylle im Tal. Wer den Weg Richtung Freibad einschlägt, wird von diesem Brausen begrüßt. Dazu gesellt sich ein regelmäßiges Piepen der Fahrzeuge, die am Eingang Aufstellung bezogen haben. Gelegentlich rufen sich die ehrenamtlichen Helfer über die leeren Becken hinweg heitere Hinweise zu. „So ist das samstagmorgens hier bei uns im Freibad“, sagt Kurt Genz, als er den Laptop zuklappt. Der Vorsitzende des Fördervereins bereitet gerade die Tickets für die neue Saison vor. „Muss alles gemacht werden“, sagt er und deutet auf das große Bad, das an diesem Vormittag von Sonne verwöhnt wird.

Am 2. April sind die Ehrenamtlichen nach der Winterpause in das Bad zurückgekehrt – um die Saison vorzubereiten. Sechs Wochen lang sollen die Wermelskirchener und ihre Gäste in den Sommerferien im und rund ums Wasser den besonderen Ort erleben können. „Wir könnten aber gut noch ein paar Helfer gebrauchen“, sagt Kurtz Genz. Im Moment sei der harte Kern im Einsatz, der hier Jahr für Jahr die Arbeit leiste.

Von den Hunderten Freiwilligen, die im vergangenen Jahr die Schäden des verheerenden Hochwassers aufräumten, sind nicht viele als Ehrenamtliche zurückgekommen. Bis jetzt zumindest. Und deswegen ruft Genz noch mal ausdrücklich zum Mitmachen auf – Rentner, aber auch junge Menschen, mit und auch ohne handwerklichem Geschick. „Zu tun gibt es wirklich genug“, sagt er und deutet dann auf eine Helferin, die sich gerade den Fugen zwischen den Steinen widmet. „Dort versteckt sich noch Schlamm vom Hochwasser“, erklärt Genz. Und so lang der nicht komplett entfernt worden sei, sprieße das Unkraut.

Hier ist noch so viel möglich.

Kurt Genz, Förderverein

Inzwischen sind über dem Pumpenraum wasserdichte Deckel angebracht worden. Und auch die übrigen Spuren der Flut sind fast verschwunden. „Im Moment geht es vor allem darum, die Spuren des Winters zu entfernen“, erklärt Genz. Die Fliesenreinigung im großen Becken ist in den vergangenen Wochen erledigt worden, an diesem Samstag steht die Arbeit mit dem Hochdruckreiniger im kleinen Becken an. Meter für Meter weichen Schmutz und Laub dem sauberen Wasser.

Anna Hesner steht mit ihren Kindern knietief in dem schmutzigen Wasser: „Wir suchen nach Kaulquappen und Fröschen“, erklärt sie und fischt mit einem Eimer die kleinen Tiere aus dem Becken. Es sei ihr wichtig, die Froschpopulation hier unten im Tal zu sichern. Sie komme allerdings auch jedes Jahr mit ihrer Familie, um das Bad auf die Saison vorzubereiten. „Wir gehen hier im Sommer schwimmen“, erzählt sie. „Also helfen wir auch bei den Vorbereitungen.“

Während sie mit ihren beiden Kindern weiter nach Kaulquappen fischt, widmet sich nebenan eine Dame den Grünarbeiten. „Und am Hang entsteht unsere neue Solaranlage“, erklärt Genz und deutet auf die Männer, die am Gerüst bauen. Vieles schaffen die Ehrenamtlichen hier in Eigenleistung, in dieser Woche sollen dann die Solarpanel ankommen und eingesetzt werden. „So  können wir das Bad in der kommenden Saison tagsüber mit eigenem Strom versorgen“, sagt Genz. Nur nachts müsse die Steckdose einspringen.

Dann deutet Kurt Genz auf die Baustelle am Freibad-Eingang: Hier steht Volker Niemz auf einem ­Gerüst und konzentriert sich auf die Arbeit. Um künftig die Anlieferung der Hackschnitzel für die Pelletheizung zu erleichtern, wurde im Eingangsbereich umgebaut. Künftig ist nun kein Kran-Einsatz mehr nötig, um die Hackschnitzel anzuliefern.

Ende Mai kommt das Wasser, Ende Juni kommen die Gäste

„Es tut sich also einiges“, sagt Kurt Genz und verweist auf den Zeitplan. Ende Mai soll das Wasser eingefüllt werden – vorher stehen noch Reinigungen an. Danach werden Proben genommen, Spinde und Toiletten gereinigt und die Feinarbeiten erledigt. Am 24. Juni beginnt die Saison. „Dafür wollen wir die Attraktivität des Bades weiter steigern“, sagt Genz. Auch bei schlechterem Wetter sollen die Menschen Gründe haben, ins Bad zu kommen. „Dafür wollen wir künftig noch enger mit Vereinen zusammenarbeiten“, sagt der Fördervereinsvorsitzende.

Erste Kontakte wurde geknüpft: So könnten auf dem Beachvolleyballfeld, das „hoffentlich pünktlich zur Saison“ nach den Flutschäden wieder bespielbar sei, kleine Turniere und Angebote der DTV-Badmintonabteilung stattfinden. Die Boule-Bahnen im Bad werden aktuell wieder freigelegt: Auch dort könnten Vereinsangebote stattfinden. „Hier ist noch so viel möglich“, sagt Genz und blickt sich um.

Rund ums Freibad

Rettungsschwimmer: Der Schwimmverein sucht dringend Rettungsschwimmer, deren Einsatz mit 10,50 Euro pro Stunde vergütet wird. Wer keinen Rettungsschwimmschein, aber Interesse hat und über 16 Jahre alt ist, kann den Schein auch in Zusammenarbeit mit dem Schwimmverein machen.

Kontakt: Interessenten werden sich an Katja Salz-Bannier, Tel. (0 21 93) 5 34 91 51 oder per E-Mail:
kb@freibad-dabringhausen.de

Termine: Die Saisoneröffnung im Freibad Dabringhausen ist für Freitag, 24. Juni, geplant. Am 30. Juli findet das große Open-Air im Bad statt.

Helfer: Freiwillige sind bis dahin jeden Samstagmorgen im Freibad Dabringhausen willkommen.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Ein Leben für die Feuerwehr
Ein Leben für die Feuerwehr
Ein Leben für die Feuerwehr
L 101: Arbeiten beginnen im Juni
L 101: Arbeiten beginnen im Juni
L 101: Arbeiten beginnen im Juni
Feierabendmarkt: Genießer trotzen dem Gewitter
Feierabendmarkt: Genießer trotzen dem Gewitter
Feierabendmarkt: Genießer trotzen dem Gewitter
In der Katt gibt es jede Menge Stunk
In der Katt gibt es jede Menge Stunk

Kommentare