Probe

E-Bikes stehen zum Leihen bereit

Sechs Pedelecs stellt der Anbieter nextbike am Busbahnhof in Wermelskirchen bereit. Foto: Anja Carolina Siebel
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Sechs Pedelecs stellt der Anbieter nextbike am Busbahnhof in Wermelskirchen bereit.
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Rad-Fans können am 8. August vom Busbahnhof aus proberadeln.

Von Anja Carolina Siebel

Wermelskirchen. Es darf probegeradelt werden. Die Station des neuen E-Bike-Verleihsystems in Wermelskirchen steht in den Startlöchern. Sechs Pedelecs stehen am Busbahnhof zum Verleih bereit. Das teilt Daniela Zache, Mobilitätsmanagerin der Stadt, auf Nachfrage mit.

Nun wollen die Verantwortlichen für das Verleih-Modell werben. Zu diesem Zweck findet in allen acht Kommunen des Rheinisch-Bergischen Kreises in den nächsten zwei Wochen eine „Proberadeln-Aktion“ statt: in Wermelskirchen am Samstag, 8. August, und in Burscheid am kommenden Sonntag, 2. August.

„Wir möchten, dass möglichst viele Bürger auf das System aufmerksam werden“, wünscht sich Daniela Zache. Sie und ein Team der Kreisverwaltung werden vor Ort erklären, wie die Ausleihe der „Bergischen E-Bikes funktioniert. Und: Die Besucher können die Räder selbstverständlich testen.

Wer zum Busbahnhof kommt, um ein Rad auszuleihen, muss sich zunächst an einer Stehle registrieren. Zache: „Kunden des VRS können das über ihren Zugang machen, andere über ein bestimmtes Registrierungssystem.“ Je nachdem, wie lange das Rad benötigt wird, staffelt sich der Preis. Eine halbe Stunde kostet für Nicht-VRS-Kunden zwei Euro, der Monatstarif beträgt 15 Euro, bei dem jeweils die erste halbe Stunde einer Fahrt inklusive ist. Der Über-Nacht-Tarif beträgt zwei, beziehungsweise drei Euro.

Das E-Bike-Verleihsystem ist ein Angebot der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK). An insgesamt zehn Standorten in allen acht Kommunen können die Fahrräder flexibel ausgeliehen, wieder abgestellt und aufgeladen werden: in Bergisch Gladbach am S-Bahnhof, am Bensberger U-Bahnhof/Busbahnhof, am Raiffeisenplatz in Burscheid, im Zentrum von Kürten und Odenthal, an den Bahnhöfen in Overath, Leichlingen und Rösrath sowie am Busbahnhof in Wermelskirchen. Die Ladestationen an den Standorten in Burscheid und Odenthal-Altenberg sind noch im Aufbau. Die vorgesehenen 81 Leih-Pedelecs des Dienstleisters nextbike sind mittlerweile alle in Betrieb. Ein ausgeliehenes Fahrrad kann vom Nutzer an jeder beliebigen Station wieder abgestellt werden.

Zusätzlich zu den zehn festen Stationen gibt es weitere 20 virtuelle Stationen. Auch hier kann das ausgeliehene Rad wieder abgegeben werden. Die genauen Standorte der virtuellen Stationen werden in der nextbike-App angezeigt und vor Ort durch ein Schild signalisiert. „Wir haben virtuelle Stationen in Dhünn und Dabringhausen vorgesehen“, berichtet Daniela Zache.

Langfristig sind am Wermelskirchener Busbahnhof noch mehr Mobilitätsangebote in der Planung. Zum Beispiel eine Car-Sharing-Station und eine weitere Ladesäule für Elektrofahrzeuge. „Außerdem wollen wir die Zahl der Fahrradboxen erhöhen“, kündigt Daniela Zache an.

Landrat: „Nirgendwo in der Region gibt es ein solches Angebot“

Landrat Stephan Santelmann zeigt sich stolz auf das kreisweite Projekt: „Das Bergische E-Bike hat sogar ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Nirgendwo sonst in der Republik gibt es ein solches Angebot, das einen ganzen Kreis abdeckt“, unterstreicht er. Das zusätzliche Verkehrsmittel verbessere nicht nur die eigene Mobilität. Der Umstieg auf das Rad halte zugleich fit, ohne zu überfordern, trage zu einem besseren Klima bei und entlaste den Verkehr. „Wer jetzt noch nicht vom Bergischen E-Bike überzeugt ist, dem möchten wir die Gelegenheit geben, die Fahrräder kostenlos zu testen und sich das Ausleihsystem erklären zu lassen“, sagt Daniela Zeller, Projektmanagerin des Kreises. Als Corona-Schutzmaßnahme würden die genutzte Fahrräder und Helme nach jeder Testfahrt desinfiziert. | Standpunkt

nextbike.de/bergisches-ebike

Probefahren

Probefahrten: E-Bikes können ausprobiert werden in Burscheid, Raiffeisenplatz, am Sonntag, 2. August, 14 bis 17 Uhr und in Wermelskirchen, Busbahnhof am Samstag, 8. August, 9 bis 12 Uhr.

Ausbau: Die E-Bike-Stationen sind der erste Baustein der 20 kreisweiten Mobilstationen, die sukzessive aufgebaut werden. An den Stationen treffen mehrere Mobilitätsangebote aufeinander.

Standpunkt

anja.siebel@rga-online.de

Ein Kommentar von Anja Carolina Siebel

Über 120 000 Radfahrer düsten allein in diesem Jahr schon über die Balkantrasse. Eine Zahl, die man sich noch vor einigen Jahren nicht einmal hätte vorstellen können. Und eine Zahl, die deutlich zeigt: Radfahren liegt im Trend. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie, während der viele entschieden haben, ihre freien Tage zuhause zu verbringen, schwingen sie sich gern aufs Rad. Mit den guten Anbindungen durch die Trassen und einem ausgeklügelten Radwegenetz ist das selbst im Bergischen Land auch kein Problem. Dass es nun noch Räder zum Ausleihen gibt im Kreisgebiet, zeigt, wie die Entwicklung des Radverkehrs in der Region voranschreitet. Und nicht nur für Freizeitradler kommt das neue Angebot sicher gelegen. Sondern auch für jene, die mit dem Rad und öffentlichen Verkehrsmitteln statt mit dem Auto zur Arbeit oder zum Einkaufen fahren möchten. 

Was vor vielen Jahren noch undenkbar war für eine hügelige Region wie das Bergische, ist heute Realität geworden. Wir sind eine Rad-Region, Und das ist ein enormer Entwicklungsschritt, den es weiter auszubauen gilt.

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