Autobahn

A1: Tülay Durdu (SPD) zeigt sich entsetzt über Baustelle

Tülay Durdu (r.) sagte, sie habe noch nie so eine chaotische Baustelle gesehen.
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Tülay Durdu (r.) sagte, sie habe noch nie so eine chaotische Baustelle gesehen.

Die Brückenarbeiten in Hünger sorgen weiter für Ärger – die Autobahn GmbH hält sich bedeckt.

Von Anja Carolina Siebel

Wermelskirchen. Die Situation um die Verkehrsführung an der Autobahnbrücke in Hünger spitzt sich weiter zu. Diese Woche machte sich die SPD-Landtagsabgeordnete Tülay Durdu ein Bild vor Ort. Rund 70 Anwohner waren der Einladung der Landtagsabgeordneten und der örtlichen SPD nach Hünger gefolgt.

Ganz deutlich wurde, dass es neben den langen Umwegen, die Anwohner aus den Ortschaften Richtung Burg in Kauf nehmen müssen, noch andere Ärgernisse für Anwohner und Anlieger gibt. Neben den Problemen die mit dem Umleitungsverkehr verbunden sind und die sich bei Witterungsbedingungen im Winter vermutlich verschlechtern würden, wurde von den Bürgern die mangelnde Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer an der Baustelle thematisiert. So berichteten sie etwa von gefährlichen Situationen für Fußgänger die von schnellfahrenden und abbiegenden Fahrzeugen kaum wahrgenommen würden sowie über eine chaotische und unsichere Verkehrsführung für Fußgänger und Radfahrer und die damit verbundene unhaltbare Situation für Schulkinder.

Als besonders gefährlich schilderten sie die Lage neben der Autobahnauffahrt, wo sich der Fußweg befindet, nämlich links von der Einbahnstraße Richtung Autobahn. Dort müssten nicht nur die Schulkinder die lange Strecke ohne Ampel und sonstige Sicherheitsvorkehrungen überqueren, sondern alle Fußgänger.

Tülay Durdu zeigte sich entsetzt: „Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie eine solche chaotische und gefährliche Baustelle gesehen“, sagte die SPD-Politikerin vor Ort. „Die Bürgerinnen und Bürger sind, insbesondere aufgrund der miserablen Kommunikation der Verantwortlichen, frustriert und enttäuscht. Das Schild 'Vielen Dank für Ihr Verständnis' wirkt nicht unberechtigt bei vielen Bürgern wie Hohn. Ich erwarte von den verantwortlichen Akteuren klare Antworten, aber vor allem die Sicherung der Baustelle. Ein Personenschaden ist hier, wenn die Wege nicht gesichert werden, unverzeihlich. Die Gründe, warum es hier nicht weitergeht, sind transparent dazulegen. Darauf haben die Bürger ein Anrecht.“

Auch die Wermelskirchener Ortspolitiker gehen inzwischen auf die Barrikaden. Sowohl Oliver Platt (Bürgerforum) als auch Henning Rehse (Freie Wähler) und Stefan Leßenich (CDU) hatten sich mit Briefen unter anderem direkt an die Autobahn GmbH gewandt.

Offenbar ohne Erfolg, denn eine Antwort blieb die Autobahn GmbH als ausführendes Unternehmen der Bauarbeiten bisher schuldig. „Das ist ein absolutes No Go und für mich nicht zu entschuldigen“, sagt Oliver Platt. „Nicht einmal den Eingang eines Briefes zu bestätigen, das kann man so nicht machen.“

Herbert Reul wendet sichan Bundesminister

„Liest überhaupt jemand die Vorschläge aus Wermelskirchen?“, fragt sich Henning Rehse. „Denkt bei der Autobahn GmbH eigentlich irgendjemand nach und mit? Hätte sich jemand mit unter anderem den Fragen und Vorschlägen aus meinem Schreiben ernsthaft beschäftigt, könnte die Autobahn GmbH nicht solchen Unsinn verlauten lassen“, sagt Rehse weiter. Denn die Autobahn GmbH hatte lediglich auf Presseanfragen geantwortet, dass eine einspurige Verkehrsführung alternativlos sei. Rehse: „Nicht die einspurige Verkehrsführung wird in Frage gestellt, sondern deren Organisation beziehungsweise, die großräumige Organisation ihres Umfelds und ihrer Auswirkungen.

Auch der Landtagsabgeordnete des Kreises Herbert Reul (CDU) äußerte sich nach dem Schreiben seines Parteikollegen Stefan Leßenich jetzt zum Thema. Er wandte sich in einem Schreiben an Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing; mit der Bitte, „vermittelnd zu einer besseren Kommunikation zwischen Baulastträger und Anwohnern“ einzugreifen. Reul unterstrich zudem, dass auch bei ihm die Tatsache, dass die Autobahn GmbH die Fertigstellung der Arbeiten um ein Jahr verschoben habe, ohne die Gründe dafür zu nennen, Fragezeichen hinterlassen habe.

Die Ortspolitiker sind sich indes einig, dass sie weiter für eine bessere Situation bei den Anliegern kämpfen wollen. „Mit Sicherheit lassen wir uns von derart schlechter Kommunikation nicht abhalten“, betont Oliver Platt.

Autobahn GmbH

„Die einzige theoretisch mögliche Alternative neben der Einbahnstraßenregelung ist die Vollsperrung der Anschlussstelle Wermelskirchen“, sagte vor Wochen bereits ein Sprecher der Autobahn GmbH. Allerdings sei die zu Beginn der Verkehrsbesprechungen Anfang 2021 ausgeschlossen worden.

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