Tennis

Drillinge finden guten Kompagnon

Holger Klammann unterstützte die Drillinge Mats, Lasse und Janne (v. l.), die ihr Turnier-Debüt gaben.
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Holger Klammann unterstützte die Drillinge Mats, Lasse und Janne (v. l.), die ihr Turnier-Debüt gaben.

42 Teams traten beim Ü 77-Turnier auf den Tennisplätzen in Pohlhausen gegeneinander an.

Von Theresa Demski

Wermelskirchen. Janne kämpft um jeden Ball. Der 13-Jährige steht am Freitagabend gemeinsam mit Holger Klammann auf Platz fünf auf der Pohlhausener Tennisanlage und kommt ordentlich ins Schwitzen. Auf der anderen Seite des Netzes machen Bastian Sauer und Markus Nippes ihr Spiel – sie gehören zu den Favoriten des Turniers. Aber Janne Hardenbruch und Holger Klammann sind trotz der deutlichen Überlegenheit der Gegner bester Laune. „Wir sind hier nicht angetreten, um zu gewinnen“, sagt Janne, als er schließlich heiter das Feld verlässt, „es geht um sportliche Erfahrung und vor allem um die gute Stimmung.“

Auf den Zuschauerrängen trifft er auf seine Brüder Mats und Lasse. „Drillinge“, sagt Janne und deutet auf sich und seine beiden Brüder. Und alle drei sind beim Ü77-Turnier in Pohlhausen zum ersten Mal dabei. Bisher hat vor allem ihr Vater bei dem Wettkampf mitgespielt. „Uns gefiel dieses Turnier hier“, erzählt Janne, „und im letzten Jahr entstand bei uns dann die Idee, auch selbst anzutreten.“

Der Plan hatte allerdings einen Haken: Spielberechtigt sind nämlich nur solche Teams, die gemeinsam mindestens 77 Lebensjahre zusammenbekommen. „Also hat sich unser Vater bei seinen Tennisfreunden um Mitspieler für uns bemüht“, erzählen die drei Jungs. Mit Erfolg. Einer von ihnen ist Holger Klammann. Auch er ist am Wochenende zum ersten Mal in Pohlhausen dabei. „Ich spiele gerne Tennis und besonders gerne Doppel“, sagt er, „und ich finde, man muss den Jungs eine Chance geben, reinzuschnuppern.“ Also hat auch er den Ehrgeiz für dieses lange Tennis-Wochenende über Bord geworfen – und genießt die schöne Stimmung auf der Anlage und jeden schönen Ballwechsel, der sich bietet.

„Das ist der Reiz dieses Turniers“, sagt Turnierleiter Frank Hemmerling. Die Atmosphäre werde vor allem dadurch getragen, dass man in sich in der großen Tennisfamilie kennt – weiter über Stadtgrenzen hinaus.

Der Pohlhausener Verein gibt sich überdies viel Mühe mit selbst gebackenem Kuchen, kaltem Bier und reichlich Raum für Geselligkeit. „Hier wird gefachsimpelt“, sagt Hemmerling als er bei einer gut gelaunten Truppe am Bierwagen vorbeikommt. Und vor allem: Jeder kann mitspielen. Auch ein Plus: Keiner muss nach der ersten Niederlage nach Hause fahren.

Wettbewerb findet im 22. Jahr statt

Der Wettbewerb findet im 22. Jahr statt. Und das Interesse wächst weiter. „Jetzt sind wir aber an der Kapazitätsgrenze“, erklärt der Turnierleiter mit Blick auf die 48 gemeldeten Mannschaften. Ein Kraftakt - doch während der Wettkampftage laufe der Betrieb wie eine gut geölte Maschine.

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