Rocknacht

Drei Bands lassen es richtig krachen

Mit ihrem eingängigen Punk-Rock waren Big Stroke der ideale Abschluss für die Rocknacht in Dabringhausen.
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Mit ihrem eingängigen Punk-Rock waren Big Stroke der ideale Abschluss für die Rocknacht in Dabringhausen.

Der Markt 57 war bei der Dabringhauser Rocknacht sehr gut besucht.

Von Wolfgang Weitzdörfer

Eigentlich hätte sie schon im Vorjahr stattfinden sollen, die erste Dabringhauser Rocknacht im Markt 57 – bekannte Gründe haben es verhindert. Am Samstagabend war es dann aber so weit. Die drei regionalen Bands 23RD Of November, Illusive und Big Stroke ließen es mehrere Stunden lang so richtig krachen – auch noch draußen war die laute Musik gut zu hören.

Aber eine echte Rocknacht konnte natürlich nicht ohne wuchtiges Schlagzeugspiel und harte Stromgitarren auskommen. Und davon hatten die drei Bands aus Wermelskirchen nun wirklich reichlich mit nach Dabringhausen gebracht. Während die erste Band 23RD Of November aus Burscheid klassischen Hardrock der alten Schule spielten und etwa Creedence Clearwater Revival coverte, ging es bei Illusive aus Wermelskirchen dann doch einen Zacken härter zu.

Das Quintett spielte wuchtigen Alternative-Rock in bester Tradition von Bands wie Alter Bridge, etwa in den düsteren Songs „Two Faces“ und „Cold Nights“. Wobei aber auch punkige Töne zu Gehör gebracht wurden, etwa im flotten „Tomorrow“, das stilistisch mit seinen eingängigen Riffs, dem melodiösen Gebrüll und den zackigen Schlagzeugbeats in Richtung Rise Against oder härteren Donots tendierte – und das Publikum ausgelassen mittanzen ließ.

Auch das eingängige „Footprints“ brachte das Publikum dazu, das Tanzbein zu schwingen. Eine sehr junge Besucherin konnte den Song gar huckepack reitend von den Schultern des Papas aus mitverfolgen. Die Stimmung im Publikum war also absolut ausgelassen. Kein Wunder, waren harte Rockkonzerte in der Gegend doch abgesehen vom AJZ Bahndamm eher selten zu hören.

Dabringhauser sitzt zum letzten Mal am Schlagzeug

Aber auch die große Klasse der auftretenden Bands spielte hier natürlich eine Rolle. Das wurde etwa deutlich, als im Intro und Refrain zum sehr eingängigen Kracher „Reborn“ zweistimmiger Harmoniegesang zu hören war, der dem Song noch einmal eine ganz andere Tiefe gab. Im Markt 57 wurde es im Verlauf des Abends immer wärmer, die Ohren begannen irgendwann auch zu glühen, so dass man die Umbaupausen auch als Nichtraucher gerne im vergleichsweise kühlen Freien verbrachte.

Den Sack der harten Melodien zu machten dann die Hückeswagener von Big Stroke, bei denen mit Daniel Steiner ein Dabringhauser hinterm Schlagzeug saß. Allerdings zum letzten Mal, was den Auftritt auf jeden Fall zu etwas ganz Besonderem werden ließ. Auch aus dem Grund, weil sein Nachfolger Max Reinicke ebenfalls bei einem Teil des Konzerts die Trommeln rührte. Das Quartett um Sänger Daniel Zielke, der bei Songs wie „Gute, alte Zeit“ oder „Revolution In my Head“ einmal mehr gut bei Stimme war, hatte sein Publikum sofort im Griff – was auch der Jubel nach der anfänglichen Frage „Habt ihr noch Bock, etwas zu rocken?“ deutlich machte. Mit seinem eingängigen Punkrock, der von den krachenden Akkorden genauso lebte wie von der sprühenden Energie, waren Big Stroke der ideale Abschluss für diese lange, laute Rocknacht in Dabringhausen.

Big Stroke

Big Stroke, die Alternative-Rock Band aus Hückeswagen, belegte bereits im Jahr 2014 den ersten Platz bei „On Stage“, einem regionalen Bandcontest für Nachwuchsmusiker. 2015 kamen sie bis ins Finale von „Rhein Berg Rockt“. Seitdem waren sie viel unterwegs und rocken stetig die kleinen und großen Bühnen in ganz Nordrhein-Westfalen.

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