Erneuerbare Energien

Diskussion um Windkraft bald auf neuer Grundlage

BEW hat gemeinsam mit Wermelskirchen, Wipperfürth und Hückeswagen eine Studie in Auftrag gegeben.

Von Stephan Singer

Wermelskirchen/Wipperfürth/Hückeswagen. Für die Strom-Erzeugung zählt in Zukunft jedes Garagendach, auf dem Photovoltaik installiert ist. So formuliert es der Technische Beigeordnete Thomas Marner im Gespräch mit unserer Redaktion: „Das muss uns die Erde wert sein.“ Bereits vor B Verschärfung der Versorgungssicherheit von Energie haben sich die Städte Wermelskirchen, Wipperfürth und Hückeswagen mit ihrem gemeinsamen Energieversorgungsunternehmen, der Bergischen Energie und Wasser-GmbH (BEW), auf die Erstellung einer Studie verständigt, die mögliche Standorte von Photovoltaik- als auch Windkraft-Anlagen prüfen soll. „Das ist auf Bürgermeister-Ebene mit der BEW-Geschäftsführung geschehen, denn der Versorger hat ja an solch einer Studie auch ein Eigeninteresse“, sagt Thomas Marner. Dabei habe es eine „faire Kostenaufteilung“ zwischen den Kommunen sowie der BEW, die die Studie letztlich beauftragte, gegeben: „Für Wermelskirchen fallen Kosten von einigen Tausend Euro, aber keine 10.000 oder gar mehr an.“

Das Verfahren ausgelöst hatten mehrere Anträge aus der Kommunalpolitik, die die Prüfung von Standorten zur Installation von Windkraftanlagen, kurz Windrädern, und Photovoltaikanlagen (PA) forderten.

Unter anderem war es dabei um eine Idee der CDU gegangen, ob nicht PA entlang der Autobahn A 1 sinnvoll sein könnten. „Die Studie befindet sich in den letzten Zügen“, berichtet Thomas Marner und blickt aus: „Die Ergebnisse werden auf der nächsten oder übernächsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr vorgestellt.“

Marner skizziert Probleme: Das ist in Sachen Windkraftanlagen nicht nur der vieldiskutierte Mindestabstand der Windräder zur nächsten Wohnbebauung von in Nordrhein-Westfalen 1000 Metern. „Wir haben in Wermelskirchen viele Waldflächen. Und auch der Wald wird ja als Standort für Windkraftanlagen diskutiert“, erläutert Marner. Selbst Naturschützer seien sich in diesem Punkt uneins: Während die einen im Sinne des Klimaschutzes den Wald als Standort von Windrädern für möglich hielten, befürchteten andere zu große negative Auswirkungen auf den Wald und die Tiere. „Man könnte ja meinen, dass ein Windrad im Wald nicht stört und umringt von Bäumen auch nicht sonderlich unschön aussieht.“ Aber: „Um eine Windkraftanlage aufzubauen, braucht es Schwerlasttransporte für die Anlieferung und einen mächtigen Kran zur Aufstellung.“ Dafür müsste eine „Riesen-Schneise“ geschlagen und eine asphaltierte Baustraße angelegt werden. Obendrein würden sich durch die für Wermelskirchen typische Topographie der Landschaft technische Grenzen des Machbaren ergeben.

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