Diskussion um Eschbach-Brücke in Burg geht weiter

Von der alten Brücke Oelmühle sind nur noch grobe Rückstände zu erkennen, sie wurde bei dem Hochwasser am 14. Juli weggeschwemmt. Eine neue Brücke soll voraussichtlich am Ende des Mühlendamms entstehen. Foto: Tim Oelbermann
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Von der alten Brücke Oelmühle sind nur noch grobe Rückstände zu erkennen, sie wurde bei dem Hochwasser am 14. Juli weggeschwemmt. Eine neue Brücke soll voraussichtlich am Ende des Mühlendamms entstehen.

Solingen: CDU plädiert für zweiten Rettungsweg – Grüne sprechen sich für ausschließliche Nutzung für Fuß- und Radverkehr aus

Von Kristin Dowe

Als die Bezirksvertretung Burg/Höhscheid im Herbst vergangenen Jahres das erste Mal über den Neubau der damals schon maroden Brücke Oelmühle beriet, die vormals für Fußgänger und Radfahrer zugelassen war, hätten die Mitglieder sich wohl nicht träumen lassen, dass das Bauwerk nur wenige Monate später ohnehin durch das Hochwasser am 14. Juli mitsamt seiner Widerlager weggespült werden würde. Eine Brücke über den Eschbach wird allerdings weiterhin dringend benötigt. Eine finale Entscheidung trafen die Bezirksvertreter in ihrer Sitzung am Donnerstag noch nicht und vertagten den Punkt fürs Erste.

Zwei Varianten scheinen im Rennen zu sein

Konkret stehen drei bauliche Varianten für einen Neubau im Raum, von denen eine bereits weitgehend vom Tisch ist: Kaum infrage kommt ein Neubau der Brücke an alter Stelle, da dafür aufwendig und kostenintensiv der dort vorhandene Waldweg beleuchtet werden müsste und auch die Funktion als zweiter Rettungsweg entfiele. Einigkeit besteht in dem Punkt, dass ein Brückenschlag über den Eschbach circa 100 Meter weiter am Ende des Mühlendamms erfolgen sollte – etwa in der Höhe, in der sich die ebenfalls durch das Unwetter ramponierte Fischtreppe befand.

Uneinigkeit herrscht hingegen in der Frage, ob dort wie gehabt eine Brücke allein für Fußgänger und Radfahrer entstehen soll, oder ob die Brücke breiter gebaut und mit einer Schranke versehen wird, so dass auch Rettungsfahrzeuge sie passieren können. Für den regulären Autoverkehr soll das geplante Bauwerk definitiv nicht freigegeben werden.

Für die Variante des zweiten Rettungsweges spricht sich die Bezirksfraktion der CDU aus und plädierte in einem Antrag für „eine einspurig befahrbare, für den Durchgangsverkehr allerdings durch eine Schranke oder ähnliche Absperrmaßnahmen gesperrte Brücke am Ende der Straße Mühlendamm“, die als direkte Verbindung zur Eschbachstraße in Unterburg dienen solle. Laut CDU-Bezirksbürgermeister Paul Westeppe befürworte auch die Feuerwehr einen zweiten Rettungsweg, um den oft stark zugeparkten Mühlendamm im Notfall problemlos von der anderen Seite erreichen zu können. Die Grünen können sich für diese Pläne nicht erwärmen und sprechen sich für eine reine Fuß- und Radwegbrücke aus. „Wir können im Sinne der Verkehrswende nicht zustimmen, weitere Wege für Autos zu schaffen“, argumentierte Bezirksvertreterin Laura Möller. „Der Fokus sollte auf dem Rad- und Fußgängerverkehr liegen.“ Im Übrigen gebe es viele Örtlichkeiten im Stadtgebiet, die über keinen zweiten Rettungsweg verfügten.

CDU fordert zweiten Zuweg für Rettungsfahrzeuge

Dem konnte die CDU-Bezirksfraktionsvorsitzende Ute Schlemper nicht folgen. „Es geht darum, dass die Anwohner geschützt werden.“ Ein zweiter Zuweg für Rettungsfahrzeuge sei auch vor dem Hintergrund des verheerenden Hochwassers unverzichtbar. In ihrem Antrag verwies die CDU auch auf den Umstand, dass der Mühlendamm häufig von beiden Seiten zugeparkt wird und für Begegnungsverkehr eigentlich nicht ausgelegt sei – dies erschwere Rettungsfahrzeugen die Anfahrt zusätzlich. Auch ein Großteil der Anwohner hatte sich bei einer Versammlung in der evangelischen Kirche in Burg für eine Brücke am Ende des Mühlendamms ausgesprochen, die auch als zweiter Rettungsweg genutzt werden kann.

Die Verwaltung soll nun die jeweiligen Kosten und Fördermöglichkeiten ermitteln. Eine Entscheidung soll in der Sitzung am 27. Januar 2022 fallen.

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