Spaß

Dieser Spielplatz wird naturnah und inklusiv

Elke Schütte, Grünflächenmanagerin am Betriebshof, und Presbyter Klaus-Peter Rath schauen am Spielplatz vorbei.
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Elke Schütte, Grünflächenmanagerin am Betriebshof, und Presbyter Klaus-Peter Rath schauen am Spielplatz vorbei.

Die Geräte am Stephanus-Gemeindezentrum sollen im Dezember zum Spielen freigegeben werden.

Von Theresa Demski

Burscheid. Auf der großen Wiese hinter dem Stephanus-Gemeindezentrum rollen die Bagger. Es nieselt, und der Boden ist inzwischen matschig, aber die Bauleute und Landschaftsbauexperten lassen sich nicht irritieren. Nach und nach entsteht hier ein neuer, inklusiver Spielplatz. Die Baufläche ist bereits ausgekoffert, gerade findet die große, inklusive Schaukel einen Platz.

„Es gibt eine einzelne Schaukel und einen Doppelschaukelsitz“, erklärt Presbyter Klaus-Dieter Rath, der in festen Schuhen am Rande der Baustelle steht. Auf dem Doppelsitz können Mütter oder Väter mit ihren Kindern Platz nehmen – oder Besucher mit Behinderung samt Begleiter. „Es ist uns wichtig, dass sich auf dem neuen Spielplatz alle Besucher wohlfühlen“, sagt Rath und deutet auf das rote Trampolin, das ebenerdig im Boden versinkt. „Hier können zum Beispiel Kinder oder Großeltern im Rollstuhl mühelos drauf rollen“, erklärt er und zeigt die kleinen Rampen am Rande, „und dann kann ein anderer beginnen zu hüpfen.“

Großeltern und Enkelkinder, Menschen mit und ohne Behinderung: Jeder soll auf dem neuen Spielplatz in Hilgen-Neuenhaus Gelegenheit zum gemeinsamen Erleben bekommen – mit Platz für Sandspiele, einer Wackelbrücke und einem großen Kletterturm. Dafür ziehen Kirchengemeinde und Stadt an einem Strang: „Es ist eine Win-Win-Situation“, sagt Elke Schütte, Grünflächenmanagerin am Betriebshof. Es gebe bisher keinen städtischen Spielplatz im Quartier. „Wir freuen uns deswegen sehr über dieses Projekt“, sagt sie beim Aufbau der Geräte. Die Mitarbeiter des Betriebshofs haben die Auskofferungsarbeiten übernommen und werden sich nach dem Aufbau der Geräte auch um die Hackschnitzel als Fallschutz kümmern. „Und wir übernehmen die Wartung“, erklärt Elke Schütte.

Neue Anlage wird künftig einmal wöchentlich kontrolliert

Wie alle anderen städtischen Spielplätze auch, wird die neue Anlage in Neuenhaus künftig einmal wöchentlich kontrolliert – auch der Kontrolleur zur Jahreskontrolle wird in Neuenhaus Halt machen. „Und wir haben Material aus unseren Beständen mitgebracht“, sagt Elke Schütte. Dazu gehört eine ausrangierte Rutsche, die möglicherweise am Kletterturm einen Platz finden kann, aber auch Holz für die Einfassung der Spielflächen.

Um die Finanzierung hat sich unterdessen die Kirchengemeinde gekümmert: 36 000 Euro kostet der neue inklusive Spielplatz, daneben entsteht ein Naturerlebnisraum mit neuen Hochbeeten und Gewächsen. Insgesamt schlägt das Projekt mit 39 000 Euro zu Buche – 25 000 Euro fließen aus dem europäischen Leader-Fördertopf, 9000 Euro gibt die Kämpgen-Stiftung dazu, die inklusive Ideen fördert, und 5000 Euro stemmt die Kirchengemeinde selbst. Diesen Eigenanteil übernimmt der Förderkreis.

„Meines Wissens ist diese Art von Kooperation neu“, sagt Elke Schütte, nachdem sie mit den Fachleuten für den Aufbau über Tiefe und Bodenverfassung beraten hat. Aber es könnte nicht die letzte sein. „Alle Seiten merken doch, wie erfolgreich wir sein können, wenn wir zusammenarbeiten“, sagt Rath.

Während der Spielplatz Gestalt annimmt, malt sich der Presbyter aus Neuenhaus bereits aus, wie hier die Besucher gemeinsam entdecken und spielen. „Wir verstehen uns als Kirche im Quartier“, betont er, „das Betreten der Fläche ist ausdrücklich erwünscht.“ Man wolle nicht mehr im klassischen Sinne Kirche sein und sich auf Angebote für Gemeindeglieder beschränken. „Ganz im Gegenteil“, sagt Rath, „jeder ist willkommen, egal welcher Herkunft oder Religion.“

Damit seien keine Erwartungen verknüpft. Es gehe darum, gemeinsam die Lebensqualität aller Menschen zu fördern. Mit dem neuen Spielplatz und der Erlebnisfläche sollen noch mehr Besucher den Weg zum Stephanus-Gemeindezentrum finden.

Freigabe

Termin: Der Spielplatz am Stephanus-Gemeindezentrum braucht nach dem Aufbau Zeit, damit der Beton trocknen kann. Außerdem steht die Abnahme der inklusiven Anlage noch bevor. Elke Schütte vom Betriebshof geht davon aus, dass der neue Spielplatz nicht vor Dezember eröffnet werden kann.

Sitzecke: Dann soll die Fläche allerdings auch Platz für ältere Menschen bieten – die Sitzecke soll bestehen bleiben und womöglich erweitert werden.

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