Dieser Bus pustet nur Wasser in die Luft

RVK-Geschäftsführer Marcel Frank, Landrat Stephan Santelmann und Gregor Mauel als örtlicher Gebietsleiter nehmen den ersten Solaris Bus für die RVK in Betrieb. Foto: RVK
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RVK-Geschäftsführer Marcel Frank, Landrat Stephan Santelmann und Gregor Mauel als örtlicher Gebietsleiter nehmen den ersten Solaris Bus für die RVK in Betrieb. Foto: RVK

RVK nehmen Brennstoffzellenfahrzeug eines weiteren Herstellers in Betrieb

Von Markus Schumacher

Ein erster Solaris „Urbino 12 hydrogen“ wurde jetzt an die Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) geliefert. Dieser wasserstoffbetriebene Brennstoffzellen-Hybridbus wird zunächst am Standort der RVK-Niederlassung in Wermelskirchen getestet.

Mit der Firma Solaris Bus & Coach ergänzt erstmals ein neuer Hersteller den inzwischen 37 Busse umfassenden Fuhrpark wasserstoffbetriebener Brennstoffzellenfahrzeuge der RVK. „Wir nähern uns weiter dem standortübergreifenden Umbau der Busflotte mit dann final 52 Bussen. Das ist in dieser Dimension derzeit einzigartig und baut auf den verschiedenen Projektschritten auf, die seit 2011 umgesetzt wurden“, sagt RVK-Geschäftsführer Marcel Frank.

Nach diesem ersten Bus werden die weiteren 14 Busse zwischen Juli und Dezember 2021 ausgeliefert. Verteilt werden sie auf drei Standorte der RVK: Fünf Busse werden für den Linienbetrieb im Rheinisch-Bergischen Kreis, fünf für den Verkehr im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis und fünf für den Stadtverkehr Hürth geliefert.

Der RVK-Standort in Wermelskirchen verfügt seit Sommer 2020 über zehn Wasserstoffbusse. Als Aufsichtsratsvorsitzender der RVK ist Stephan Santelmann, Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises, in zweifacher Hinsicht voller Erwartung: „Klimaschutz bleibt ein elementar wichtiges Ziel. Dabei wird der ÖPNV eine große Rolle spielen. Die RVK ist in dieser Hinsicht eine Vorreiterin, wovon auch der Rheinisch-Bergische Kreis als einer der Gesellschafter profitiert.“

Auf den neuen Bustyp Solaris Urbino 12 hydrogen wird nun das Fahrpersonal in Wermelskirchen geschult. Mit einem Mitarbeiter der Firma Solaris erfolgt eine Einweisung in die Tankvorgänge und die Besonderheiten der Bustechnik beziehungsweise des Antriebs mit Wasserstoff.

Erforderliche Infrastruktur wurde 2020 geschaffen

Die erforderliche Infrastruktur wurde 2020 mit dem Bau von zwei eigenen Wasserstofftankstellen (in Wermelskirchen und in Meckenheim im Rhein-Sieg-Kreis) umgesetzt. Die 15 Solaris-Busse wurden im Zuge eines EU Projekts angeschafft und durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und das Verkehrsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

Die RVK sei gegenüber allen alternativen Antrieben technologieoffen eingestellt. So setze man im Kreis Euskirchen – auch wegen der regionalen Wertschöpfung – seit September 2017 auf Bio-Erdgasbusse. Im weiteren Verkehrsgebiet der RVK eigne sich jedoch in besonderer Weise Wasserstoff als Antriebstechnologie, denn es müssen auch ländliche und entsprechend weiträumige Regionen bedient werden. Für dieses heterogene Einsatzgebiet ist der Einsatz von reinen Elektrofahrzeugen weniger geeignet.

Brennstoffzellen-Busse fahren dabei rein elektrisch: In der Brennstoffzelle reagieren Wasserstoff (H2) und Sauerstoff (O) unter der Abgabe von elektrischer Energie zu Wasser (H2O). Der so generierte Strom kann in einer Hochvolt-Batterie gespeichert werden oder direkt die Elektromotoren antreiben. Einzige „Emission“ dieser Fahrzeuge ist reines Wasser, beziehungsweise Wasserdampf. Zudem sind die Busse absolut geräuscharm.

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