Sonderpädagogik

Bufdis gesucht: Diese Schule umsorgt ihre Kinder

Die Verbundschule Nord sucht Bundesfreiwillige. Archivfoto: Lena Hogekamp
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Die Verbundschule Nord sucht Bundesfreiwillige.
  • Susanne Koch
    VonSusanne Koch
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Verbundschule Nord sucht wieder Bundesfreiwillige.

Wermelskirchen. Der Unterricht beginnt morgens mit festen Ritualen. Das berichtet Nina Scholz, eine ehemalige Bundesfreiwillige (Bufdi) an der Verbundschule Nord. „Dann folgt mein persönliches Highlight: der Erdmännchentanz. Mit den Kindern zusammen zu tanzen, macht mir immer sehr viel Spaß.“ Sie schreibt: „Ich kann jedem den Bundesfreiwilligendienst (BFD) an meiner Schule empfehlen. Jeder Tag ist anders und bietet neue Herausforderungen.“

Und Lea Zimmermann, auch ehemalige Bufdi an der Verbundschule Nord, schreibt: „Zusammenfassend macht mir der Arbeitsalltag sehr viel Spaß. So viel Spaß, dass ich mich innerhalb der ersten Monate dazu entschieden habe, Lehramt für Sonderpädagogik nach meinem BFD-Jahr zu studieren.“

Schulleiter Henning Beeres nimmt die Komplimente für die Arbeit an seiner Schule sehr gerne entgegen: „Wir suchen auch jetzt wieder junge Frauen und Männer, die Interesse haben, ihren Freiwilligendienst bei uns zu machen. Vormittags werden sie bei interessanten Tätigkeiten in den Klassen eingesetzt. Nachmittags sind sie im Offenen Ganztag tätig.“ Viele der ehemaligen Bundesfreiwilligen-Dienstler würden sich anschließend dafür entscheiden, entweder direkt Sonderpädagogik zu studieren oder eine soziale Ausbildung oder ein Studium zu absolvieren.

Wir haben uns durch Fortbildungen darauf eingestellt.

Henning Beeres, Schulleiter

Die Verbundschule Nord in der Robert-Stolz-Straße ist seit dem 1. August 2020 wieder eigenständig. 141 Schülerinnen und Schüler besuchen die Klassen eins bis zehn mit den Förderschwerpunkten emotionale und soziale Entwicklung sowie Sprache und Lernen. „Wir haben auch immer mehr Kinder und Jugendliche, deren Störung dem autistischen Spektrum zuzuordnen sind“, sagt der Schulleiter. „Wir haben uns durch Fortbildungen darauf eingestellt. Denn diese Schüler verlangen ein ganz anderes Arbeiten von uns.“

Der Einzugsbereich umfasst den nördlichen Bereich des Rheinisch-Bergischen-Kreises mit den Städten Wermelskirchen, Burscheid und Leichlingen. „Neben sonderpädagogischen Unterricht setzt die Schule auf umfassende Therapieangebote, beispielsweise Reittherapie, schulische Beratung, praxisorientierte Angebote sowie auf präventive Maßnahmen“, sagt Schulleiter Henning Beeres. „Und auch Schulhunde bereichern den Schulalltag.“

24 Lehrerinnen und Lehrer, teilweise in Teilzeit, sowie anderthalb Sozialarbeiterstellen sind der Schule zugewiesen. „Dazu kommen noch Integrationshelfer, die teilweise stundenweise unseren Schülern beigeordnet werden, oder die einzelne Schüler den ganzen Tag begleiten“, sagt Henning Beeres. „Unsere Schule hat sich darüber hinaus mit vielen Stellen vernetzt und arbeitet mit ihnen zusammen, beispielsweise mit Psychomotorikern und der Musikschule.“ Durch Corona seien viele Schülerinnen und Schüler ins Hintertreffen geraten.

„Zum Glück können wir wieder Präsenzunterricht durchführen“, sagt der Schulleiter. „Es wird noch dauern, bis wir wieder im Vor-Corona-Rhythmus arbeiten.“ An der Verbundschule Nord wird nach dem von Marita Bergsson entwickelten Konzept des entwicklungspädagogischen Unterrichts gearbeitet. Dieser versteht sich als ein entfaltungs- und entwicklungsorientierter Ansatz, der die Ressourcen des einzelnen Kindes sieht. Von ihnen ausgehend fördert er den weiteren Erwerb von emotionalen und sozialen Fähigkeiten. Zusätzlich zu den jahrgangsübergreifenden Klassen wurden zwei Intensivklassen eingerichtet.

Hintergrund

Die Verbundschule Nord ist seit dem 1. August 2020 wieder eigenständig und als Verbundschule Nord neu gegründet worden. Die Schule besuchen derzeit 141 Schülerinnen und Schüler. Neben sonderpädagogischem Unterricht gibt es viele Angebote.

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