Mein Blick auf die Woche

Die Zahl der Menschen in Armut wächst auch in Wermelskirchen

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anja.siebel @rga.de

Mein Blick auf die Woche

Von Anja Carolina Siebel

Eine Pumuckl-Stofffigur, ein Teddy, ein Spiel oder einfach ein leckeres Abendessen – die Wünsche, die die Kinder bei der Weihnachts-Wunschbaum-Aktion im Rathaus auf kleine Zettelchen schrieben, waren so unterschiedlich wie die Kinder selbst. Und doch haben rührige Wermelskirchener alle 300 Wünsche erfüllt. Das war wirklich eine herzerwärmende Aktion, die die Stadt Wermelskirchen da diesmal zusammen mit einigen Kooperationspartnern auf die Beine gestellt hat. Dahinter steckt allerdings ein ernster Hintergrund. Denn längst nicht alle Kinder, auch in unserer Stadt, können an Weihnachten quietschfidel um den Tannebaum sausen, so, wie es sich eigentlich für Kinder gehört. Laut Brigitte Krips, Vorsitzende der Wermelskirchener Tafel, sind es 146 Haushalte mit weit über 500 Personen, die auf der Hilfe der Tafel angewiesen sind, sich also nicht komplett selbst versorgen können. Nicht mit Lebensmitteln, und schon gar nicht mit Geschenken zur Weihnachtszeit. Tendenz weiterhin steigend. Die Corona-Pandemie hat offenbar ihr Übriges dazugetan, denn gleichwohl es auch immer wieder Tafel-Kunden gibt, die die Unterstützung nicht mehr benötigen, weil sie wieder einen Job bekommen haben, wächst die Zahl derer, die den Antrag stellen, fast wöchentlich. Umso erfreulicher ist es, dass so viele Wermelskirchener Bürger gerade an diese Menschen gedacht haben, als sie einem oder mehreren Kindern Weihnachtswünsche erfüllt haben.

Die Verärgerung der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie der Kämmerer der acht rheinisch-bergischen Kommunen über die Kreisumlage ist nachvollziehbar. Stadtkämmerer Dirk Irlenbusch hat in dieser Woche nachvollziehbar vorgerechnet, dass es für die Kreis-Kommunen eben nicht damit getan ist, die Umlage auf gleichbleibendem Niveau zu halten. Die Kosten steigen für einige Kommunen trotzdem. Die Folge wird entweder sein, dass notwendige Investitionen stagnieren oder gar nicht erst getätigt werden – oder dass es Steuererhöhungen für die Bürger geben wird. Beides ist nicht erfreulich. Die finanzielle Last des Kreises müssen die Kommunen ausbaden. Wieder einmal.

Top: Schloss Burg wird behindertengerechter.

Flop: Polizei warnt vor Schockanrufen.

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