Die Woche in Wermelskirchen

Stadt muss jetzt konsequent handeln

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  • Anja Carolina Siebel
    VonAnja Carolina Siebel
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Viele Wermelskirchener haben auch in der vergangenen Woche bei den Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser noch geholfen. Dabei ist vor allem die Leistung, dass Dabringhauser Freibad wieder auf Vordermann zu bekommen enorm.

Kommentar von Anja Carolina Siebel

Wermelskirchen. Durchatmen, sacken lassen und aufräumen, das war vielerorts die Devise in dieser Woche nach der Flutkatastrophe. Während es Wermelskirchen vergleichsweise glimpflich getroffen hatte, sah die Situation hinter Burscheid, aber auch in Solingen und den oberbergischen Städten Radevormwald und Hückeswagen schon anders aus. Ganz hart traf es die Menschen beispielsweise in Euskirchen, Erftstadt oder der Ahr-Region. Es gab Tote und Verletzte, viele verloren ihr Hab und Gut, teils ihre komplette Existenz. Auffällig ist indes die riesige Hilfsbereitschaft, die sich schon bald nach der Katastrophe abzeichnete. Da schnappen sich wildfremde Menschen Forke und Gummistiefel und fahren ins überflutete Gebiet, um mit anzupacken. Oder sammeln Spenden, organisieren Hilfstransporte. Das ist bei aller Tragik tröstlich und lässt hoffen für die Zukunft, in der es sicher noch einiges zu tun geben wird.

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Der Ärger am Jugendfreizeitpark reißt nicht ab. Gleichwohl das Gelände noch gar nicht offiziell eröffnet ist, scheinen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen schon jetzt dort fest zu kleben. Sie lassen sich trotz Verbots einfach nicht mehr vertreiben. Das ist zum einen gut, denn es zeigt, dass das Konzept des Parks von der Zielgruppe angenommen wird. Zum anderen muss es aber auch klare Regeln geben. Dass die Anwohner durch nächtliche Meetings auf dem Gelände massiv gestört werden, geht gar nicht. Die Ortspolitiker fordern zu Recht Konsequenzen von Seiten der Stadt, die wirksam sind und allen Beteiligten weiterhelfen. Und die sollte es auch möglichst bald geben. Denn es wäre zu schade, wenn an dem Zwist das Projekt Jugendfreizeitpark auf den letzten Metern scheitert.

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Was die Helfer im Freibad Dabringhausen auf die Beine gestellt haben, ist eigentlich eine laminierte Urkunde wert. Nachdem das Hochwasser der Linnefe am Mittwochabend das Bad komplett überspült hatte, hatten sich über 400 Freiwillige eingefunden, um das beliebte Bad wieder einsatzfähig zu machen. Mit Erfolg: Voraussichtlich kommende Woche darf wieder geschwommen werden. Absolut tolle Gemeinschaftsleistung.

TOP: Die Wermelskirchener Gastro-Betriebe können sich nicht wie viele andere über Personalmangel beschweren.

FLOP: Corona-Inzidenz steigt stetig weiter.

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