Die Sternsinger bringen den Segen

Sternsinger in Wermelskirchen von St. Michael (v. l.): Titus, Aaron, Charlotte und Noemi.
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Sternsinger in Wermelskirchen von St. Michael (v. l.): Titus, Aaron, Charlotte und Noemi.
  • Susanne Koch
    VonSusanne Koch
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Kinder und Jugendliche sammeln Spenden für die Kinder in der Not - es werden aber immer weniger. Die Termine für 2023.

„Stern über Bethlehem, zeig uns den Weg, führ uns zur Krippe hin, zeig wo sie steht, leuchte du uns voran, bis wir dort sind, Stern über Bethlehem, führ uns zum Kind.“ Textsicher und melodiesicher sind die Mädchen und Jungen, die morgen um 10.30 Uhr im Gottesdienst in St. Michael Wermelskirchen ausgesandt werden.

Es sind etwa 25 Kinder und Jugendliche, die sich in diesem Jahr als Sternsinger auf den Weg machen. „Leider sind es in diesem Jahr nicht so viele“, sagt Gemeindereferentin Monika Eschbach. „Vor der Corona-Pandemie waren es 45 Kinder und Jugendliche, vergangenes Jahr waren es noch 30.“

Die achtjährige Eva Maria Grünweller war schon vergangenes Jahr dabei, auch die neunjährige Sanchana Jogarayah. Sie sagt: „Ich finde es schön, dabei zu sein, meine Mama war als Kind auch schon Sternsinger.“ Ihr siebenjähriger Bruder Revin sagt ergänzend: „Ich finde es sehr schön, mitzumachen, wir singen viele Lieder, und das finde ich sehr schön. Ich singe so gerne.“ Revin wird in den kommenden Tagen als Melchior durch Wermelskirchen ziehen.

Termine: Hier singen die Sternsinger

Am Dienstag werden die Kinder im Gottesdienst ausgesandt, am kommenden Freitag, 6. Januar, singen die Sternsinger um 10.30 Uhr vor dem Rathaus, die erste Gruppe singt um 10.45 Uhr auf dem Wochenmarkt, um 11.30 Uhr folgt dann die zweite Gruppe, um 11 Uhr wird vor dem Kindergarten gesungen und um 10.30 Uhr vor verschiedenen Altenheimen.

Am Samstag, 7. Januar, singen die Sternsinger von 10.30 bis 11.30 Uhr vor verschiedenen Geschäften.

Am Sonntag, 8. Januar, ist um 9.30 Uhr die Dankmesse, anschließend singen die Kinder und Jugendlichen vor der Kirche und ab 15 Uhr besuchen sie die Alleinstehenden und Familien, die die sich angemeldet haben. „Wir haben aber auch nach dem 8. Januar noch Sternsinger-Segensaufkleber in der Kirche ausliegen, die gesegnet sind“, sagt Gemeindereferentin Monika Eschbach.

„20* C + M + B+23“ – das ist der Segensspruch „Christus Mansionem Benedicat“, den die Sternsinger den Familien entweder mit Kreide über die Haustüre schreiben oder die fertigen Aufkleber dahin kleben, wo es die Wohnungsinhaber wünschen. „Christus Mansionem Benedicat bedeutet, Christus segne dieses Haus“, sagt Daniela Bornefeld, die die Kinder und Jugendlichen auf der Gitarre begleitet und jetzt mit ihnen die Lieder einstudiert. Begleitet wird sie von Carlo Boß auf der Trompete. „Hosiannah, wisst ihr, was das bedeutet?“, fragt sie die Sternsinger. „Hosiannah bedeutet so viel wie Hurra. Ihr könnt also alles an Freude in das Wort beim Singen hineinlegen, wie ihr könnt.“

Neben den Liedern üben die Mädchen und Jungen aber auch ein, was sie bei den Hausbesuchen aufsagen. „Es wäre schön, wenn einmal ein paar nach vorne kommen würden, die schon bei den Sternsinger-Aktionen dabei waren“, sagt Monika Eschbach. Sie verteilt Heftchen an die Jugendlichen, die sich gemeldet haben und jetzt die drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar mimen.

„Wir folgen dem Stern, als Boten des Herrn“, beginnt ein älteres Mädchen zu lesen. Anschließend macht eine Jugendliche weiter. Sie fragt: „Möchten Sie einen Segen als Aufkleber oder lieber einen mit Kreide geschriebenen?“ „Wenn ihr das ein paar Mal gemacht habt, könnt ihr das alles fehlerfrei“, sagt die Gemeindereferentin Monika Eschbach. Dieses Jahr heißt die Aktion „Kinder stärken – Kinder schützen – in Indonesien und weltweit.“

„Ihr macht auf die Not vieler Kinder in dieser Welt aufmerksam“, sagt Monika Eschbach. „Den Kindern geht es nicht so gut, ihr bittet also um Spenden für sie.“ Die Spenden aller Sternsinger-Aktionen in den Gemeinden werden am Ende zusammengezählt und kommen Hilfsgruppen zugute, die sich überall für notleidende Kinder einsetzen.

„Jetzt singen wir noch einmal Die Heiligen Drei Könige reisen durch die Nacht. . . „, sagt Daniela Bornefeld. „Und dann treffen wir uns am Dienstag zum Aussendungsgottesdienst um 10.30 Uhr in der Kirche St. Michael.“

Hintergrund: Sternsinger-Aktion 2023

Jahr für Jahr werden in den katholischen Gemeinden die Sternsinger ausgesandt. Sie bringen den Segen „20 * C + M + B + 23“ zu den Menschen in die Häuser. Die Sternsinger-Aktion findet in diesem Jahr bereits zum 65. Mal statt. Im Mittelpunkt steht dieses Jahr der Schutz der Kinder vor Gewalt.

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