Parkplatzprobleme

„Die Stadt muss eine Lösung finden“

Bei Kultur- und Sportveranstaltungen kommt zu Parkraumproblemen.
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Bei Kultur- und Sportveranstaltungen kommt zu Parkraumproblemen.
  • Susanne Koch
    VonSusanne Koch
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Rund ums Haus Eifgen und dem Eifgen-Stadion kommt es immer wieder zu Parkplatzproblemen.

Wermelskirchen. Lothar Weber ist beinahe die Kaffeetasse aus der Hand gefallen, als er den Bericht von Stephan Singer im Wermelskirchener General-Anzeiger am Mittwoch las. „Jetzt will die Kulturinitiative in Wermelskirchen im Haus Eifgen auch noch jeden Donnerstag einen Musik-Club einrichten“, sagt das Mitglied des Sportvereins 09/35. „Haben die denn gar nicht nachgedacht?“ Da sei doch jetzt schon wieder vorprogrammiert, dass man um die Parkplätze ringe. „Hätte das Haus Eifgen nicht montags eine neue Musikreihe planen können?“, fragt Lothar Weber. „Da ist kein Betrieb auf dem Kunstrasenplatz.“

Die Parkraumsituation rund ums Haus Eifgen wird eng, wenn dort gleichzeitig Kultur- und Sportveranstaltungen stattfinden. Dann ist auch der Wanderparkplatz schnell gefüllt. Das Problem gibt es schon lange. 2017 hat die Kulturstätte wieder eröffnet. Seitdem verschärft sich das Thema wieder. Die Stadt Wermelskirchen weiß um die Situation. In einem Interview hatte Bürgermeisterin Marion Lück vor kurzem noch gesagt, dass die Stadt nach einer Lösung suche. „Wir prüfen gerade verschiedene Optionen, eventuell auch eine Umleitung Richtung Hallenbad.“

„Das neue Format muss überhaupt erst einmal bekannt werden.“

Michael Dierks, Vorsitzender der Kulturinitiative

Michael Dierks, Vorsitzender der Kulturinitiative, ist ganz sicher, dass es durch das neue Veranstaltungsformat nicht zu weiteren Konflikten kommt. „Derzeit haben wir Corona und das alleine schließt schon viele Gäste bei uns aus“, sagt er. „Und das neue Format muss überhaupt erst einmal bekannt werden und sich einspielen.“

Geplant ist donnerstags ein offener Treff für Musiker und Musikinteressierte, an dem nicht nur geredet wird, sondern auch Gruppen die Bühne betreten dürfen und spielen. „Zum Beispiel können sich dort an den Abenden bisher unbekannte Bands vorstellen und sich bei uns schließlich einen Namen machen.“

Er schätzt, dass in der Anfangszeit 20 bis 30 Besucher den Musik-Club donnerstags besuchen werden. „Und da wir selber ausreichend gekennzeichnete Parkplätze am Haus haben, stellt sich das Problem für uns gar nicht.“ Montags sei keine Option. „Das ist für Kulturveranstaltungen ein ganz schlechter Tag“, sagt er. „Und freitags gibt es überall Konkurrenzveranstaltungen, da lässt sich so eine Veranstaltungsreihe auch nicht etablieren.“ Montags bis mittwochs plane die Kulturinitiative keine Veranstaltungen. „Da lassen wir Raum für Stammtische.“

Michael Dierks betont: „Das Parkraumproblem ist nicht unser Problem.“ Die Stadt müsse initiativ werden. Das sieht Lothar Weber auch grundsätzlich so. „Ich hätte es aber gut gefunden, wenn Michael Dierks vorher mit dem Sportverein 09/35 geredet hätte“, sagt Lothar Weber. Michael Dierks sagt dazu: „Gesprächen stehen wir gerne offen gegenüber.“ Er warte immer noch darauf, dass sich der Verein auf die Kulturinitiative zubewege, so wie in einem Zeitungsbericht Ende vergangenen Jahres versprochen.

Karl-Heinz Fleischer, Abteilungsleiter bei den Fußballern, hatte vom Verein übernommen, den Kontakt zur Stadt zu halten. „Leider hat ein Treffen bis heute nicht stattgefunden“, sagt er. „Das wurde uns Ende vergangenen Jahres avisiert.“

„Die Fragen, die uns die Stadt gestellt hat, habe ich ordnungsgemäß beantwortet.“

Karl-Heinz Fleischer, Fußballer

„Die Fragen, die uns die Stadt gestellt hat, habe ich ordnungsgemäß beantwortet.“ Wermelskirchen wolle sich damit einen Überblick über die Situation rund ums Haus Eifgen und den Sportplatz machen.

Sportverein 09/35

Der Sportverein 09/35 benutzt den Kunstrasenplatz Eifgen für seine Trainingsgruppen.

Vorsitzender, Dietmar Krüger , dietmarm.krueger@t-online.de, Tel. 02196 / 93270; 2. Vorsitzender, Michael Moderow, mich-aelmoderow@atweb.de, Tel. 02196 81274; Geschäftsführerin, Kirsten Buchner, Kirsten.Buchner@t-online.de, Tel. 02192 / 3588.

Vereinslokal, Gaststätte Centrale

Standpunkt

susanne.koch@rga.de

Kommentar von Susanne Koch

Der Leser Lothar Weber wirft Michael Dierks vor, nicht genug über den Donnerstags-Termin nachgedacht zu haben. Doch das führt zu weit und ist gar nicht die Aufgabe des Vorsitzenden der Kulturinitiative. Das Haus Eifgen ist frei, die Termine zu wählen, die das Team für richtig hält. Die Parkraumsituation muss von anderer Stelle geklärt werden. Und da erklärt die Stadt, dass sie dabei ist, nach Lösungen zu suchen. Doch das scheint nicht einfach zu sein. Bisher hat die Stadt Wermelskirchen sich erst einmal einen Überblick über die Parkraumsituation im Eifgental geschaffen. Ein Gespräch steht noch aus. Vielleicht wäre das ein erster Schritt, wenn sich die einzelnen Protagonisten gemeinsam an einen Tisch setzen, um miteinander zu reden. Vielleicht könnte der brachliegende Aschenplatz derweil als vorübergehender Parkplatz freigegeben werden. Es ist richtig, dass das Ordnungsamt den Autoverkehr beobachtet und Knöllchen da verteilt, wo beispielsweise falsch geparkt wird. Den Mitgliedern des Sportvereins mit ihren Zuschauern sowie den Gästen von Haus Eifgen helfen die Ordnungshüter damit nicht.

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