Mein Blick auf die Woche

Die Sekundarschüler nicht vergessen

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  • Anja Carolina Siebel
    VonAnja Carolina Siebel
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Alle Zeichen stehen derzeit auf Gesamtschule. Das Team der Verwaltung, das die Neugründung derzeit vorbereitet, informiert interessierte Eltern gerade bestmöglich – auf der Internetseite der Schule, auf Flyern und in Info-Broschüren, in den Sozialen Netzwerken – und natürlich live vor Ort an den Schulen.

Es ist jetzt wichtig, bei möglichst vielen Familien das Vertrauen für die Gesamtschule zu gewinnen, denn es geht ja darum, im Frühjahr möglichst viele Anmeldungen zu bekommen, um die Schule überhaupt eröffnen zu können. Aber es gibt da auch noch die Sekundarschule, in die auch im laufenden Schuljahr noch Schüler eingeschult wurden. Die Schule ist zwar auf dem Papier ein Auslaufmodell, es wäre aber falsch, die Beteiligten auch so zu behandeln. Nicht ohne Grund haben die Sekundarschüler an ihrem Tag der offenen Tür am vergangenen Wochenende darauf hingewiesen, dass sie keine „Schule zweiter Klasse“ seien. Es macht etwas mit Schülern und auch mit Lehrern, wenn sie die Aufbruchstimmung mitbekommen und wissen: Unsere Schule gibt es nicht mehr lange. Schulamt und Verwaltung sollten das im Auge haben, so wichtig es allen Beteiligten verständlicherweise ist, der neuen Schulform den bestmöglichen Aufwind zu geben.

Eltern, deren Kinder verstorben sind, organisieren diesen Sonntag in Dabringhausen wieder den Gottesdienst zum Gedenken an ihre Kinder. Dass sie damit die Erinnerung wach halten und gleichzeitig für das Thema sensibilisieren, ist gut und richtig. Die Initiatoren Beate und Udo Haldenwang, selbst Eltern eines 1998 verstorbenen Sohnes, haben einen bewundernswerten Weg gewählt, ihren Verlust zu akzeptieren und dabei den geliebten Sohn nicht zu vergessen. Unter anderem, indem sie andere Eltern in ähnlicher Situation unterstützen. Mit dem Gesprächskreis „delfin“, der sich regelmäßig im Evangelischen Gemeindehaus in Dabringhausen zusammenfindet, und mit dem Gedenkgottesdienst, der diesen Sonntag wieder stattfindet. Diese Arbeit ist so wertvoll, wenn man bedenkt, dass Eltern oft nicht wissen, wo sie hin sollen mit ihrem Schmerz und ihrer Trauer, ihrem Unverständnis und vielleicht auch ihrer Wut. Und: Viele von ihnen würden sich wünschen, dass man sie nach einem solchen Schicksalsschlag nicht meidet – aus Scham oder Angst, etwas falsch zu machen. Sondern dass man mit ihnen spricht und somit das Unvorstellbare in den Alltag integriert. Denn das müssen die Eltern auch.

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