Die Woche

Die Rücksichtnahme aller ist jetzt angesagt

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anja.siebel@rga.de

Die Woche

Von Anja Carolina Siebel

Mit einem „Damoklesschwert“ haben Wermelskirchener Händler Anfang der Woche die 2G-Regel verglichen, die zwar noch nicht für den Einzelhandel vorgesehen ist, aber bereits für Gastronomie und Sport in Innenräumen. Das ist verständlich, bedeuten doch verschärfte Regeln immer auch einen höheren Aufwand für das Personal. Und dennoch gibt es derzeit wohl keinen anderen Ausweg, will man nicht wieder einen kompletten Lockdown für alle. Die Corona-Infektionszahlen steigen zurzeit ins schier Unermessliche, ein Ende dieses exponentiellen Wachstums ist noch nicht in Sicht. Jene, die sich zwei oder bereits drei Mal haben gegen das Coronavirus immunisieren lassen, die Rücksicht nehmen auf die augenblickliche Situation, und sich und andere bestmöglich versuchen gegen eine Infektion mit dem Virus zu schützen, haben bereits alles eben Mögliche getan, was sie momentan für die Allgemeinheit leisten können. Nun bleibt abzuwarten, ob die Kombination aus vermehrter Impfbereitschaft, die gerade glücklicherweise zu beobachten ist, und den strengeren Regelungen Früchte tragen wird. Es wäre allen zu wünschen: den Kliniken, die derzeit vielfach am Limit arbeiten, den Geschäftsleuten und Kulturschaffenden, die entweder unter erschwerten Bedingungen arbeiten müssen oder schon wieder gar keine Einnahmen mehr haben, den Kindern und Jugendlichen, die von Beginn an starke Einbußen durch die Pandemie erfahrne mussten – und der gesamten Bevölkerung. Denn viele reagieren auf die derzeitige Situation mit Sorgen und teilweise auch Existenzängsten. Unverständlich ist deshalb einmal mehr, warum sich gerade die vehement gegen die verschärften Maßnahmen zu wehren scheinen, die für sich entschieden haben, sich nicht impfen zu lassen. Eine bewusste, eigene Entscheidung, auf die sie öffentlich immer wieder vehement pochen. In der Konsequenz sollte es selbstverständlich sein, dass sie dann auch hinnehmen, mit mehr Einschränkungen leben zu müssen. Statt sich, wie so oft postuliert, herabgesetzt und diskriminiert zu fühlen, sollten sie bereit sein, ihren Beitrag zur Solidarität in der Gemeinschaft zu leisten. Und der bedeutet nun mal, sich rapide einzuschränken, sich bei der Arbeit und vor der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel testen zu lassen und ansonsten Abstand von Menschenmengen zu halten. Das müssen ohnehin zurzeit alle tun. Es ist bitter und zugleich kaum nachvollziehbar, dass immer noch viel zu wenige Menschen bundesweit bereit sind, sich impfen zu lassen. Dabei könnte das eine Lösung sein. Das zeigen die Beispiele anderer Länder wie Spanien oder Israel deutlich.

Top: Die Stadt leuchtet wieder weihnachtlich.

Flop: Verwaiste Ampeln irritieren.

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