Die Reha-Klinik wird einen dringenden Bedarf decken

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Mein Blick auf die Woche

Mein Blick auf die Woche

Von Anja Carolina Siebel

Viele haben es mit Sicherheit bedauert, als vergangenen Herbst das Tagungshotel Maria in der Aue, malerisch im Eifgental gelegen, seine Pforten für immer schloss. Dass dort jetzt eine Reha-Klinik für von Adipositas betroffene Kinder und Jugendliche entstehen soll, ist indes eine wunderbare Nachricht. Denn neben der Tatsache, dass dort künftig viele Arbeitsplätze für die Region entstehen werden, werden solche Einrichtungen dringend benötigt. Immer mehr Kinder sind bereits im jungen Alter übergewichtig, weil sie sich im Alltag zu wenig bewegen, zu viel zuckerhaltige Nahrungsmittel zu sich nehmen und so weiter. Viele Familien haben Nachholbedarf in Sachen ausgewogener Ernährung – und die Zeiten haben sich auch verändert. Kinder und Jugendliche sitzen häufiger an digitalen Endgeräten und verbringen so ihre Freizeit. Aufenthalte an der sogenannten frischen Luft sind vielfach seltener geworden als noch vor einigen Jahren. „Frische Luft“ gibt es in Maria in der Aue mehr als genug – und auch das Areal bietet sich förmlich an für Bewegung und Sport. Wenn die Verantwortlichen es tatsächlich schaffen würden, den Betrieb schon im Frühsommer aufzunehmen, wäre ein dringender Bedarf in enorm kurzer Zeit gedeckt.

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Die vom Bund beschlossene und ab dem 16. März geplante einrichtungsbezogene Impfpflicht stellt Pflegeeinrichtungen und Gesundheitsämter nicht nur vor Herausforderungen, sondern offenbar vor echte Hürden. Bisher sind einfach zu viele Fragen offen. Vor allem die, wie das dann vermutlich wegfallende Personal ersetzt werden soll. Denn: Die Einrichtungen müssen ab dem genannten Datum jene Mitarbeitenden, die nicht gegen das Coronavirus immunisiert sind, den Gesundheitsbehörden melden. Und die sprechen dann möglicherweise Berufsverbote aus. Gerade in Zeiten der Pandemie ist das zumindest undurchdacht, denn die Einrichtungsleitungen weisen darauf hin, dass ohnehin wegen Quarantäne-Aufenthalten und Krankheitsfällen Personal an allen Ecken und Kanten fehle. Zudem sind die Gesundheitsämter an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt. Wie sollen sie es schaffen, auch noch diese bürokratische Aufgabe zu übernehmen? Und wer will eigentlich kontrollieren, inwiefern bei dem einen oder anderen Mitarbeitenden ein gesundheitlicher Grund vorliegt, weshalb er sich nicht impfen hat lassen? Diese und andere Fragen werden zu klären sein. Und lassen schon erahnen, dass eine Umsetzung wie geplant keinesfalls durchführbar sein wird.

Katt und Haus Eifgen trotzen der Pandemie mit unterhaltsamen Angeboten.

Die Geflügelpest ist jetzt auch im Rheinisch-Bergischen Kreis angekommen.

anja.siebel @rga.de

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