Boule

Die Kugeln klicken und klicken beim Dellmann-Cup

Boulefreunde Wermelskirchen (v.l.): Heiko Naudelstädt, Ridha Haouas, Rolf Leiner, Sandra Pahl (1. Vors.).
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Boulefreunde Wermelskirchen (v.l.): Heiko Naudelstädt, Ridha Haouas, Rolf Leiner, Sandra Pahl (1. Vors.).

Am Wochenende fanden auf dem Schwanenplatz der Dellmann-Cup und die Stadtmeisterschaften statt.

Von Peter Klohs

Wermelskirchen. Wenn an einem Samstagnachmittag im Hochsommer das hintere, von Asche bedeckte Areal des Schwanenplatzes von zahlreichen Menschen bevölkert ist, die paarweise auftreten und Metallkugeln werfen, die mitunter durch ein deutlich vernehmbares Klicken aneinanderstoßen, dann ist die Chance groß, dass der Dellmann-Cup der Boule-Freunde in Wermelskirchen ausgetragen wird.

Genau das war am Samstag zum zwölften Mal der Fall. Nachdem das Turnier 2020 wegen Corona nicht stattfinden konnte und 2021 nur eine stark abgespeckte Version des Sport-Events möglich war, freuten sich die Boule-Sportler besonders, wieder ein „normales“ Turnier spielen zu können. 38 Teams hatten sich angemeldet, 76 motivierte Spielerinnen und Spieler, denn es wurde Doublette formée gespielt, eine Turnierart, bei der Zwei gegen Zwei gespielt wird.

Das Schweizer System, nach dem die Sportler gegeneinander antraten, garantiert, dass sich niemand, ob Gewinner oder Verlierer, über zu viel Losglück oder -pech beschweren kann. Denn Sieger spielen gegen Sieger, Verlierer gegen Verlierer, fünf Runden lang. Die Titelverteidiger, Dirk Marxcors und Gregor Cramer aus Engelskirchen, konnten den Pokal in diesem Jahr leider nicht verteidigen.

Sandra Pahl von den Boule-Freunden leitete das Turnier. Ihre Tochter Lisa unterstützte sie tatkräftig, da Sandra mit ihrem Spielpartner Rolf Leinert ebenfalls mitspielte. Die entscheidende Partie, die die Frage, ob das Duo Pahl / Leinert einen der vorderen Plätze einnehmen würde, beantwortete, war die Vierte.

Sandra Pahl kannte ihre Gegner gut. „Die sind viel stärker als wir“, sagte sie. Keine fünfzehn Minuten später führten sie und ihr Partner mit 7:0, was keine Kleinigkeit ist, da jedes Spiel solange dauert, bis das erste Paar 13 Punkte gesammelt hat.

Jörg Johann von den Boulefreunden Wermelskirchen überprüft den Abstand der Boule-Kugeln

Das kann mitunter schnell gehen, kann jedoch auch neunzig Minuten dauern. Die Gegner (Brigitte Bieg und Jochen Bumml) wehrten sich nach Kräften – und nach einer immens spannenden Begegnung, bei der es kurz vor Schluss 12:12 stand, auch erfolgreich. Aus der Traum von der guten Platzierung für Sandra Pahl und Partner. Die letzte Begegnung des Tages musste das Duo auf dem nahen Fußballplatz austragen, auf dem auch manche Boulisten um Punkte kämpften.

Vor der alles entscheidenden letzten Runde kamen noch drei Teams in Frage, den begehrten Wanderpokal, den Dellmann-Cup, mit nach Hause zu nehmen und die Siegerprämie von 100 Euro einzustreichen. Zwei von ihnen kämpften unmittelbar gegeneinander.

Da wurde beraten, diskutiert, geflucht und gebetet, angefeuert und resigniert die Hände gen Himmel gehoben, wenn die Boule-Kugeln mal wieder nicht so wollten wie die Spieler oder der farbige Zielball, die Sau, unbeabsichtigt über die Spielfeldgrenze gelangte, alles normal für die Boule-Spieler.

Reinhard Stelberg, 1. Vorsitzender der Pétanque-Freunde aus Wipperfürth, erklärte, wie es im Turnier weitergeht, wenn – theoretisch möglich – zwei Mannschaften gleich viele Spiele gewonnen haben. „Dann geht es nach den sogenannten Buchholz-Punkten“, wusste er zu erzählen. „Dann gewinnt die Mannschaft, die die stärksten Gegner hatte. Sollte auch das keine Entscheidung bringen, werden alle Spielpunkte gezählt. Und wenn auch da alles unentscheiden ausgeht, hilft es nur noch, zwei Sieger auszuzeichnen.“

Das war am frühen Samstagabend nicht nötig, denn Wolfgang Preis und René Bernhardt aus Meckenheim gewannen den Geldpreis und den Pokal. Und das in der Abschlusstabelle letztplatzierte Team bekam – so will es die Tradition – das Startgeld zurück.

Hintergrund

Beim diesjährigen Boule-Turnier der Boule-freunde aus Wermelskirchen gewannen die ersten sieben Paare Geldpreise. Die Sieger erhielten außerdem den Dellmann-Cup, den sie im kommenden Jahr verteidigen können.

Am Sonntag fanden auf dem Schwanenplatz die Boule-Stadtmeisterschaften statt.

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